Auf dem Po zum ersten Sieg: Slock feierte kuriose Premiere
Der Belgier stürzt beim Jubeln und gewinnt trotzdem den GP Gippingen - "das wäre sonst die Pleite des Jahres gewesen".
"Beim ersten Mal tat's noch weh", so sang Stefan Waggershausen einst. Radprofi Liam Slock kann das seit Sonntag unterschreiben - denn die höchst kuriose Siegpremiere des Belgiers verursachte einige Schmerzen.
Beim GP Gippingen in der Schweiz nahm der 25-Jährige vom Team Lotto-Intermarché nämlich auf der Zielgerade im Gefühl schierer Vorfreude beide Hände vom Lenker, fasste sich fassungslos an den Helm, verlor aber dabei das Gleichgewicht und knallte auf den Asphalt.
Weil Slock noch genug Tempo drauf hatte, schlitterte er halb auf dem Po, halb auf dem Rücken über die Ziellinie - und lag - im eigentlichen Wortsinn - im Fotofinish vor dem zeitgleichen Alexander Wlassow vom deutschen Red-Bull-Team und Ecuadors drittplatziertem Olympiasieger Richard Carapaz. Und deshalb konnte Slock trotz signifikanter Rumpfschmerzen über seinen Fauxpas lachen.
"Zum Glück habe ich gewonnen, sonst wäre das wohl die größte Pleite des Jahres gewesen", sagte er grinsend: "Das Bild könnte ich mir einrahmen."
Und was hatte er zu seiner Entschuldigung vorzubringen? "Na, es wehte halt ein unglaublich starker Wind, den ich kurz unterschätzt habe. Mir war ziemlich früh klar, dass ich gewinnen würde, und ich habe schon früh angefangen zu feiern, weil ich den Moment richtig genießen wollte", sagte er: "Ich riss die Arme hoch, und dann erfasste mich eine Windböe am Lenker."
Laut Waggershausen hat Radprofi Slock damit aber das Schlimmste hinter sich. Denn beim zweiten Sieg tut es dann ja nicht mehr so sehr weh.