Tischtennis-EM: Winter siegt im Eiltempo
Die deutsche Spitzenspielerin hinterlässt in Ljubljana einen starken Eindruck - wie auch Annett Kaufmann und Nina Mittelham.
Die deutsche Topspielerin Sabine Winter hat bei der Tischtennis-EM in Ljubljana einen Start nach Maß in den Einzelwettbewerb hingelegt. Die 34-Jährige gewann in Sloweniens Hauptstadt ihr Auftaktmatch gegen die als neutrale Athletin spielende Russin Waleria Koziur in kaum mehr als 20 Minuten mit 4:0 und unterstrich ihre Medaillenambitionen. In die Runde der letzten 32 zogen insgesamt souverän auch Annett Kaufmann, Nina Mittelham und Ying Han ein.
"Ich war sehr konzentriert und nicht übertrieben nervös. Ich mag es, für Deutschland zu spielen, und habe mir vorgenommen, die EM zu genießen. Das hat gut geklappt", sagte Winter, die nun auf die erfahrene Kroatin Lea Rakovac trifft: "Es macht es aber auch leichter, wenn es von Anfang an gut läuft. Ich hatte Spaß und freue mich auf das nächste Spiel." Zuvor hatte Winter, die 2022 in München Bronze geholt hatte, bereits mit Han das Viertelfinale im Doppel erreicht.
Die 20 Jahre alte Kaufmann hatten gegen die neutralen Starterin Marija Tailakowa aus Russland nur phasenweise Probleme und gewann letztlich sicher mit 4:1. Gar nichts anbrennen ließ die früheren Vize-Europameisterin Mittelham, die durch ihren Halbfinal-Einzug mit Benedikt Duda im Mixed bereits eine Medaille sicher hat, bei ihrem 4:0 gegen die Slowakin Ema Labosova.
Die bereits 43 Jahre alte Han, mit dem deutschen Team Olympiazweite 2016 in Rio, hatte mit der Polin Katarzyna Wegrzyn beim 4:0 keine Mühe. "Ich bin sehr zufrieden. Das erste Einzel brauche ich, um mich einzuspielen und in meinen Rhythmus zu finden. Das hat geklappt", sagte Han. Als einzige DTTB-Starterin verabschiedete sich Franziska Schreiner nach einem 2:4 gegen die Slowakin Tatiana Kukulkova.