Prinz Harry verliert Prozess: 50 Millionen Pfund Kosten drohen
Prinz Harry (41) und sechs weitere Kläger sind vor Gericht gegen den Herausgeber der "Daily Mail", der "Mail on Sunday" sowie deren Onlineportal unterlegen. Wie britische Medien berichten, drohen dem Herzog von Sussex und seinen Mitstreitern nun erhebliche finanzielle Konsequenzen. Laut dem britischen "Guardian" könnten sich die Prozesskosten auf bis zu 50 Millionen Pfund belaufen - umgerechnet derzeit mehr als 58,5 Millionen Euro. Der Verlag Associated Newspapers Limited hat bereits signalisiert, eine Erstattung seiner Ausgaben einfordern zu wollen.
Neben Harry zählen auch Schauspielerin Liz Hurley (61), Musiklegende Elton John (79) und dessen Mann David Furnish (63) zu den Klägern, die möglicherweise für die Kosten aufkommen müssen. Ein Sprecher von Associated Newspapers erklärte laut der "Daily Mail"-Webseite, es habe sich um fehlgeleitete juristische Maßnahmen gehandelt, die "so viel wertvolle Zeit des Gerichts und mehr als 50 Millionen Pfund an rechtlichen Kosten verschwendet" hätten. Der Verlag wolle sich nun darum bemühen, offene Fragen zu klären, "einschließlich der Erstattung der Kosten", die auf Beklagtenseite angefallen seien.
Vorwurf der illegalen Informationsbeschaffung
Die Kläger um Prinz Harry hatten dem Medienunternehmen vorgeworfen, für Recherchen zu veröffentlichten Berichten mutmaßlich unrechtmäßig private Informationen beschafft zu haben. Es seien etwa der Einsatz von Privatdetektiven sowie das Abhören von Telefonen erfolgt. Die Beklagtenseite hatte die Anschuldigungen durchgehend bestritten.
Das Gericht hatte zu prüfen, ob die Kläger nachweisen konnten, dass veröffentlichte Artikel oder andere Vorfälle auf illegale Informationsbeschaffung zurückgingen. Zwischen Januar und März 2026 fand ein mehrwöchiger Prozess statt. Am 7. Juli wurde schließlich das Urteil verkündet. Alle Ansprüche wurden zurückgewiesen. Harry und den übrigen Klägern gelang es nicht, den Einsatz rechtswidriger Methoden zweifelsfrei nachzuweisen.
Für den Royal war dies bereits der dritte Rechtsstreit gegen britische Boulevardmedien in den vergangenen Jahren. Zunächst hatte er gegen den Verlag Mirror Group Newspapers (MGN) gewonnen und sich später mit diesem geeinigt sowie verbleibende Klagepunkte beigelegt. Anfang 2025 schloss Harry zudem einen Vergleich mit dem Verlag der "The Sun". Auch in diesen Fällen ging es um mutmaßlich illegale Recherchemethoden.