Motorrad: Márquez weiter auf Titelkurs
Der Spanier kann schon im nächsten Rennen in Katar seine erfolgreiche Titelverteidigung perfekt machen.
Spitzenreiter Marc Márquez rast in der MotoGP-WM seinem achten Titelgewinn entgegen. Beim Großen Preis von Malaysia feierte der spanische Ducati-Pilot im Hauptrennen in Abwesenheit seines verletzt fehlenden WM-Rivalen Jorge Martín einen Tag nach dem zweiten Platz im Sprint seinen siebten Saisonsieg und baute den Vorsprung auf seinen Landsmann weiter aus. Schon beim nächsten Rennen in Katar (8. November) könnte der 33-Jährige seinen insgesamt zehnten WM-Triumph perfekt machen.
"Ich war das ganze Wochenende über extrem konzentriert und habe versucht, Grenzen auszuloten, denn es war an der Zeit, Risiken einzugehen. Das haben wir getan und sind ein perfektes Rennen gefahren", kommentierte Márquez im Ziel seinen ersten Erfolg auf dem Kurs in Sepang seit 2018. Insgesamt siegte der Katalane zum dritten Mal in Malaysia.
Auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung will Márquez nicht nachlässig werden: "An meiner Einstellung darf sich jetzt nichts ändern. Ich muss konzentriert bleiben und weiter Druck machen. Es sind nicht mehr viele Rennen zu fahren, aber es stehen noch viele wichtige Momente bevor. Deshalb müssen wir hochkonzentriert bleiben."
Bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit verwies Márquez bei einem spanischen Dreifach-Erfolg Sprintsieger Pedro Acosta (KTM) sowie seinen Bruder und Markengefährten Álex souverän auf die Plätze. Dadurch hat der Weltmeister vor den letzten drei Saisonrennen mit nunmehr 399 Punkten 44 Zähler Vorsprung auf Martín. Nach Katar stehen noch das Rennen in Portugal (20. bis 22. November) sowie das Saisonfinale in Valencia (27. bis 29. November) auf dem Programm.
Martín hatte bereits am Samstag einen schweren Rückschlag für seinen Titelhoffnungen hinnehmen müssen. Der frühere Champion musste aufgrund der Folgen eines Handgelenkbruchs noch vor dem Qualifying das Handtuch werfen. "Für die Effizienz auf der Strecke war das Risiko zu hoch. Es war die beste Option, aufzuhören", sagte der Spanier vor seiner vorzeitigen Abreise.