Skeleton: Pfeifer feiert in Altenberg zweiten Saisonsieg
Hinter der 30-Jährigen sorgt Susanne Kreher beim Weltcupfinale für einen deutschen Doppelsieg. Christopher Grotheer und Alex Jungk werden Zweite.
Die dreimalige Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Pfeifer hat beim Weltcup-Finale in Altenberg ihren zweiten Saisonsieg gefeiert und bei der Olympia-Generalprobe im Erzgebirge ein Ausrufezeichen gesetzt. Die 30-Jährige gewann am Freitag nach einem Bahnrekord im zweiten Lauf souverän und triumphierte wie zuletzt beim Auftakt Ende November auf der Bahn der kommenden Winterspiele in Cortina d'Ampezzo.
"Das gibt mir ein gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen. Wir haben gezeigt, dass man uns auf der Rechnung haben muss", sagte Pfeifer im ZDF. Auch Olympiasieger Christopher Grotheer und der Peking-Olympiazweite Axel Jungk holten sich bei den Männern gleichauf mit Platz zwei noch einmal Schwung für die Winterspiele. Im abschließenden Mixed Team feierten Susanne Kreher und Jungk den Sieg, Pfeifer und Grotheer erreichten Rang drei.
Pfeifer lag nach zwei Läufen 33 Hundertstel vor Kreher, die damit für einen deutschen Doppelsieg sorgte und sich auf ihrer Heimbahn auf den letzten Drücker das Ticket für ihre ersten Olympischen Spiele sicherte.
Mit Platz drei holte die Belgiern Kim Meylemans (+0,34 Sekunden) erstmals den Gesamtweltcup. Der dreimaligen Saisonsiegerin, die in Amberg in Oberpfalz geboren wurde, hätte ein 16. Platz gereicht, um vor der letztlich zweitplatzierten Pfeifer zu bleiben.
Pfeifer hatte den Gesamtweltcup unter ihrem früheren Namen Lölling dreimal gewonnen (2016/17, 2017/18 und 2019/20). Zum ersten Mal seit ihrem bislang letzten Triumph schaffte sie es nun unter die Top 3 des Endklassements.
Hannah Neise, zum Saisonstart im Dezember Zweite, verabschiedete sich mit einem guten fünften Platz Richtung Olympia, nachdem sie zuletzt in Winterberg (19.) und St. Moritz (21.) nicht vorne mitmischen konnte. Als Achte erreichte Corinna Leipold ihr bestes Saisonergebnis.
Kurios endete das Männer-Rennen, bei dem es in Grotheer, Jungk und dem Briten Matt Weston gleich drei Zweitplatzierte gab. Das Trio lag 18 Hundertstel hinter Sieger Marcus Wyatt, ebenfalls aus Großbritannien, der sich seinen zweiten Saisonerfolg sicherte. Der Gesamtweltcup ging an den fünfmaligen Saisonsieger Weston.
Erfreulich zudem aus deutscher Sicht: Felix Keisinger hakte mit Platz sechs noch die Olympia-Norm ab. Lukas Nydegger kam auf Rang 13.