Gloria Steinem gestorben: Herzogin Meghan trauert um Mentorin
Der Tod von Gloria Steinem (1934-2026) hat Herzogin Meghan (45) zutiefst bewegt. Die bekannte US-Feministin und Journalistin verstarb am Mittwoch im Alter von 92 Jahren in ihrem Heim in New York. Sie sei friedlich im Beisein nahestehender Menschen eingeschlafen, gab ihre Stiftung bekannt.
Die Herzogin verabschiedet sich nun mit sehr persönlichen Worten von der Frauenrechtsikone. Auf Instagram postete sie mehrere gemeinsame Bilder. Auf einem der Fotos ist auch ein gerahmtes Bild von Gloria Steinem mit Meghans Sohn Prinz Archie (7) zu erkennen. Untermalt wurde der Beitrag mit dem Dolly-Parton-Song "Just Because I'm a Woman".
"Meine Freundin und Mentorin"
"Ich feiere das Leben und Vermächtnis meiner Freundin und Mentorin Gloria Steinem", leitet Meghan ihren Beitrag ein. Sie sei dankbar zu wissen, dass Steinem in ihren letzten Wochen und Tagen genau gespürt habe, "wie geliebt und bewundert sie war".
Die Aktivistin habe die Welt für Frauen und alle Menschen mitgestaltet, führt Meghan aus. Eine besondere Verbundenheit empfand sie mit einem Satz, den Steinem ihr immer wieder mitgegeben habe: "Wir sind verbunden, nicht hierarchisch angeordnet."
Auch ein Armband erinnert die Herzogin an diese Botschaft. Steinem habe es ihr geschenkt, die Worte seien darauf eingraviert. "Ich trage es noch immer mit Stolz", erklärt Meghan.
Gemeinsamer Einsatz für Frauenrechte
Meghan und Steinem zeigten sich in den vergangenen Jahren mehrfach gemeinsam in der Öffentlichkeit. Die beiden lernten sich 2020 kennen. Meghan und Prinz Harry waren damals nach Kalifornien gezogen, wo auch Steinem lebte. Aus einem öffentlichen Gespräch über Frauenrechte und politische Teilhabe entstand eine enge Freundschaft.
Im Sommer 2020 sprachen Meghan und Steinem in einem Interview über die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl und die Bedeutung politischer Beteiligung. Die beiden beließen es nicht beim Gespräch, sondern telefonierten gemeinsam mit Menschen, um sie zur Stimmabgabe zu motivieren.
Steinem wurde Teil von Meghans Familie
In ihrem Instagram-Post verdeutlicht Meghan, wie eng das Verhältnis der beiden Frauen tatsächlich geworden war. "Privat war sie noch viel besser, als man es sich vorstellen könnte", schreibt sie. Steinem habe Thanksgiving mit ihrer Familie gefeiert. Zudem habe sie Meghan mit einer ihrer besten Freundinnen zusammengebracht - und sei dabei "für immer eine Verfechterin weiblicher Freundschaft" gewesen.
Besonders berührend ist Meghans Erinnerung an Steinems Beziehung zu ihren Kindern. Die Feministin habe ihre Kinder "mit ganzem Herzen geliebt". Auch in schwierigen Zeiten habe Steinem Meghan beigestanden. Sie habe ihr Ratschläge erteilt und ihr mit einer Tasse Tee, außergewöhnlicher Lebenserfahrung, viel Humor und einer unvergleichlichen Frechheit und Schlagfertigkeit neue Perspektiven eröffnet.
Eine besondere Anekdote von Meghan
Eine Geschichte über Steinem liegt Meghan besonders am Herzen. Die Aktivistin sei eines Tages in New York unterwegs gewesen, als eine Frau voller Bewunderung auf sie zugekommen sei. Sie habe Steinem ihre junge Tochter vorstellen wollen und sich zugleich dafür entschuldigt, dass das Mädchen möglicherweise gar nicht wisse, wer Steinem sei. Deren Antwort laut Meghan: "Es spielt keine Rolle, ob sie weiß, wer ich bin. Wichtig ist, dass sie weiß, wer SIE ist."
Abschließend richtet Meghan ihre Worte direkt an ihre verstorbene Freundin: "Ruhe in Frieden und ruhe in Stolz. Schau dir an, was du für uns alle getan hast. Danke."
Gloria Steinem zählte zu den einflussreichsten Stimmen der US-amerikanischen Frauenbewegung. Als Journalistin erlangte sie bereits in den 1960er-Jahren Bekanntheit. Später avancierte sie zu einer der bedeutendsten Figuren des Feminismus in den USA und war Mitbegründerin des feministischen Magazins "Ms.".
Über Jahrzehnte kämpfte sie für die Gleichstellung von Frauen, reproduktive Rechte und politische Teilhabe. Darüber hinaus war sie an der Gründung mehrerer feministischer Organisationen beteiligt. 2013 verlieh ihr US-Präsident Barack Obama die Presidential Medal of Freedom, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der Vereinigten Staaten.