Kevin Keegan tot: Prinz William trauert um Fußball-Legende
Prinz William (44) hat öffentlich um Kevin Keegan (1951-2026) getrauert. Der britische Thronfolger äußerte sich via X-Account des Kensington-Palasts und bezeichnete den verstorbenen Fußballer und Coach als einen Menschen, der Generationen inspiriert habe. Die Todesnachricht war zuvor bekannt geworden - Keegan wurde 75 Jahre alt.
Incredibly saddened to hear of the passing of Kevin Keegan. A truly remarkable footballer and manager who inspired generations with his talent, passion and love of the game. Above all, he will be remembered as a kind and generous man. Our thoughts are with his family and all who… https://t.co/h0h6va4OIr
— The Prince and Princess of Wales (@KensingtonRoyal) July 20, 2026
"Zutiefst betrübt, vom Tod Kevin Keegans zu hören", verfasste der älteste Sohn von König Charles III. (77). Keegan sei ein "bemerkenswerter Fußballer und Trainer" gewesen, dessen Talent, Leidenschaft und Hingabe zum Sport Generationen mitgerissen habe, führte William aus. "Vor allem wird man sich an ihn als einen freundlichen und großzügigen Menschen erinnern. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihn kannten." Seine Nachricht unterzeichnete William schlicht mit "W".
Keegan verlor Kampf gegen den Krebs
Die Nachricht vom Ableben Keegans hatte seine Familie verbreitet. "Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass Kevin Keegan im Alter von 75 Jahren verstorben ist", hieß es in einem Statement, das unter anderem Sky Sports vorliegt. Der einstige Nationalspieler und -trainer habe gegen den Krebs gekämpft und sei in seinen letzten Momenten von seiner Ehefrau und seinen Töchtern umgeben gewesen. "Kevin, zweifacher Gewinner des Ballon d'Or, war ein sehr geliebter Ehemann, Vater und Großvater. Die Familie möchte sich bei Kevins großartigem medizinischen Team für all die Unterstützung bedanken. Dies ist eine äußerst schwere Zeit, und sie bitten um Rücksichtnahme und Privatsphäre", so die weitere Erklärung der Angehörigen.
Zu Jahresbeginn hatte Keegan seine Krankheit publik gemacht. Bei einem Auftritt vor einigen Monaten offenbarte der frühere englische Nationalcoach, dass er an Krebs im vierten Stadium erkrankt sei. Dieses fortgeschrittene Stadium bedeutet generell, dass der Krebs bereits Metastasen gebildet hat.
Erfolge mit dem Hamburger SV
Während seiner aktiven Laufbahn holte Keegan drei englische Meistertitel mit dem FC Liverpool, wo er von 1971 bis 1977 unter Vertrag stand. Außerdem feierte der Klub mit ihm zwei UEFA-Cup-Siege, den FA Cup sowie 1977 den Triumph im Europapokal der Landesmeister. Für den Verein von der Anfield Road traf er 100 Mal in 323 Begegnungen.
Zwischen 1977 und 1980 spielte er für den HSV, wurde 1979 deutscher Meister, erreichte das Finale im Landesmeisterpokal - und sicherte sich 1978 sowie 1979 zwei Mal hintereinander den Ballon d'Or. Für die Bundesliga bedeutete dieser Transfer damals eine Sensation, für Keegan der Nachweis, dass er auch außerhalb Englands überzeugen konnte.
Nach seiner Rückkehr auf die Insel schlossen sich Southampton und letztlich Newcastle als Spielerstationen an, wo er in 85 Partien 49 Treffer markierte.
Kevin Keegans Weg als Trainer
1992 kam er als Coach zum St. James' Park zurück - zu einer Mannschaft am Rande des Abgrunds. Keegan bewahrte Newcastle vor dem Abstieg aus der zweiten Liga, führte das Team in der darauffolgenden Saison in die Premier League und mischte 1995/96 überraschend im Titelrennen mit. Die Magpies lagen zeitweise mit zwölf Zählern Vorsprung vor Manchester United. Am Ende landeten sie mit vier Punkten Rückstand auf Platz zwei.
Danach übernahm er Fulham, bekleidete zwischen 1999 und 2000 das Amt des Nationaltrainers und trat wenige Minuten nach der 0:1-Niederlage gegen Deutschland im letzten Länderspiel im alten Wembley-Stadion zurück.
"Rest in Peace, King Kev"
Die Anteilnahme aus dem englischen Fußball folgte prompt. Newcastle United teilte mit, man habe eine der prägendsten und beliebtesten Persönlichkeiten der Vereinshistorie verloren. Keegan sei mehr als ein Spieler und Trainer gewesen - über Generationen hinweg sei er "das schlagende Herz" des Klubs gewesen. Seine Verbundenheit mit dem Nordosten Englands, die in der Herkunft seines Vaters Joe wurzelte, sei authentisch und beständig gewesen. Der Verein beendete sein Statement mit den Worten: "Rest in Peace, King Kev", übersetzt: "Ruhe in Frieden, König Kevin."
Ebenso kondolierte der frühere englische Nationalstürmer Alan Shearer laut Sky Sports: "Mein Held. Mein Trainer. Mein Freund. Ruhe in Frieden, Boss."