Mette-Marit wird 53: So geht es ihr nach Lungentransplantation
Eine große Geburtstagsfeier zum 53. Geburtstag am 19. August steht für Kronprinzessin Mette-Marit nicht auf dem Programm: Gut zwei Monate nach ihrer Lungentransplantation befindet sich die norwegische Thronfolgerin weiterhin in der Genesungsphase. Bis sie wieder öffentliche Verpflichtungen übernehmen kann, werden noch mehrere Monate vergehen.
Intensive Betreuung und Trainingseinheiten für Kronprinzessin
Am 5. Juni wurde öffentlich bekannt, dass die Ehefrau von Kronprinz Haakon (53) auf der Warteliste für eine Spenderlunge stand. Ihr Gesundheitszustand hatte sich zuvor drastisch verschlechtert. Bereits 2018 war bekannt gegeben worden, dass Mette-Marit unter chronischer Lungenfibrose leidet. Die Erkrankung war mittlerweile derart fortgeschritten, dass ihr die Mediziner ohne neue Lungen nur noch etwa ein Jahr gegeben hätten.
Am 17. Juni folgte dann die erlösende Meldung über die erfolgreiche Operation. Etwa einen Monat später, am 14. Juli, gab das Königshaus ihre Entlassung aus der Klinik bekannt. Der Gesundheitszustand der Kronprinzessin sei den Umständen entsprechend gut, zitierte der Palast in einer Mitteilung Are Holm, Abteilungsleiter der Lungenabteilung des Rikshospitalet in Oslo.
Der Mediziner erläuterte zudem, dass Mette-Marit noch ein anspruchsvolles Programm bevorsteht, um wieder zu Kräften zu gelangen: "In den nächsten 6 Monaten wird die Kronprinzessin ein Training absolvieren und engmaschig betreut werden, um mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen und Infektionen frühzeitig zu erkennen."
Während der Rehabilitation keine offiziellen Aufgaben
Im Regelfall dauere es häufig etwa ein Jahr, bis sich der Zustand stabilisiere, so der Spezialist. Das Königshaus verkündete vor diesem Hintergrund, dass sich die Kronprinzessin, die ihren vorerst letzten öffentlichen Auftritt am Nationalfeiertag (17. Mai) mit Sauerstoffgerät absolviert hatte, auch weiterhin zurückziehen werde: "Es ist nicht vorgesehen, dass die Kronprinzessin während der Rehabilitationszeit offizielle Aufgaben wahrnimmt." Haakon hingegen werde "während dieser Zeit ein offizielles Programm haben", aber "Vorkehrungen treffen", um seiner Ehefrau auch künftig beistehen zu können. Zugleich muss er momentan auch seinen Vater König Harald (89) vertreten, der ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen ausfällt.
Der Palast hat sich in den vergangenen Monaten nur zu ausgewählten Zeitpunkten zum Befinden von Mette-Marit geäußert. Seit dem Eingriff gab es jedoch einige positive Zeichen. So wurden nach dem WM-Achtelfinale am 5. Juli erste Fotos seit der Operation veröffentlicht, auf denen die Kronprinzessin sehr entspannt wirkt. Ein Bild zeigte das Kronprinzenpaar während der Partie Norwegen gegen Brasilien auf dem Sofa mit umgelegten Fanschals. Auf einer weitere Aufnahme stehen die beiden am Fenster, von wo aus sie die jubelnde Menge vor dem Schloss beobachteten. Damals stellte eine Sprecherin jedoch klar, dass Mette-Marit noch weiter im Krankenhaus behandelt werde.
Haakon spricht von "langen Weg zur Besserung"
Kurz darauf reiste Haakon wieder ins Ausland und besuchte am 11. Juli in Miami das Viertelfinale gegen England. Obwohl Norwegen aus der WM 2026 ausschied, gab der Kronprinz ein zuversichtliches Update zu seiner Frau: "Zum Glück läuft es jetzt immer besser, worüber wir uns sehr freuen." Wenige Tage später, als Mette-Marit bereits wieder zuhause war, bekräftigte er bei einem Besuch in Krokstadelva laut "VG" erneut, dass sich die Lage bessere. Zugleich gab er jedoch zu bedenken: "Aber das ist erst der Anfang eines ziemlich langen Weges zur Besserung."
Bereits im offiziellen Statement zur Entlassung aus dem Krankenhaus am 14. Juli wurde Haakon mit den Worten zitiert: "Es ist eine große Erleichterung, die Kronprinzessin wieder zu Hause zu haben. Wir freuen uns alle sehr, dass die erste Phase so gut verlaufen ist." Weiter hieß es: "Obwohl wir wissen, dass ein langer Genesungsweg vor uns liegt und Komplikationen auftreten können, ist es ein sehr gutes Gefühl, so weit gekommen zu sein."
In der Mitteilung des Palastes bedankte sich Mette-Marit bei allen Menschen, die sich für eine Organspende entscheiden. "Es hat mir das Geschenk des Lebens gegeben und Worte reichen nicht aus, um auszudrücken, wie dankbar und demütig ich dafür bin." Einen besonderen Gruß richtete sie an "meine Fibromyalgie-Freunde": "Ihr seid in einer der schwierigsten Phasen meines Lebens einfach großartig gewesen. Mit Fibrose zu leben ist nichts für schwache Nerven und ich denke jeden Tag daran, wie stark ihr seid."
Wiedersehen mit verurteiltem Sohn Marius
Neben ihren eigenen gesundheitlichen Problemen überschatteten auch die schwerwiegenden Vorwürfe gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby (29), der aus einer früheren Beziehung stammt, die vergangenen Monate. Er befindet sich bereits seit Februar in Untersuchungshaft, am 3. Februar begann der Prozess am Bezirksgericht Oslo. Am 15. Juni wurde das Urteil gesprochen: Der 29-Jährige muss unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen, Körperverletzung und Misshandlung in einer engen Beziehung vier Jahre ins Gefängnis. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen. Da Høiby Teile des Urteils angefochten hat, ist es noch nicht rechtskräftig.
Seit dem 14. Juli darf er einen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum verbringen und hat dort vermutlich bereits Zeit mit seiner Mutter verbracht. Für Mette-Marit dürfte das Wiedersehen neben ihrer neuen Lunge das schönste Geschenk gewesen sein.