Prinz Harry verliert Prozess gegen "Daily Mail"-Herausgeber
Ein britisches Gericht hat am 7. Juli 2026 das Urteil im Verfahren von Prinz Harry (41) und sechs weiteren Klägern gegen Associated Newspapers Limited verkündet. Der mehrwöchige Prozess gegen den Herausgeber der "Daily Mail", der "Mail on Sunday" und des zugehörigen Online-Portals fand zwischen Januar und März 2026 statt. Das Ergebnis: Sämtliche Klagepunkte wurden abgewiesen, da die Kläger ihre Behauptungen nicht hätten beweisen können.
Neben dem Herzog von Sussex zählten auch Schauspielerin Liz Hurley (61), Popikone Elton John (79) sowie dessen Ehemann David Furnish (63) zu den Klägern. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Vorwürfe mutmaßlicher Verletzungen der Privatsphäre und angeblich illegaler Informationsbeschaffung. Zu den Vorwürfen gehörte, dass Privatdetektive beauftragt und Telefongespräche abgehört wurden. Die dabei erlangten Erkenntnisse seien mutmaßlich für Berichterstattung in den Printmedien und online verwendet worden.
Herzog von Sussex bleibt Beweise schuldig
Das Gericht musste beurteilen, ob die Kläger einen Zusammenhang zwischen bestimmten Artikeln und unrechtmäßiger Informationsbeschaffung nachweisen konnten. Laut Urteilsbegründung hätten Journalisten im Zeugenstand legitime Erklärungen für die Herkunft der in den umstrittenen Beiträgen enthaltenen Informationen geliefert. Die Kläger hätten nicht zweifelsfrei belegen können, dass illegale Methoden angewandt wurden. Alle Ansprüche wurden daraufhin zurückgewiesen.
Laut BBC räumte der zuständige Richter ein, dass bei vielen mutmaßlichen Eingriffen in die Privatsphäre durchaus Zweifel bestünden, wie die Journalisten an bestimmte Informationen gelangt seien. In einem Fall aus dem Jahr 2013, der Prinz Harry betrifft, führte der Richter sinngemäß aus: "Ich erkenne an, dass er den Artikel als übergriffig empfand und ernsthaft besorgt darüber war, wie Journalisten offenbar von privaten Informationen über seine Beziehungen wussten. Doch ein Verdacht - selbst ein verständlicher Verdacht - ist kein Beweis." Zudem seien einige der vorgebrachten Punkte bereits 20 bis 30 Jahre alt und damit verjährt.
Associated Newspapers feiert den Ausgang des Verfahrens derweil prominent auf der Startseite der "Daily Mail". Im Statement eines Sprechers heißt es sinngemäß: "Associated Newspapers begrüßt das heutige Urteil, das einen überwältigenden Sieg für die 'Daily Mail' und ihre Journalisten sowie für die Pressefreiheit im Allgemeinen darstellt." Von Prinz Harry liegt bisher keine Stellungnahme vor.