Marc Johnson: Skate-Ikone stirbt mit 49 Jahren
Marc Johnson (1976-2026) ist tot. Der einflussreiche amerikanische Profi-Skateboarder starb im Alter von 49 Jahren. Sein enger Freund und Skateboard-Kollege Louie Barletta verkündete die traurige Nachricht in einem X-Beitrag des "Thrasher Magazine".
As I write this, the reality still hasn’t fully set in. It was less than a month ago that Marc came to San Jose to hang out. He was sober, healthy, and full of life. We had a blast reminiscing about the old days. He seemed genuinely excited about the future. He even extended his… pic.twitter.com/1eVrg3lmLG
— Thrasher Magazine (@thrashermag) May 27, 2026
Johnson sei "einer der talentiertesten und kreativsten Menschen, die jemals auf einem Skateboard gestanden haben - auf und abseits des Boards", schrieb Barletta in seinem Beitrag. Barletta hatte Johnson weniger als einen Monat vor dessen Tod noch persönlich in San Jose besucht. Er habe ihn damals "nüchtern, gesund und voller Lebensfreude" erlebt, schreibt Barletta in seinem Statement. Eine Todesursache wird in dem Social-Media-Beitrag nicht genannt.
Ein Junge aus dem Trailerpark, der die Welt veränderte
Wer Marc Johnson war, lässt sich nicht in Zahlen oder Titeln fassen. Barletta beschreibt ihn als einen Jungen aus einfachen Verhältnissen in North Carolina, der in einem Trailer am Ende einer Straße aufgewachsen war. Und doch wurde dieser Junge zu einer der prägendsten Figuren im Skateboarding.
Barletta erinnerte daran, wie er Johnson schon als Teenager kennengelernt hatte - und dann beobachten durfte, wie er sämtliche seiner Skateboard-Träume wahr machte. Der absolute Höhepunkt seiner aktiven Karriere kam im Jahr 2007: Das "Thrasher Magazine" - die Bibel der Skateboarding-Welt - kürte Marc Johnson zum "Skater of the Year". Die Auszeichnung bedeutet in der Szene so etwas wie den Oscar.
Kampf mit seinen Dämonen
Louie Barletta fand für seinen verstorbenen Freund bewegende Worte. Johnson sei "ein Genie und eine zerrissene Seele" gewesen, erklärt er. Das Leben von Marc Johnson verlief nicht geradlinig. In einem Interview mit dem "Jenkem Magazine" aus dem Jahr 2013 sprach Johnson offen über eine schwere Phase von Alkoholismus in seiner Vergangenheit und zeigte sich dankbar für seinen Weg in die Nüchternheit.