König Charles' Brief: Das verärgert Harry und Meghan
Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (43) sollen mit der Wortwahl im Brief von König Charles (77) unzufrieden sein. Statt als "Privatpersonen" möchten die Sussexes offenbar lieber als "Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" bezeichnet werden. Das berichten britische Medien, nachdem der Monarch den Status seines Sohnes und dessen Ehefrau offiziell klargestellt hat.
Das Herzogenpaar habe dem Vernehmen nach Bedenken bezüglich der Formulierungen in dem brisanten Schreiben geäußert. Darin unterstrich Charles erneut, dass Harry und Meghan keine aktiven Mitglieder des Königshauses mehr sind.
Widerspruch zum Megxit?
Wie unter anderem "The Sun" mit Verweis auf anonyme Insider schreibt, hätten die beiden es bevorzugt, als "Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" zu gelten. Die Formulierung des Königs, ihr Status sei "vergleichbar mit der von Privatpersonen", missfalle ihnen demnach.
Diese Forderung erscheine bemerkenswert, analysiert das Blatt. Schließlich sei die Grundidee des "Megxit" im Jahr 2020 gewesen, dass sich Harry und Meghan vom royalen Leben distanzieren und mehr Privatsphäre genießen wollten.
Der "Telegraph" berichtete ebenfalls über das königliche Schreiben: "Der Herzog soll insbesondere Einwände gegen die Vorstellung gehabt haben, dass das Paar als Privatpersonen behandelt werden solle." Die Sussexes würden die Bezeichnung "Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" vorziehen und wünschten sich eine Bestätigung, "dass sie auf persönlicher Ebene weiterhin Mitglieder der königlichen Familie bleiben, obwohl sie keine öffentlichen Mittel mehr erhalten."
Sussexes von der Veröffentlichung überrumpelt
Nach Versand des Palast-Statements hatten Prinz Harry und Herzogin Meghan bereits Stellung bezogen. Ein Sprecher des Paares teilte mit, beide seien etwas überrascht gewesen, nicht vorher informiert worden zu sein. Palastkreise sollen dem laut Medienberichten widersprechen - Harry und Meghan hätten von dem am Montagnachmittag versendeten Brief gewusst, bevor er veröffentlicht wurde.
Laut BBC-Informationen bezieht sich die Überraschung darauf, dass dem Paar, das seit kurzem wieder in England wohnt, kaum Reaktionszeit blieb. Das Dokument soll ihnen etwa eine Stunde vorgelegen haben, ehe es an die Presse ging. Als Harrys Mitarbeiter den Prinzen kontaktierten, habe die Veröffentlichung bereits unmittelbar bevorgestanden.
Parallel dazu steht eine Entscheidung mit konkreten Auswirkungen für die Familie an. In dieser Woche tagt ein Ausschuss mit Vertretern des Innenministeriums, um über den staatlich finanzierten Personenschutz der Sussexes in Großbritannien zu beraten. Zuständig ist das Royal and VIP Executive Committee, kurz Ravec, das die Sicherheit von Royals und Personen des öffentlichen Lebens regelt. Harry hatte mehrfach bemängelt, in seiner Heimat keinen ausreichenden Schutz zu genießen.
Schreiben bestätigt bekannten Status
Das Dokument wurde im Namen des Königs vom Lord Chamberlain verfasst, dem höchsten Beamten des königlichen Haushalts. Empfänger waren nach Palastangaben Harrys Berater, Ministerien, Militärvertreter sowie die Lord Lieutenants, die den Monarchen in den Grafschaften repräsentieren und oft bei royalen Terminen mitwirken.
Inhaltlich ändert sich nichts: Die Titel als Königliche Hoheit bleiben weiterhin ruhend, das Paar gilt als privat. Öffentliche Auftritte der Sussexes finden in persönlicher Funktion statt, die Royal Family vertreten sie dabei nicht. Der Brief nimmt Bezug auf das Sandringham-Abkommen von 2020, das einen Kompromiss mit halb offiziellen Aufgaben und eigenen geschäftlichen Interessen ausgeschlossen hatte.
Wörtlich steht in dem Schreiben, es sei bekannt, dass der Herzog und die Herzogin im Januar 2020 ihre repräsentativen Pflichten aufgegeben hätten und keine arbeitenden Mitglieder der Königsfamilie mehr seien. Ihr wohltätiges Engagement sei eine private Angelegenheit. Zu Sicherheitsfragen im Alltag verweist das Dokument auf die zuständigen Polizeibehörden.