Keine Grenzwerte überschritten: Freiwasserrennen finden statt
An der Wasseroberfläche der Seine sind Kohlenwasserstoffe festgestellt worden.
Die Veranstalter der Schwimm-EM in Paris haben die Freiwasserrennen am Freitag freigegeben. Weil "Spuren von Kohlenwasserstoffen an der Wasseroberfläche flussaufwärts der Wettkampfstätten" festgestellt wurden, sagte der europäische Verband European Aquatics zunächst das Training am Donnerstag ab. Am Abend wurde entschieden, die Knockout-Sprints der Frauen (9.00 Uhr) und der Männer (11.15 Uhr) am Freitag wie geplant auszutragen. Allerdings soll am Morgen um 6.45 Uhr noch einmal eine "finale visuelle Kontrolle" durchgeführt werden. Laut European Aquatics wurden keine Grenzwerte überschritten.
"Morgen früh gegen sieben Uhr wird von den Verantwortlichen nach Besichtigung der Strecke die endgültige Entscheidung getroffen", sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn: "Bis dahin laufen unsere Vorbereitungen erst einmal wie geplant weiter, wir sind dann also auch schon länger wach."
Vierfach-Weltmeister Florian Wellbrock strebt nach den Siegen über zehn und fünf Kilometer sein drittes EM-Gold in Paris an. An den Start sollen zudem der Olympiazweite Oliver Klemet und der 800-m-Europarekordler Johannes Liebmann sowie Isabel Gose, die Olympiadritte über 1500 m Freistil, gehen. Auch die Klippenspringer um Europameisterin Iris Schmidbauer können am Freitag (12.00 Uhr) in ihren Wettbewerb einsteigen.
Kohlenwasserstoffe gelangen vor allem durch Industrieabfälle und die Schifffahrt ins Wasser und bilden einen Film auf der Oberfläche.