Sicherste Städte der Welt 2027: Deutsche Großstadt rutscht in Reiseranking ab
Ob Sightseeing, Shopping oder ein entspannter Spaziergang am Wasser: Wer eine Städtereise plant, möchte sich am Urlaubsort möglichst sicher fühlen. Welche Städte bei Reisenden besonders gut abschneiden, zeigt das aktuelle Ranking "Safest Cities in the World for Travelers 2027" von Berkshire Hathaway Travel Protection.
Die Überraschung: Montréal erobert den ersten Platz und macht damit einen gewaltigen Sprung nach vorn. Im Vorjahr lag die kanadische Metropole noch auf Rang 16. Dagegen rutscht Berlin immer weiter ab. War die Hauptstadt 2025 noch auf Platz neun und im Vorjahr auf Platz 21, so findet sie sich in diesem Jahr nur auf Platz 26 wieder.
Platz 1: Montréal - entspannt durch die Stadt
Mit 82,18 Punkten sichert sich Montréal die Spitzenposition. Ein entscheidender Faktor ist die vergleichsweise niedrige Kriminalitätsrate. Hinzu kommen überzeugende Bewertungen der einzelnen Stadtviertel: Bei GeoSure erreichen diese regelmäßig Werte im oberen 80er-Bereich. Das ist bemerkenswert, denn bereits Werte im oberen 70er-Bereich gelten dort als außergewöhnlich gut. Auch die Tatsache, dass Kanada im Ranking der sichersten Länder für US-amerikanische Reisende ganz vorne liegt, dürfte zum guten Ergebnis beitragen.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt der Verkehr: Brücken, Baustellen und das komplexe Straßennetz können die Fortbewegung erschweren. Für einen entspannten Aufenthalt empfiehlt es sich daher, etwas zusätzliche Zeit einzuplanen.
Platz 2: Zürich - Schweizer Gelassenheit
Mit 81,03 Punkten landet Zürich auf dem zweiten Platz und verbessert sich damit gegenüber Rang drei im Vorjahr. Die Schweizer Metropole punktet vor allem mit ihrer ruhigen Atmosphäre. Ihr eher konservativer Charakter und das vergleichsweise hohe Preisniveau tragen laut BHTP dazu bei, dass es in der Stadt entspannt zugeht. Auch der öffentliche Nahverkehr überzeugt: Er gilt als sauber und sicher. Besonders bemerkenswert ist die GeoSure-Bewertung, nach der Zürich keine problematischen Stadtviertel aufweist.
Wer Zürich besucht, sollte allerdings an die Währung denken: In der Schweiz wird mit Schweizer Franken statt mit Euro bezahlt. Nicht überall werden Fremdwährungen akzeptiert.
Platz 3: Amsterdam - sicher zwischen Grachten und Fahrrädern
Amsterdam erreicht 80,81 Punkte und klettert vom vierten auf den dritten Platz. Dass die niederländische Hauptstadt trotz ihres lebhaften Nachtlebens so gut abschneidet, mag zunächst überraschen. Doch genau darin liegt laut BHTP ein Teil ihres besonderen Charakters: Viele Besucher kommen, um durch die Grachtenviertel zu schlendern, ein Bier zu trinken oder Kunst zu genießen. Insgesamt präsentiert sich die Stadt dabei als sicheres Reiseziel.
Aufpassen sollten Urlauber vor allem beim Umgang mit Drogen. Die Niederlande haben hierfür vergleichsweise klare Regeln und eindeutige Vorschriften für das Verhalten von Touristen.
Die 15 sichersten Städte der Welt im Überblick
- Montréal (Kanada)
- Zürich (Schweiz)
- Amsterdam (Niederlande)
- Tokio (Japan)
- Reykjavík (Island)
- Oslo (Norwegen)
- Singapur (Singapur)
- Venedig (Italien)
- Sydney (Australien)
- Honolulu (USA)
- Dublin (Irland)
- Kopenhagen (Dänemark)
- Barcelona (Spanien)
- San Francisco (USA)
- Paris (Frankreich)
So entsteht das Ranking der sichersten Städte
Für die jährliche Untersuchung hat Berkshire Hathaway Travel Protection zunächst 38 beliebte internationale und nationale Reiseziele ausgewählt, die bei US-amerikanischen Urlaubern gefragt sind. Anschließend wurden mehr als 1.500 Menschen befragt. Entscheidend: Nur Personen, die eine Stadt tatsächlich besucht haben, dürfen deren Sicherheit anhand ihrer eigenen Erfahrungen bewerten.
In die finale Rangliste fließen neben diesen Umfrageergebnissen auch Sicherheitsindizes von Numbeo und "The Economist" sowie Stadtteilbewertungen von GeoSure Global ein. Die verschiedenen Daten werden gewichtet und zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt.
Wichtig für die Reiseplanung: Die Bewertungen spiegeln die Sicherheitslage zum Zeitpunkt der Befragung im August 2026 wider. Sie sind keine Echtzeit-Einschätzung. Wer eine Reise plant, sollte deshalb zusätzlich die aktuelle Situation vor Ort prüfen und beispielsweise die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts berücksichtigen.