Tod von de Miguel: Beisetzung am Donnerstag
Der spanische Zweitligist CD Teneriffa nimmt nach dem tragischen Tod Abschied von seinem Stürmer. Die Anteilnahme ist weiterhin enorm.
Der verstorbene spanische Fußballprofi Jesús de Miguel wird am Donnerstag beerdigt. Wie spanische Medien übereinstimmend berichteten, findet die Beisetzung nach Überführung des Leichnams am Mittwochnachmittag auf Wunsch der Familie in Navahermosa, der Heimatgemeinde der Familie in der Provinz Toledo, statt. Seine Teamkollegen, der Trainerstab und die Vereinsführung des Zweitligisten CD Teneriffa werden vor Ort sein.
Am Samstag will der Klub von der Kanaren-Insel dann mit einer großen öffentlichen Trauerfeier Abschied nehmen. Alle Fans sind eingeladen, an der Zeremonie um 18.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MEZ) im Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion in Santa Cruz teilzunehmen. Zudem rief Teneriffa eine sechstägige Vereinstrauer aus und stellte sämtliche Aktivitäten seiner Männer-, Frauen- und Jugendmannschaften bis Ende der Woche ein. Das für Samstag angesetzte Spiel beim FC Granada wurde am Mittwoch abgesagt.
Der tragische Tod des 30-jährigen de Miguel, der nach einem heftigen Zusammenprall im Ligaspiel gegen den FC Andorra am Dienstagmorgen im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen war, sei kaum zu fassen, sagte Mehrheitsaktionär Rayco Garcia zu spanischen Medien: "Wir leiden sehr, sehr, sehr. Ganz Teneriffa trauert. Das sind Dinge, die man kaum begreifen kann, so sehr man es auch versucht. Aber wir sind eine große Familie und werden das gemeinsam durchstehen."
Die Familie de Miguels bedankte sich in der Mitteilung des Klubs für die zahlreichen Beileidsbekundungen und bat gleichzeitig um größtmöglichen Respekt für ihre Privatsphäre, der Inselrat Teneriffas rief einen offiziellen Trauertag aus. Garcia begrüßte zudem die eingeleiteten Ermittlungen der spanischen Polizei zu den Umständen des Todes. "Wir müssen wissen, warum und wie das passieren konnte", sagte er.
Die Anteilnahme reicht derweil weit über den spanischen Fußball hinaus. Weltstars wie Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Kylian Mbappé meldeten sich in den sozialen Medien mit Beileidsbekundungen zu Wort, ebenso Tennis-Ikone Rafael Nadal und Ex-NBA-Star Pau Gasol. FIFA-Präsident Gianni Infantino sprach von einer "echten Tragödie", "es ist hart, es ist traurig", sagte Rael Madrids Starcoach José Mourinho.
Auch de Miguels Mitspieler waren tief getroffen. Gemeinsam mit zahlreichen Fans versammelten sie sich am Dienstag vor dem Stadiontor Nummer 9, der Rückennummer des Verstorbenen, um Abschied zu nehmen. Enric Gallego bezeichnete seinen Stürmerkollegen als "einen der besten Menschen", die er je kennengelernt habe: "Ich bin sehr froh, mit dir die Umkleidekabine geteilt zu haben. Ich werde dich sehr vermissen." Mittelfeldspieler Juanjo Sánchez schrieb: "Du hast mich in dein Herz gelassen und dir einen Platz in meinem verdient, denn wir haben jeden Tag Momente des Lachens miteinander geteilt."