Prinz Harry: Teleprompter-Panne bei KI-Rede in New York
Eine ironische Wendung erlebte Prinz Harry (42) bei der Clinton Global Initiative in New York: Mitten in seinen Warnungen vor den Risiken moderner Technologien streikte sein Teleprompter. Der Herzog von Sussex referierte am Mittwoch über künstliche Intelligenz und deren potenzielle Gefahren für Kinder - bis das Gerät plötzlich seinen Dienst versagte...
Aufnahmen von CNN dokumentieren den Moment: Harry hatte soeben eindringlich betont, dass die technologische Entwicklung schneller voranschreite, als Gesellschaft und Wissenschaft reagieren könnten. Dann folgte eine lange Pause. Da auf dem Teleprompter offenkundig kein Text mehr erschien, musste der Royal seinen Vortrag abbrechen. Ein Sprecher des Herzogs bestätigte dem britischen "Independent" später eine Fehlfunktion des Teleprompter-Systems.
Herzog von Sussex setzt Vortrag nach 40 Minuten fort
Beendet war Harrys Ansprache damit jedoch nicht. Nach etwa 40 Minuten betrat der 42-Jährige erneut die Bühne, um den ausstehenden Teil nachzuliefern - und bewies dabei Schlagfertigkeit. "Die KI hat sich also in meine Rede eingeschlichen", witzelte er. Es sei aufschlussreich, "wovor sie im zweiten Teil solche Angst hatte".
Hinter dem kuriosen Vorfall verbarg sich jedoch ein ernsthaftes Anliegen. Harry mahnte bei seinem Auftritt vor allem vor möglichen Auswirkungen von KI und sozialen Medien auf Kinder und Jugendliche. Während soziale Netzwerke längst gelernt hätten, die Aufmerksamkeit der Menschen zu binden, dringe künstliche Intelligenz zunehmend in zwischenmenschliche Beziehungen vor, so der Royal.
Prinz Harry nimmt Tech-Konzerne in die Pflicht
Der Herzog von Sussex appellierte an Technologieunternehmen, mehr Verantwortung zu übernehmen und transparenter zu agieren. Zwar habe sich in den vergangenen Jahren beim Umgang mit möglichen Gefahren für Minderjährige einiges getan, angesichts der rasanten KI-Entwicklung reiche dies allerdings nicht aus.
Harry setzt sich bereits seit Längerem öffentlich mit dem Einfluss sozialer Medien und digitaler Technologien auf junge Menschen auseinander. Bei seinem Auftritt in New York verwies er dabei auch auf seine persönliche Perspektive als Vater seiner beiden Kinder Archie (7) und Lilibet (5).