Charles Spencer: Medien hetzen gegen Sussexes wie gegen Diana
Earl Spencer (62) zeigt sich besorgt über die mediale Behandlung seines Neffen Prinz Harry (42). Der Bruder von Prinzessin Diana (1961-1997) erklärte in einem BBC-Interview, der Umgang mit den Sussexes "erinnere" ihn an die Art, wie die Presse einst seine Schwester Diana behandelt habe.
Das Interview, das am Sonntagabend gesendet werden soll, enthält "bbc.com" zufolge deutliche Kritik: Spencer bezeichnete die Berichterstattung über Harry und dessen Frau Herzogin Meghan (45) als schwere Bürde und betonte, es sei "die Pflicht der Menschen, aus Dianas Beispiel zu lernen".
"Wirklich, wirklich unangenehm"
Der Earl führte aus, wer einen Boulevardartikel über Diana oder über Harry und Meghan lese, erkenne schnell, dass dies "wirklich, wirklich unangenehm" sein könne. "Und ich denke, die Menschen wären wirklich in der Pflicht, aus Dianas Beispiel zu lernen." Zudem ergänzte er: "Ich bin nicht hier, um für Harry und Meghan zu sprechen, aber für jeden, der täglich auf diese Weise fertiggemacht wird, muss das ein regelrecht krebsartiger Einfluss auf sein Leben sein."
Prinzessin Diana stand bis zu ihrem tödlichen Autounfall in Paris am 31. August 1997 unter enormem medialen Druck. Ihr Bruder betonte nun, Diana sei durch die Berichterstattung "wirklich niedergeschlagen" gewesen. Es stimme ihn traurig, "Anklänge davon" in den Berichten über Harry und Meghan wiederzuerkennen. Die Sussexes, die Ende August aus den USA nach Großbritannien zurückgekehrt sind, pflegen seit langem ein gespanntes Verhältnis zur britischen Boulevardpresse.
Earl Spencer attackiert den Monarchen
Spencer äußerte sich auch zu König Charles (77) und zur Reaktion des Buckingham-Palasts auf brisante Enthüllungen aus seinem neuen Buch. Wie die "Daily Mail" vorab aus dem Werk berichtete, behauptet der 62-Jährige in "Swan Song: Diana, My Sister", Charles habe bei einem Telefonat über Dianas Beerdigung im Streit gesagt: "Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen."
Der Buckingham-Palast reagierte nach Bekanntwerden der Buchpassage auf Spencers Schilderung. Man kommentiere Bücher grundsätzlich nicht, so ein Sprecher laut "The Sun". König Charles sei sich allerdings bewusst, dass der Schmerz über ein verstorbenes Geschwister die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und selbst nach vielen Jahren die Erinnerung verzerren könne.
Gegenüber "The Mail on Sunday" kommentierte Spencer das Palast-Statement: "Das war erstaunlich provokativ und ein Schlag unter die Gürtellinie, denn damit wurde im Grunde versucht zu behaupten, ich hätte gelogen, ohne dass der König meine Aussage widerlegen konnte. Außerdem fand ich, dass es eine ziemlich schlechte Nachahmung des Zitats 'Erinnerungen können variieren' war, das eine viel elegantere Art war, die Dinge auszudrücken, unter diesen Umständen aber völlig fehl am Platz war." Spencer spielt damit auf die Reaktion von Queen Elizabeth II. (1926-2022) auf die Rassismusvorwürfe von Prinz Harry und Herzogin Meghan im Jahr 2021 an.