Königin Camilla besucht Winnie-Puuh-Wald zum 100. Jubiläum
Die Rückkehr von Prinz Harry (41) nach Großbritannien schlägt hohe Wellen, Königin Camilla (78) zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt. Am Dienstag machte sich die Gattin von König Charles (77) auf den Weg nach East Sussex, wo sie den Ashdown Forest besichtigte. Dieser Wald diente A. A. Milne seinerzeit als Vorlage für den "Hundertmorgenwald" in seinen berühmten "Winnie Puuh"-Erzählungen. Der Anlass für den Besuch war das 100-jährige Jubiläum der Erstausgabe von 1926, wie der Palast via Instagram mitteilte.
Gleichzeitig nahm Camilla ihre Rolle als Schirmherrin des Royal Literary Fund (RLF) wahr - der ältesten Literaturstiftung weltweit. In einem grünen Kleid mit Blattmotiven überquerte sie die legendäre "Poohsticks Bridge". Die Königin spielte sogar gemeinsam mit einigen Kindern das traditionelle "Pooh Sticks"-Spiel: Bereits Milne hatte hier einst mit seinem Sohn Christopher Robin Stöckchen von der Brücke geworfen, um zu sehen, welches zuerst auf der anderen Seite wieder erscheint.
Neuer "Queen's Walk" für Liebhaber
Auf der Agenda standen außerdem Treffen mit Kinderbuchautoren, darunter "Grüffelo"-Schöpferin Dame Julia Donaldson, sowie die Eröffnung eines neuen Wanderpfads mit dem Namen "Queen's Walk". Darüber hinaus besuchte Camilla das Denkmal für A. A. Milne und den Originalzeichner E. H. Shepard. Zeit fand sie auch für Gespräche mit Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfern und Schulkindern aus der Umgebung.
Zu ihrem Stiefsohn Prinz Harry verlor Camilla erwartungsgemäß kein Wort. Der Royal hält sich derzeit wieder in Großbritannien auf. Am Montag wohnte er in London der Premiere des Dokumentarfilms "Shoot the People" bei, einem Werk seines langjährigen Freundes, des Fotografen Misan Harriman.
Familienzusammenkunft mit Prinz Harry unwahrscheinlich?
Eigentlich sollten seine Frau Herzogin Meghan (44) sowie die gemeinsamen Kinder Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) ihn begleiten. Für den Nachwuchs hätte es die erste Reise nach Großbritannien seit 2022 bedeutet. Harry traf jedoch allein ein, wobei die Familie möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt nachkommen könnte. Im Hintergrund stehen offene Fragen zum Personenschutz: Nach dem Rücktritt des Paares von seinen royalen Pflichten im Jahr 2020 und dem Wegzug nach Kalifornien haben Harry und Meghan keinen automatischen Polizeischutz im Vereinigten Königreich mehr.
Auch die Übernachtungsfrage führte vorab zu Unstimmigkeiten: Am Samstagabend soll Harry laut "Daily Mail" erfahren haben, dass er nicht mehr im Buckingham-Palast übernachten dürfe. Er habe zu lange mit der Annahme der väterlichen Einladung gewartet. Harrys Sprecher dementierte dies und erhob den Vorwurf, der Palast habe das Angebot "im letzten Moment" widerrufen.
Ungeachtet der Spannungen strebt Harry offenbar ein Treffen mit König Charles III. an. Insgesamt fünf Tage will er in seiner Heimat verbringen. Geplant sind unter anderem ein Besuch am Grab seiner Mutter Prinzessin Diana (1961-1997) auf dem Familiensitz Althorp in Northamptonshire sowie ein Termin in Birmingham, wo im kommenden Jahr seine Invictus Games stattfinden werden.