Prinz Harry in London: Doku-Premiere mit Freund Misan Harriman
Prinz Harry (41) hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Rückkehr nach Großbritannien einen besonderen Termin wahrgenommen: Der Herzog von Sussex erschien zur Londoner Premiere des Dokumentarfilms "Shoot the People", um seinen langjährigen Wegbegleiter Misan Harriman (48) zu unterstützen.
Auf dem roten Teppich stellte sich Harry gemeinsam mit dem Fotografen und Filmemacher sowie Regisseur Andy Mundy-Castle und der Journalistin Afua Hirsch den Kameras. Harriman verbindet eine enge Freundschaft mit Harry und Herzogin Meghan (44). Bekannt wurde er vor allem durch seine Arbeiten für das Paar: 2021 hielt er die Verkündung von Meghans zweiter Schwangerschaft während der Corona-Pandemie fotografisch fest.
Die Dokumentation "Shoot the People" widmet sich Harrimans Schaffen als Fotograf und Sozialaktivist - und verdeutlicht, wie Protestbewegungen gesellschaftlichen Wandel zur Folge haben können. Regisseur Andy Mundy-Castle begleitet Harriman dabei auf Reisen um den Globus, wo dieser Aktivistinnen und Aktivisten porträtiert, die sich für Gleichstellung, Geschlechtergerechtigkeit, LGBTQ+-Rechte und ökologische Nachhaltigkeit stark machen. Interviews mit Menschen an vorderster Front verschiedener Bewegungen veranschaulichen, vor welchen Hürden Aktivismus heute steht - und mit welchen Ansätzen gesellschaftlicher Wandel vorangetrieben werden soll.
Fünf Tage Aufenthalt in der alten Heimat
Für Harry bedeutet der London-Besuch gleichzeitig eine Rückkehr in sein Heimatland - jedoch ohne seine Familie. Der Royal traf am Montagabend allein in Großbritannien ein. Seine Ehefrau Meghan sowie die gemeinsamen Kinder Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) blieben zu Hause.
Ursprünglich war offenbar vorgesehen, dass Meghan und die Kinder den Herzog begleiten. Für Archie und Lilibet hätte es die erste Reise nach Großbritannien seit 2022 bedeutet. Kurz vor dem Abflug wurde jedoch bekannt, dass Meghan und die beiden Kinder in Kalifornien bleiben. Ob sie zu einem späteren Zeitpunkt außerhalb Londons noch hinzustoßen, bleibt derzeit offen.
Hintergrund der Absage sind ungeklärte Fragen zum Personenschutz. Nach ihrem Rücktritt als arbeitende Mitglieder der Königsfamilie 2020 und dem Umzug nach Kalifornien verloren Harry und Meghan ihren automatischen Polizeischutz in Großbritannien. Seither bemüht sich der Herzog darum, diesen Schutz zurückzubekommen.
Archie erblickte 2019 in Großbritannien das Licht der Welt, Lilibet wurde 2021 in Kalifornien geboren. Die Heimat ihres Vaters besuchte sie bisher nur ein einziges Mal - 2022 anlässlich des Platinjubiläums von Queen Elizabeth II. (1926-2022).
Keine Übernachtung im Buckingham-Palast
Kurz vor Prinz Harrys Ankunft sorgte auch die Frage nach seiner Unterkunft für Wirbel. Nach zehn Tagen Hin und Her sei er am Samstagabend darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass er nicht mehr im Buckingham-Palast übernachten könne, wie die "Daily Mail" berichtet.
Als Grund sei angeführt worden, der Herzog habe zu lange gebraucht, um die Einladung des Königs anzunehmen. Harrys Sprecher reagierte mit deutlicher Kritik und warf dem Palast vor, das Angebot "im letzten Moment" zurückgezogen zu haben.
Trotz der Spannungen zwischen Harry und dem Königshaus soll er ein Treffen mit seinem Vater König Charles III. (77) anstreben. Der Monarch und Harry sollen Berichten zufolge beide an einem persönlichen Gespräch interessiert sein. Ob es während des Aufenthalts tatsächlich dazu kommt, ist allerdings noch unklar.
Harry wird voraussichtlich fünf Tage in Großbritannien verbringen. Sein Programm steht vor allem im Zeichen seiner langjährigen Wohltätigkeitsarbeit. Geplant ist unter anderem ein Besuch des Althorp-Anwesens in Northamptonshire, wo seine Mutter Prinzessin Diana (1961-1997) ihre letzte Ruhestätte fand. Zudem wird Harry in Birmingham erwartet, wo ein Jahr vor dem Start der Invictus Games 2027 ein entsprechender Countdown-Termin ansteht.