Schwerer Sturz: Vingegaard muss bei Tour aufgeben
Der Däne kommt in einer Kurve zu Fall und muss am gebrochenen Schlüsselbein operiert werden.
Der zweimalige Gesamtsieger Jonas Vingegaard hat die Tour de France nach einem Sturz verletzungsbedingt aufgeben müssen. Der Däne kam auf der 15. Etappe der Frankreich-Rundfahrt rund 20 km vor dem Ziel zu Fall und wurde wenig später mit einer Schlinge um die rechte Schulter von der Strecke gebracht. Vingegaard erlitt einen Schlüsselbeinbruch und muss in den nächsten Tagen operiert werden, wie sein Team Visma-Lease a Bike am Sonntagabend mitteilte.
Bei dem Sturz, den Vingegaard verursachte, als er mit hoher Geschwindigkeit in einer Rechtskurve wegrutschte, kamen mehrere Fahrer zu Fall. Auch Isaac Del Toro, Edelhelfer des Gesamtführenden Tadej Pogacar, stürzte, stieg aber schnell wieder aufs Rad. Der Unfall ereignete sich 22 km vor dem Ziel der Etappe auf der Alpen-Hochebene Plateau de Solaison.
Vingegaard wurde noch während der laufenden Etappe medizinisch untersucht. Als oben auf dem Berg die Entscheidung fiel, betrat er im Tal in Vougy den mobilen Notarzt-Truck der Tour de France.
Vingegaard hatte die Tour 2022 und 2023 gewonnen. Zum Zeitpunkt seines Sturzes lag er auf Rang zwei der Gesamtwertung - 4:30 Minuten hinter dem Slowenen Pogacar. Schon in den Vorjahren hatte der Däne bereits großes Sturzpech gehabt. Er kam 2024 bei der Baskenland-Rundfahrt schwer zu Fall und musste mit mehreren Knochenbrüchen sogar um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. 2025 konnte er bei Paris-Nizza nach einem Sturz nicht mehr weiterfahren.