Gewichtheben-EM: Durchwachsenes Debüt für Jamali
Erstmals seit ihrer Einbürgerung steht Yekta Jamali für Deutschland auf der Gewichtheber-Bühne. Bei der EM kann sie ihre Bestleistung nicht abrufen.
Gewichtheberin Yekta Jamali hat ein durchwachsenes Wettkampf-Debüt für Deutschland gegeben. Die gebürtige Iranerin kam bei den Europameisterschaften in Batumi/Georgien am Donnerstag nur auf zwei gültige Versuche, belegte mit einer Zweikampfleistung von 229 kg (103 kg Reißen/126 kg Stoßen) aber immerhin noch den siebten Platz in der Klasse bis 77 kg.
Jamali scheiterte im Reißen zwei Mal an der 107-kg-Hantel. Im Stoßen war ihr zweiter Versuch gültig, auf den dritten verzichtete sie. Lara Dancz, die zweite Starterin des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) in dieser Klasse, wurde mit 224 kg Neunte. Im Reißen (109) verbesserte sie ihren persönlichen Rekord um zwei Kilogramm.
"Ich habe bei meinem Deutschland-Debüt leider nicht meinen besten Tag erwischt. Leider konnte ich im letzten Stoßversuch nicht mehr um eine Medaille kämpfen, da ich Krämpfe hatte", sagte Jamali.
Jamali war im Mai 2022 während der Junioren-WM in Griechenland nach Deutschland geflüchtet. Nachdem sie in den vergangenen Jahren unter anderem für das IOC-Flüchtlingsteam bei den Sommerspielen in Paris gestartet war, erhielt sie im Februar 2026 die deutsche Staatsbürgerschaft.
Bei den Männern hatte zuvor Lucas Müller eine Medaille in der Klasse bis 88 kg verpasst. Müller kam auf 350 kg im Zweikampf (155/195) und wurde Neunter. Zwei ungültige Versuche im Stoßen verhinderten eine bessere Platzierung und eine Medaille in der Teildisziplin.