Prinz William in Hastings: Minigolf, Schnecke und ein WM-Tipp
Prinz William stattete am Donnerstag dem südenglischen Küstenort Hastings einen Besuch ab. Ein Ort mit großer historischer Bedeutung: Im Jahr 1066 schlug Wilhelm der Eroberer dort den angelsächsischen Herrscher Harold Godwinson und sicherte sich die englische Krone. Dass ein William ausgerechnet diesen Schauplatz wählte, während sein Bruder Harry zeitgleich eigenständig Termine im mittelenglischen Birmingham wahrnahm, sorgte in britischen Medien für süffisante Kommentare. In seiner Autobiografie "Reserve" hatte Harry einst enthüllt, dass die Brüder einander privat "Harold" und "Willy" nennen.
Der tatsächliche Ort der historischen Schlacht befindet sich zwar einige Kilometer außerhalb des Stadtzentrums, doch die symbolische Note blieb bestehen. Der Überlieferung zufolge soll Harold damals von einem Pfeil im Auge tödlich getroffen worden sein. William erreichte das Herz von Hastings standesgemäß mit der East Hill Cliff Railway - der steilsten Standseilbahn des Vereinigten Königreichs, die Gäste von der Klippe hinab in die Altstadt befördert.
Bei großer Hitze versammelten sich laut eines "The Standard"-Berichts gegen Mittag zahlreiche Schaulustige, um den Prinzen zu begrüßen. Es handele sich um seinen ersten Besuch in der Stadt, verriet er den Anwesenden. Den Kindern in der Menge empfahl er, sich im Meer zu erfrischen und "kräftig zu planschen".
Die Brüder gehen getrennte Wege
Harry verbrachte den Tag unterdessen rund 250 Kilometer entfernt. In Birmingham besuchte der Herzog von Sussex ein Kinderkrankenhaus, um das 20-jährige Jubiläum des Pflegeprogramms der Wohltätigkeitsorganisation WellChild zu feiern, deren Schirmherr er ist.
Seinen wohl auffälligsten Auftritt absolvierte William auf der Minigolfanlage Hastings Adventure Golf an der Strandpromenade. Dort hatte im Juni die Minigolf-Weltmeisterschaft 2026 stattgefunden. Besonders fasziniert zeigte sich der Royal von der legendären Windmühlen-Bahn, bei der man den Ball an rotierenden Flügeln vorbeispielen muss. Erst beim zweiten Versuch gelang ihm der Durchgang, insgesamt benötigte er drei Schläge für die Bahn.
Fünf Bahnen absolvierte William insgesamt, einen Teil davon im Duell mit Murray Thompson, einem der erfolgreichsten Minigolfer des Landes. Als dieser dreimal in Folge ein Hole-in-One erzielte, zollte ihm der Prinz Respekt: "Sie lassen es so leicht aussehen." Zu seinen eigenen Erfahrungen meinte er: "Wir haben schon ein paar Mal gespielt. Die Kinder lieben es." Augenzwinkernd fügte er hinzu, beim nächsten Mal lieber gegen Achtjährige antreten zu wollen, um seine Gewinnchancen zu verbessern.
William zeigt sich "zuversichtlich" vor dem WM-Viertelfinale
Zwei weitere Bahnen spielte er gemeinsam mit Jugendlichen der Hastingser Organisation XTrax, die sich für benachteiligte junge Menschen einsetzt. Zwischen den Schlägen unterhielt sich William ausführlich mit ihnen über ihr Leben und ihre Zukunftspläne, wünschte ihnen Erfolg bei der Jobsuche und versicherte, dass ihre Anliegen Gehör finden würden.
Zuvor war William zum Ehrenmitglied des "Winkle Club" ernannt worden - einer 1900 von lokalen Fischern ins Leben gerufenen Wohltätigkeitsorganisation. Als Symbol der Aufnahme erhielt er eine silberne Wellhornschnecke. "Das ist eine prächtige Wellhornschnecke. Ich werde gut auf meine Schnecke aufpassen", erklärte der Prinz.
Auch eine sportliche Einschätzung gab der Thronfolger ab. Auf das bevorstehende WM-Viertelfinale Englands gegen Norwegen angesprochen, entgegnete William mit einem Lächeln: "Ich bin zuversichtlich."