Prinz Harry besucht Kinderkrankenhaus Birmingham - ohne Meghan
Während König Charles III. (77) und Prinz William (44) am Donnerstag andernorts ihren Verpflichtungen nachkamen, stattete Prinz Harry (41) dem Kinderkrankenhaus in Birmingham einen Besuch ab. Der Herzog von Sussex ehrte dort das 20-jährige Bestehen des WellChild-Pflegeprogramms, dessen Schirmherrschaft er seit 18 Jahren innehat, wie unter anderem die britische "Daily Mail" berichtet.
Das Programm vermittelt spezialisierte Pflegefachkräfte an schwer und chronisch erkrankte Kinder. Diese begleiten junge Patienten mit komplexen Krankheitsbildern beim Verlassen der Klinik und unterstützen sie bei der Rückkehr ins häusliche Umfeld.
Gespräche mit jungen Patienten
Während seines Rundgangs durch die Stationen suchte Harry den Kontakt zu mehreren Kindern. Dem zwölfjährigen Bilal Mirza gab er zunächst die Hand, bevor er sich zu ihm setzte. Der Junge war nach einer Lungenentzündung an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden, da ein Lungenflügel versagt hatte. Mittels eines Tracheostomas und eines Sprechventils kann er sich mittlerweile wieder verständigen.
Ebenfalls ins Gespräch kam der Royal mit dem gleichaltrigen Alec Hill, begleitet von Mutter Kelly und Vater Stuart Hill. Der Zwölfjährige ist von einer seltenen Chromosomenstörung sowie einer seltenen Immunerkrankung betroffen. Aufgrund einer Hirnschädigung ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Als dritten jungen Patienten besuchte Harry den ebenfalls zwölfjährigen Wyatt Makwana, der mit einem Zwerchfellbruch geboren wurde. An seiner Seite befand sich Vater Brian Makwana.
Allein unterwegs ohne Meghan und die Kinder
Bereits am Montag war Harry in London angekommen. Herzogin Meghan (44) sowie die gemeinsamen Kinder Archie und Lilibet reisten aus Sicherheitsbedenken vorerst nicht mit. Sein fünftägiger Aufenthalt, der ihn nun nach Birmingham führte, markiert den Beginn des Ein-Jahres-Countdowns zu den nächsten Invictus Games, die ab dem 10. Juli 2027 in der englischen Stadt ausgetragen werden.
Juristische Schlappe für den Herzog
Überschattet wird die Reise von einer Niederlage vor Gericht. Am Dienstag wies ein Richter Harrys Klage gegen die "Daily Mail", die "Mail on Sunday" sowie deren Online-Plattform ab. Zu den Klägern zählten neben dem Herzog von Sussex unter anderem Schauspielerin Liz Hurley (61), Musik-Megastar Elton John (79) und dessen Ehemann David Furnish (63).
Auf Prinz Harry und seine Mitkläger könnten einem britischen Medienbericht zufolge nun erhebliche Kosten zukommen. Sie müssen mit Prozesskosten von bis zu 50 Millionen Pfund rechnen, schreibt der britische "Guardian". Das entspricht derzeit umgerechnet mehr als 58,5 Millionen Euro. Der Herausgeber Associated Newspapers Limited hat signalisiert, die entsprechenden Ausgaben erstattet haben zu wollen.
Charles und William mit eigenen Terminen
Während Harry in Birmingham weilte, statteten König Charles III. und Königin Camilla am Donnerstag dem Londoner Zoo einen Besuch ab. Prinz William hingegen zeigte sich bei einem Termin im südenglischen Hastings, wo er unter anderem mit lokalen Fischern zusammenkam.