König Charles III. fährt Kampfpanzer beim Royal Tank Regiment
Ein ungewöhnlicher Anblick: König Charles III. (77) hat sich beim Familientag des Royal Tank Regiment selbst hinter die Panzerung gesetzt. Der Monarch besuchte das Regiment zum ersten Mal, seit er 2023 nach dem Ableben seiner Mutter zum Ehrenoberhaupt (Colonel-in-Chief) ernannt wurde, wie die BBC berichtet.
Die Anfahrt erfolgte stilecht: In einem historischen Rolls-Royce-Panzerwagen von 1920 rollte der König im Panzermuseum von Bovington in der Grafschaft Dorset vor. Das Fahrzeug trägt royale Geschichte - bereits 1997 nutzte Queen Elizabeth II. (1926-2022) denselben Wagen, damals anlässlich des 80. Jahrestags der Schlacht von Cambrai.
Vom nostalgischen Charme des historischen Gefährts zeigte sich Charles jedoch wenig beeindruckt. Auf seine Einschätzung zu dem Wagen angesprochen, witzelte der Monarch, dieser sei "sehr langsam".
Von den Anfängen bis zur modernen Drohnentechnik
Während seines Rundgangs durch das Museum erhielt der König in der "Tank Story Hall" Einblicke in die Panzergeschichte vom Ersten Weltkrieg bis heute. Charles traf vier ehemalige Ehren-Regimentschefs und zeichnete auf dem Appellplatz Soldaten mit Orden aus - darunter Ehrungen für den Einsatz "Operation Cabrit" in Estland sowie Auszeichnungen für langjährige und verdienstvolle Dienste. Auch den Familienangehörigen des Regiments widmete er Zeit.
Anschließend wurde es technisch: Charles inspizierte den Challenger 3, den modernsten Kampfpanzer der britischen Streitkräfte, und ließ sich aktuelle Entwicklungen wie 3D-gedruckte Ausrüstung und Drohnen präsentieren. Als Höhepunkt des Besuchs steuerte der Monarch - ausgestattet mit Helm und auf dem Kommandantensitz platziert - einen Challenger durch die Arena des Museums.
Hinter den Kulissen: Eklat um Harrys Übernachtung
Dass der König seine offiziellen Termine an diesem Tag so unbeschwert wahrnahm, verdient Beachtung, denn zeitgleich entfaltete sich ein familiärer Konflikt. Wie "The Sun" berichtet, hatte Charles seinem Sohn Prinz Harry (41) für dessen Aufenthalt in Großbritannien ursprünglich eine Unterkunft im Buckingham Palace zugesagt. Kurz vor dessen Eintreffen am Montag (6. Juli) zog der König das Angebot jedoch überraschend zurück.