Guardiola statt Klopp? Finke hätte ausländischen Trainer geholt
Er habe eigens bei der DFB-Führung angerufen, um seinen Vorschlag einzubringen. Da sei es aber zu spät gewesen, sagt Volker Finke.
Der frühere Bundesligatrainer Volker Finke hätte bei der Suche nach einem neuen Bundestrainer einen ausländischen Kandidaten anstelle von Jürgen Klopp bevorzugt. Er habe daher eigens bei DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig angerufen, verriet Finke bei RTL/Sky. "Andreas, mach bitte ganz schnell. Guardiola ist frei. Es sind ausländische Trainer frei", habe er Rettig gesagt: "Jetzt können wir doch mal einen Trainer für den deutschen Fußball holen, der diese Ideen aus anderen Ländern und die Spielphilosophie mitbringt."
Zu diesem Zeitpunkt sei es aber bereits zu spät gewesen, und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte sich für Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann entschieden. Ob Guardiola nach seinem Aus bei Manchester City allerdings verfügbar gewesen wäre, ist fraglich. Der Erfolgscoach nimmt eine Auszeit.
"Für mich ist es ein komisches Gefühl, dass man nicht unterschiedliche Möglichkeiten bedacht hat", sagte Finke. Es habe "nur eine Richtung und keine anderen Überlegungen" gegeben, behauptete er, fügte aber an: "Ich finde, Klopp hat genug Erfolg gehabt, dass man das absolut rechtfertigen und absolut positiv sehen kann."
Doch seine Herangehensweise wäre eine andere gewesen. Vielleicht wäre dies der Moment gewesen, "einen Mittelmeer-Trainer oder einen Trainer aus dem Ausland zu holen", so der 78-Jährige: "Aus einem Mittelmeer-Land wie Spanien oder Frankreich, wo seit zwanzig bis dreißig Jahren Mittelmeer-Fußball gespielt wird: räumlich denkend, der bessere Fußball. Frankreich und Spanien wären nicht so gut, wenn sie nicht eine andere Fußballidee umsetzen würden."