Milli-Vanilli-Star Fab Morvan zieht sich von Trump-Event zurück
Beim geplanten "Freedom 250"-Konzert, das anlässlich des 250. Jahrestags der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung stattfinden soll und mit Unterstützung aus dem Umfeld der Trump-Administration organisiert wird, reißen die Absagen von Künstlern nicht ab. Immer mehr der ursprünglich angekündigten Acts ziehen sich zurück - nun auch Fab Morvan (60) von Milli Vanilli.
Morvan bestätigte seine Entscheidung gegenüber CNN und erklärte, er habe zunächst keine politische Richtung hinter dem Event erkannt. Er sei davon ausgegangen, dass es sich um ein unpolitisches Nostalgie-Konzert handle, das Menschen zusammenbringen und musikalische Erinnerungen feiern solle. "Ich war dort, um die Leute zu vereinen, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und eine gute Zeit zu haben", sagte er.
Doch die Situation änderte sich im Verlauf der Woche deutlich. Nachdem bereits weitere Künstler ihre Teilnahme zurückgezogen hatten, wuchs auch bei Morvan die Unsicherheit. Besonders der Rückzug von Young MC habe bei ihm Fragen aufgeworfen. "Ich dachte: Was wissen die, was ich nicht weiß?", so Morvan. Kurz darauf sei für ihn klar gewesen, dass sich das Projekt in eine Richtung entwickelt habe, die nicht mehr zu seiner ursprünglichen Zusage passe. "Das ist nicht das, wofür ich unterschrieben habe", erklärte er und zog seine Konsequenz: keine Teilnahme am 26. Juni.
Viele Absagen von Künstlern
Morvan ist nur einer von vielen prominenten Namen, die sich inzwischen distanziert haben. Auch Martina McBride, Bret Michaels, Morris Day, Young MC sowie The Commodores haben ihre Auftritte abgesagt. Laut mehreren Berichten gaben einige Artists an, im Vorfeld nicht ausreichend über den Charakter oder mögliche politische Einbettungen der Veranstaltung informiert worden zu sein.
Trotz der Welle an Absagen soll das Konzert weiterhin stattfinden. Im Line-up verbleiben unter anderem Vanilla Ice sowie C+C Music Factory - allerdings deutlich reduziert im Vergleich zur ursprünglich angekündigten Besetzung.