Mit Klopp: Auch Mertesacker kommt zum DFB
Der Weltmeister von 2014 übernimmt den Posten des Geschäftsführers Sport.
Neues sportliches Führungstrio beim Deutschen Fußball-Bund (DFB): Neben dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Rudi Völler gehört auch Per Mertesacker der neuen Riege der Bosse an. Der Weltmeister von 2014 folgt auf den zum Jahresende ausscheidenden Andreas Rettig als Geschäftsführer Sport und unterschreibt wie Klopp bis 2030. Das bestätigte der DFB am Freitag.
"Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die Verantwortung, die damit verbunden ist", sagte Mertesacker. Der Kontakt zum DFB sei auch nach dem Ende seiner Nationalmannschaftskarriere "nie abgerissen. Deshalb ist es für mich etwas Besonderes, nun in dieser Rolle zurückzukehren. Der deutsche Fußball verfügt über enormes Potenzial."
Er wolle "mit Demut, dem Willen, hart zu arbeiten, und der nötigen Geduld die Talente und Persönlichkeiten fördern, die den Unterschied ausmachen".
DFB-Präsident Bernd Neuendorf lobte Mertesackers "fachliche Kompetenz, seine klare Haltung und seine Führungsqualitäten", er sei eine hervorragende Besetzung. "Ich freue mich sehr, dass wir ihn als Nachfolger von Andreas Rettig für die sportliche Weiterentwicklung des DFB gewinnen konnten."
Der offizielle Dienstbeginn des 41-Jährigen wird demnach der 1. Januar 2027 sein, gegen Jahresende soll er separat vorgestellt werden. Mertesacker, langjähriger Leiter der Akademie des FC Arsenal, hatte am Rande der WM in seiner Rolle als ZDF-Experte Interesse an einem Posten beim Verband signalisiert.
Mertesacker, für den sich Größen wie Uli Hoeneß oder Lothar Matthäus eingesetzt hatten, gilt als guter Redner mit hervorragendem Einblick in höchstwertige Jugendausbildung. Rettig war auch zuständig für die Verzahnung der Nationalmannschaft mit den U-Teams - ein Nachfolger Mertesacker kann hier der Brückenbauer im Zusammenspiel mit Nachwuchsdirektor Hannes Wolf sein. Dass Klopp den Posten des Bundestrainers übernimmt, begrüßte er ausdrücklich. "Ich glaube, dass er etwas entfachen kann", sagte Mertesacker.