MotoGP: Márquez verdrängt Martín von der WM-Spitze
Der Weltmeister gewinnt den Sprint in Indonesien und klettert damit an die Spitze.
Motorrad-Weltmeister Marc Márquez (Ducati) hat im Dauerduell um die WM-Krone der MotoGP den nächsten Erfolg gefeiert und die Führung übernommen. Der Spanier gewann am Samstag den Sprint in Indonesien, Konkurrent Jorge Martín (Aprilia) musste sich nach einer schwachen Schlussphase mit Rang vier begnügen. Damit verdrängte Márquez seinen Landsmann von der Spitze des Gesamtklassements - es bleibt aber ein extrem enger Zweikampf. Márquez führt mit nun vier Zählern Vorsprung auf Martín, im Grand Prix am Sonntag (9.00 Uhr MESZ/Sky) geht es um deutlich mehr Punkte.
"Es war ein schwieriges Rennen von Anfang an", sagte Márquez: "Aber ich glaube, Jorge hatte dann Probleme mit dem Reifendruck, und ich habe mich mit jeder Runde besser und besser gefühlt."
Marco Bezzecchi (Aprilia/59 Punkte Rückstand) fiel indes weiter zurück, der Italiener schied schon in der ersten Kurve durch eine Kollision mit Pole-Setter Raúl Fernandez (Spanien/Aprilia) aus. Martín und Márquez schoben sich an die Spitze, und zunächst schien Martín das Rennen zu kontrollieren. Fünf Runden vor Schluss des Kurzrennens musste er den Weltmeister allerdings passieren lassen und fiel in der Folge sogar weiter zurück. Das Podest komplettierten Ai Ogura (Japan/Aprilia) und Fabio Di Giannantonio (Italien/Ducati).
Schon zuletzt in Japan hatte Márquez seinen fünften Doppelsieg aus Sprint und Grand Prix der laufenden MotoGP-Saison gefeiert, einen solchen peilt er nun auch auf Lombok an. Indonesien ist die 17. von 22 WM-Stationen, weiter geht es am 24./25. Oktober in Australien.