König Charles III.: Schockierende Aussage nach Prinzessin Dianas Tod
Wenige Tage nach dem Tod von Prinzessin Diana (1961-1997) soll der heutige König Charles III. (77) eine erschütternde Äußerung über seine Ex-Frau getätigt haben. Dies behauptet jedenfalls Dianas Bruder Charles Spencer (62) in seinen neuen Memoiren "Swan Song: Diana, My Sister". Wie die britische "Daily Mail" vorab aus dem Buch zitiert, soll Charles in einem aufgeheizten Telefonat erklärt haben: "Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen."
Der Konflikt habe sich in den Tagen zwischen Dianas Ableben am 31. August 1997 und ihrer Trauerfeier am 6. September zugetragen. Streitpunkt war, ob ihre beiden Söhne, Prinz William (44) und Prinz Harry (42), seinerzeit 15 und 12 Jahre alt, hinter dem Sarg ihrer Mutter durch die Straßen Londons schreiten sollten.
Spencer führt dem Bericht zufolge aus, dass er die Teilnahme seiner Neffen vehement abgelehnt habe. Diana hätte nach seiner Überzeugung niemals gewollt, dass ihre Söhne einer derartigen öffentlichen Prüfung ausgesetzt würden. Nachdem Spencer seine Einwände einem Mitarbeiter des Palastes mitgeteilt hatte, soll ihn der damalige Prinz Charles kontaktiert haben.
Eskalation am Telefon
Charles habe während des Gesprächs unter anderem angeführt, dass er selbst nach dem Ableben seines Großonkels Lord Mountbatten (1900-1979) hinter dessen Sarg gegangen sei. Spencer habe dem laut seinen Memoiren entgegnet, dass Charles damals bereits 30 Jahre alt gewesen sei.
Das Telefonat sei immer hitziger geworden. Spencer schildert, Charles habe seinem Zorn freien Lauf gelassen und letztlich jene Worte ausgesprochen, die ihn bis heute nicht loslassen. Spencer deutet die Bemerkung in seinem Buch als Ausdruck von Charles' damaliger Geringschätzung für Diana und seines Unverständnisses angesichts der weltweiten Trauer nach ihrem Tod. Es handelt sich dabei um Spencers persönliche Darstellung und Interpretation des nahezu 30 Jahre zurückliegenden Telefonats.
Er selbst sei von der Aussage so überrumpelt gewesen, dass er zunächst einige Sekunden sprachlos geblieben sei. Schließlich habe er Charles lediglich erwidert: "Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast", und den Hörer aufgelegt.
William und Harry in der Trauerprozession
Letztlich nahmen William und Harry an dem Trauerzug teil. Zusammen mit ihrem Vater Charles, ihrem Großvater Prinz Philip (1921-2021) und Charles Spencer schritten sie hinter Dianas Sarg zur Westminster Abbey.
William erläuterte später in der BBC-Dokumentation "Diana, 7 Days" aus dem Jahr 2017, es sei eine gemeinsame Familienentscheidung gewesen. Spencer hingegen hatte bereits früher öffentlich erklärt, dass er insbesondere den damals erst zwölfjährigen Harry nicht in der Prozession habe sehen wollen.
Der Buckingham-Palast hat mittlerweile auf Spencers Darstellung reagiert. Grundsätzlich kommentiere man Bücher nicht, teilte ein Sprecher laut "The Sun" mit. König Charles sei sich jedoch bewusst, dass der Schmerz um ein verstorbenes Geschwister die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und auch viele Jahre später die Erinnerung verzerren könne.