Harry & Meghan: König Charles untersagt royale Aufgaben offiziell
König Charles (77) hat unmissverständlich klargestellt: Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) sind in Großbritannien nicht berechtigt, offizielle königliche Aufgaben wahrzunehmen. Ein entsprechendes Schreiben wurde vom Lord Chamberlain, dem ranghöchsten Beamten des Palastes, im Auftrag des Monarchen versandt. Die BBC berichtete über den Inhalt des Briefes.
Das Dokument richtet sich Palastkreisen zufolge, auf die sich die BBC bezieht, nicht ausschließlich an das Team von Harry. Auch Regierungsbehörden, Militärvertreter sowie die Lord Lieutenants erhielten das Schreiben. Diese fungieren als Repräsentanten des Königs in den Grafschaften und begleiten üblicherweise royale Besuche.
Termine nur noch als Privatpersonen möglich
Die zentrale Aussage des Briefes: Sämtliche Termine, die das Paar wahrnimmt, erfolgen in privater Funktion. Harry und Meghan handeln dabei nicht im Namen der Königsfamilie. Die Anrede HRH - His und Her Royal Highness - bleibt ihnen weiterhin untersagt, sie werden als Privatpersonen geführt.
Die BBC wertet das Schreiben als Klarstellung. Besuche der Sussexes sollen demnach nicht als offizielle royale Termine interpretiert werden. Im Herbst werden öffentliche Auftritte des Paares erwartet, das im vergangenen Monat gemeinsam mit den Kindern Archie und Lilibet aus Kalifornien zurückgekehrt ist. Vermutlich werden dabei auch eigene wohltätige Projekte im Mittelpunkt stehen.
Sandringham-Vereinbarung bleibt bestehen
Der König unterstreicht in dem Schreiben, dass die 2020 geschlossene Übereinkunft weiterhin gültig ist. Das sogenannte Sandringham-Abkommen schloss eine Teilzeit-Lösung aus, bei der Harry und Meghan nur partiell von ihren Pflichten zurückgetreten wären. Eigene geschäftliche Interessen und gleichzeitige Aufgaben für die Krone seien nicht miteinander zu vereinbaren.
"Es ist allgemein bekannt, dass der Herzog und die Herzogin im Januar 2020 von repräsentativen Aufgaben im Namen des Souveräns zurückgetreten sind und keine arbeitenden Mitglieder der königlichen Familie mehr sind", heißt es in dem Schreiben. Zudem wird betont: "Die wohltätige Arbeit des Herzogs und der Herzogin ist eine persönliche Angelegenheit der beiden und wird in ihrer privaten Eigenschaft ausgeübt."
Ungeklärt bleibt hingegen der Konflikt um den Personenschutz. Prinz Harry hat mehrfach kritisiert, in Großbritannien keinen ausreichenden Polizeischutz zu erhalten. Der Brief verweist diese Thematik weiter: "Alle operativen Sicherheitsfragen sollten weiterhin an die zuständigen Polizeibehörden gerichtet werden." Laut Palastangaben ist das Gremium Ravec zuständig, das über den Schutz von Mitgliedern der Königsfamilie und Personen des öffentlichen Lebens entscheidet.