Diese Dinge sollten Sie in Hotels lieber lassen
Endlich raus aus dem Alltag, weit weg von zu Hause, umgeben von lauter Menschen, die man vermutlich nie wiedersieht. Da nimmt es der eine oder andere plötzlich nicht mehr so genau mit den Manieren. Entspannung darf natürlich sein - aber bitte nicht auf Kosten anderer! Wir wollen schließlich schöne Erinnerungen sammeln, nicht negative hinterlassen. Im Hotel ist gutes Benehmen mehr als eine Frage der Höflichkeit. Wer andere Gäste nicht verärgern und dem Personal den Alltag erleichtern möchte, sollte einige Fettnäpfchen vermeiden. Wir verraten, welche Verhaltensweisen im Urlaub tabu sind.
In Hotels treffen viele Menschen auf engem Raum zusammen. Ein bisschen Rücksicht macht den Aufenthalt deshalb für alle angenehmer. Einige Benimmregeln sollten ohnehin selbstverständlich sein, ganz unabhängig von Land und Hotelkategorie. Dass andere ebenfalls über die Stränge schlagen, ist schließlich kein besonders überzeugendes Argument, es ihnen gleichzutun.
Wenn am Buffet der Jagdinstinkt erwacht
Spätestens am Buffet vergessen viele Urlauber ihr gutes Elternhaus. "All you can eat" weckt anscheinend einen urzeitlichen Raffinstinkt. Warum dieser Effekt gerade in All-Inclusive-Hotels so ausgeprägt ist, bleibt ein Rätsel - gibt es dort doch ohnehin den ganzen Tag alles umsonst und kaum einer kommt wirklich hungrig zum Buffet. Obwohl es ein üppiges Mittagessen und nachmittags Eis, Kuchen und zuckerhaltige Getränke gab, stürmen manche Urlauber das abendliche Buffet regelrecht. Die Angst, zu kurz zu kommen, scheint groß zu sein. Drängeln, Schubsen und das Besetzen der "besten" Plätze im Speisesaal - all das gehört in vielen Hotels zum Essen leider mit dazu.
Die Vielfalt am Buffet verleitet uns dazu, dass wir uns den Teller am Buffet übervoll beladen. Alles sieht so lecker aus ... Wenn die Augen aber größer sind als der Magen bedeutet dies, dass am Ende viel Essen in der Tonne landet - und das gilt es unbedingt zu vermeiden! Lieber erst einmal kleine Mengen zum Probieren mitnehmen und nochmal gehen, wenn's nicht reicht. Das Essen läuft nicht davon!
Nur mal kurz probieren, wie das Gebäck schmeckt? Oder im Vorbeigehen schnell eine Weintraube in den Mund stecken? Manche denken sich nicht viel bei solchen Aktionen - sie sind aber ein absolutes No-Go! Die Speisen am Buffet dürfen nur mit dem dafür vorgesehenen Besteck gegriffen und auf den eigenen Teller geholt werden - alles andere ist aus Hygienesicht äußerst problematisch.
Einen Croissant für später einzustecken, wäre zwar praktisch, ist aber in aller Regel nicht erlaubt. Die Speisen vom (Frühstücks-)Buffet sind ausdrücklich nur zum Verzehr vor Ort gedacht. Wenn Sie das Mittagessen wegen eines Ausfluges verpassen, können Sie im Hotel nach einem Lunchpaket fragen.
Schwimmen, auf der Liege chillen, einen Cocktail schlürfen, essen gehen - die Wege zwischen Pool, Strand und Gastronomie sind oft kurz in Hotelanlagen. Wer möchte sich da schon ständig im Zimmer umziehen zwischendurch? Im nassen Bikini auf dem Barhocker oder in der Badehose im Restaurant zu sitzen, ist aber unhygienisch und respektlos.
Liegen mit Handtuch reservieren
Morgens um sieben ein Handtuch auf die Liege werfen und erst nach dem Mittagessen am Pool auftauchen: Mit diesem "Trick" machst man sich keine Freunde. Liegen stundenlang zu besetzen, während andere Gäste vergeblich einen Platz suchen, ist ziemlich unfair. Auch Familien brauchen nicht unbedingt für jede Person eine eigene Liege - die Kinder sind oft eh nur im Wasser.
Der Spaß hat seinen Grenzen
Wenn es für Sie zum Urlaub dazugehört, auch mal ein Gläschen mehr zu trinken, ist das an sich kein Problem. Urlaub ist dennoch kein Freifahrtschein für schlechtes Benehmen. Andere Gäste möchten sich auch entspannen, Angestellte verdienen einen respektvollen Umgang und vor Ort gelten möglicherweise andere Gepflogenheiten als zu Hause. Feiern ist okay, aber nur solange es andere nicht stört!
Respektvoll mir dem Housekeeping-Personal umgehen
Das "Bitte nicht stören"-Schild hängt zwar bis nachmittags an deer Tür, danach soll das Zimmer aber noch schnell gereinigt werden? Darauf kann man sich nicht verlassen und schon gar nicht bestehen. Das Housekeeping gehört zwar zum Service der meisten Hotels, die Angestellten arbeiten aber nach festen Abläufen und nicht auf Abruf.
Jeden Tag frische Handtücher - dieser Service kostet zwar kein Geld, dafür aber Ressourcen. Die meisten Hotels bitten darum, dass nur die Handtücher zum Austausch auf den Boden geworfen werden, die auch wirklich waschreif sind. Unnötiges Waschen belastet Umwelt und Klima. In manchen Urlaubsländern ist Trinkwasser zudem sehr rar.
Auch personelle Ressourcen sollten Sie nicht unnötig strapazieren. Nur weil der Roomservice umsonst ist, heißt das nicht, dass es okay ist, täglich Chaos und Schmutz zu hinterlassen. Abreisen sollten Sie ebenfalls nicht nach dem Motto "Nach mir die Sintflut", sondern eher so, dass Sie mit einem guten Gefühl wiederkommen könnten.
Die Klimaanlage funktioniert nicht, das Laken hat einen Fleck oder es krabbeln Ameisen im Bad? Das ist ärgerlich - aber kein Grund, gleich laut zu werden. Tragen Sie Ihre Beschwerden sachlich und höflich vor - das Personal wird dann sicherlich versuchen, möglichst schnell eine Lösung zu finden. Wegen einer Kleinigkeit gleich eine Szene zu machen, ist unangebracht.
Hotelausstattung ist kein Souvenir
Der Bademantel würde sich zwar bestimmt auch im eigenen Bad gut machen, aber alles, was sich in Ihrem Hotelzimmer befindet, gehört dem Hotel - sogar die kleinen Toilettenartikel. Während das Hotel bei diesen jedoch in der Regel ein Auge zudrückt, sieht es bei größeren Entwendungen schon anders aus und man wird im Nachgang zur Kasse gebeten.
Privatsphäre anderer beachten
Das wichtigste Souvenir sind für fast alle Urlauberinnen und Urlauber sowieso ihre Fotos und Videos. Viele Motive gehen mit inszenierten Posen und Szenen einher. Das kann man gut finden oder nicht. Was aber auf jeden Fall ein Problem ist: Wenn andere Menschen ungefragt auf deinen Bildern oder Videos landen oder man den Pool oder das Buffet minutenlang für die perfekte Aufnahme blockiert.
Man kennt am Urlaubsort zwar niemanden und kommt vielleicht auch nie wieder zurück - trotzdem solltet man sich nicht aufführen wie die Axt im Wald. Auch im Urlaub kann man auf Etikette achten.