Am 9 Jui wird er 70: Tom Hanks bekam 1993 für seine Rolle als Aids-kranker Anwalt den Oscar als bester Hauptdarsteller. Im Jahr darauf durfte er als "Forrest Gump" (Bild) erneut den Preis mit nach Hause nehmen.
Was aussieht wie eine frühe Version des späteren Erfolgs "Cast Away", ist einer der ersten Kinofilme des damals noch unbekannten Tom Hanks: In der auf dem Märchen "Die kleine Meerjungfrau" basierenden Liebeskomödie "Splash - Eine Jungfrau am Haken" (1984) wird der damals 28-Jährige von einer blonden Meerjungfrau gerettet.
Das verspielte Kind im Manne kehrt Tom Hanks des Öfteren gern heraus. In der Fantasy-Komödie "Big" von 1988 sogar wortwörtlich: Mit seiner Rolle als Junge im Körper eines Erwachsenen gelang Hanks der endgültige Durchbruch als Schauspieler.
"Philadelphia" (1993) war die erste große Hollywood-Produktion, die sich der HIV-Thematik annahm. Für die Rolle als AIDS-kranker Anwalt in "Philadelphia" erhielt Tom Hanks 1994 seinen ersten Oscar. Schon ein Jahr später sollte der zweite Goldjunge folgen, für eine Rolle, die Tom Hanks endgültig unsterblich machte ...
"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt", philosophierte Hanks 1994 als liebenswerter Tollpatsch in "Forrest Gump". Für die Paraderolle gab's einen zweiten Oscar für den Ausnahmeschauspieler.
Wenig später ging es hoch hinaus für Tom Hanks: In "Apollo 13" (1995) muss er als Astronaut seine Crew nach einem Unfall sicher zurück auf die Erde bringen. Das hochspannende Drama basiert auf wahren Ereignissen: 1970 explodierte der Tank einer Rakete der Apollo-13-Mission auf dem Weg zum Mond. Zum Glück ging die Sache glimpflich aus.
Seinen größten Erfolg in Sachen Einspielergebnis erzielte Tom Hanks in einem Film, in dem er gar nicht zu sehen war: Im Animationsklassiker "Toy Story" von 1995 lieh er als Synchronsprecher Hauptfigur Woody die Stimme - natürlich nur in der englischen Original-Version. Auch in den drei Fortsetzungen hörte man Hanks' markantes Organ.
Der stilbildende Kriegsfilm "Der Soldat James Ryan" war 1998 der erste Film, den Tom Hanks unter der Regie von Steven Spielberg drehte - der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit.
"Ich habe Feuer gemacht!" freut sich ein fast nackter Tom Hanks in "Cast Away - Verschollen" (2000). In der Robinsonade träumt er aber nicht von der einsamen Insel - er will nur weg von ihr: Nach einem Flugzeugabsturz landet er mitten im Nirgendwo und versucht verzweifelt, das trostlose Eiland wieder zu verlassen.
Einmal mehr gibt Tom Hanks für eine Rolle alles: Als Kapitän eines Frachtschiffes wird er in "Captain Phillips" (2013) von somalischen Piraten als Geisel genommen. Heldenhaft und hochdramatisch setzt er sich zur Wehr.
Zu Deutschland hatte Tom Hanks schon immer eine besondere Beziehung. Kein Wunder, dass er sich in Berlin wohlfühlte, wo er 2015 das Agentendrama "Bridge of Spies" drehte - mit, genau: Steven Spielberg (rechts).
Und erneut eine preisverdächtige Vorstellung: Im Drama "Der wunderbare Mr. Rogers" (2019, hierzulande nur auf DVD erschienen) spielte Tom Hanks den Gastgeber und Schöpfer von "Mister Rogers' Neighborhood", einer Kindersendung, die Ende der 60er-Jahre zu den beliebtesten US-Shows zählte. Für seine Darstellung erhielt er seine sechste Oscar-Nominierung, als "bester Nebendarsteller".