Margrethe von Dänemark: Ballondilatation am Herz nach Klinikeinweisung
Altkönigin Margrethe von Dänemark befindet sich nach einem Herzeingriff weiterhin im Kopenhagener Rigshospitalet. Wie der dänische Hof am Freitag mitteilte, erhielt die 86-Jährige nach ihrer Einlieferung am Donnerstag wegen Herzkrämpfen eine Ballondilatation an einer Koronararterie. "Ihre Majestät erholt sich gut", verkündete das Königshaus in seiner offiziellen Stellungnahme. Die ehemalige Monarchin werde jedoch noch einige Tage zur Beobachtung in der Klinik verbleiben.
Der dänische Begriff, den der Palast in seiner ersten Mitteilung am Donnerstag nutzte, entspricht dem medizinischen Fachausdruck Angina pectoris. Dabei handelt es sich um Beschwerden, die auftreten, wenn der Herzmuskel nicht genügend Sauerstoff erhält.
So funktioniert die Behandlungsmethode
Die durchgeführte Ballonangioplastie ist ein minimalinvasiver Eingriff. Dabei führen Mediziner einen Katheter mit einem kleinen Ballon in das verengte Blutgefäß ein. Durch das Aufblasen dieses Ballons wird die Arterie gedehnt, sodass das Herz wieder ausreichend sauerstoffreiches Blut erhält. Bei der Altkönigin war eine der Herzkranzarterien betroffen, die den Herzmuskel unmittelbar versorgen.
Herzleiden sind in der medizinischen Vorgeschichte der früheren Regentin neu. In der Vergangenheit plagten sie unter anderem Arthrose an Knien und Rücken sowie eine Krebserkrankung in den 1990er-Jahren. Eine umfangreiche Rückenoperation 2023 hatte sie letztlich dazu veranlasst, im Januar 2024 nach über 52 Jahren auf dem dänischen Thron abzudanken. Die Krone ging an ihren Sohn König Frederik X. (57).
Erst Ende April hatte Margrethe noch an den Festlichkeiten zum 80. Geburtstag von Schwedens König Carl XVI. Gustaf in Stockholm teilgenommen. Wie lange ihr Aufenthalt im Rigshospitalet dauern wird und welche weiteren Maßnahmen anstehen, teilte der Palast nicht mit. Im September 2024 war sie nach einem Sturz in der Kopenhagener Universitätsklinik versorgt worden, im Mai 2025 befand sie sich dort wegen einer Erkältung unter ärztlicher Aufsicht.