Nach "Scheißtag" in Köln: Werder schaltet in den Derbymodus
Am Samstag empfängt Bremen den Hamburger SV. Im Nordderby braucht es eine klare Leistungssteigerung.
Nach der bitteren Niederlage im Kellerduell saß der Frust bei Werder Bremen tief. "Es tut weh", klagte Trainer Daniel Thioune. Das 1:3 (0:1) beim 1. FC Köln sei "zu einfach", sagte Romano Schmid, und Routinier Leonardo Bittencourt fasste bedient zusammen: "Scheißtag". Bei der Pleite in Unterzahl verlor Werder vor dem Nordderby gegen den Hamburger SV nicht nur seine ordentliche Position im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga, sondern auch Kapitän Marco Friedl.
Der Österreicher hatte früh die Rote Karte gesehen und wird im Heimspiel gegen den HSV am Samstag (15.30 Uhr/Sky) fehlen. "Das ist natürlich nicht gut", haderte Geschäftsführer Clemens Fritz. Doch ungeachtet der Personalsituation versuchte Werder, in den Derbymodus zu schalten. "Extrem wichtig", sei das Spiel, sagte Mittelfeldspieler Schmid: "Da müssen wir die drei Punkte in Bremen lassen."
Die Fans hatten sich schon während des Spiels in Köln mit Bannern auf das Nordduell gegen Hamburg eingestimmt. "Holt euch den Derbysieg", war zu lesen. Doch dazu muss Bremen sich steigern. "Wir brauchen eine andere Leistung am kommenden Wochenende im Heimspiel. Den Anspruch haben wir alle an uns", sagte Fritz: "Wir sind im Abstiegskampf. Wir brauchen Punkte."
Noch drei Zähler Vorsprung hat der Tabellen-15. Bremen auf den Relegationsplatz.