Für einen Oscar ist er nie näher in Betracht gezogen worden. Er selbst wollte sich nicht einmal Schauspieler nennen. Vor zehn Jahren, am 27. Juni 2016, starb mit Carlo Pedersoli einer der ganz Großen des Filmgeschäfts.
Ein schlauer, hochbegabter Kerl war der Neapolitaner, der später vor allem mit Haudrauffilmen bekannt wurde. Hier posiert Bud Spencer 1948 vor seiner Uni in Rom: Er war damals einer der jüngsten Studenten Italiens.
Als Banana Joe (Bild) machte Bud Spencer Südamerika (un-)sicher. Als Carlo Pedersoli hatte er eine äußerst aufregende Vergangenheit in diversen lateinamerikanischen Ländern.
Ins Filmgewerbe rutschte Bud Spencer (links) zufällig über eine Statistenrolle. Ein Meilenstein seiner Karriere war "Gott vergibt ... Django nie" (1967) - ein brutaler und ernster Italo-Western. Am Set traf er auf seinen langjährigen kongenialen Prügelpartner Terence Hill (rechts).
Bud Spencer erreichte seinen Karrierehöhepunkt Anfang der 1970er-Jahre. "Vier Fäuste für ein Halleluja" (1971) war hierzulande der erfolgreichste Film des Jahrzehnts.
Schon in den 70er-Jahren schrieb Pedersoli an Soundtracks seiner Filme mit, er komponierte Volkslieder, Pop und liebte brasilianische Musik. Erst Anfang 2016 erschien mit "Futtetenne" ein neues Album.
Vor zehn Jahren starb die kolossale Kinolegende im Alter von 86 Jahren. "Mit unserem tiefsten Mitgefühl müssen wir mitteilen, dass Bud zu seiner nächsten Reise fliegt", teilte seine Familie damals auf seiner Facebook-Seite mit. Sein letztes Wort soll "Grazie" gewesen sein.