Diamond League: Ansah chancenlos - Hummel stark
Nach seinem EM-Gold in Birmingham läuft der Sprinter in Chorzow deutlich am Finale vorbei.
Top in Europa, chancenlos gegen die Weltelite: Owen Ansah hat bei seinem zweiten Diamond-League-Start über 100 m im polnischen Chorzow das Finale klar verpasst. Der 200-m-Europameister schied als Achter seines Vorlaufs in 10,22 Sekunden aus.
Im Juli hatte der Hamburger in Monaco Platz vier belegt. Dies war das Meeting, in dessen Vorfeld eine Dopingprobe Ansahs nicht zustande kam, was ihm nun eine mehrjährige Sperre einbringen könnte. Bei der EM in Birmingham hatte Ansah Bronze über 100 m gewonnen.
Im Stadion Slaski, wo im Juni 2028 die nächsten Europameisterschaften ausgetragen werden, lag Hammerwerfer Merlin Hummel bei der EM-Revanche vor Ungarns Europameister Bence Halasz. Der 24-Jährige, der in Birmingham Silber geholt hatte, lag mit 81,25 m als Zweiter klar vor Halasz (3./79,44). Besser war in Chorzow nur der kanadische Weltmeister Ethan Katzberg (82,92), der auch bei der WM 2025 vor Hummel und Halasz triumphiert hatte.
Über 3000 m Hindernis belegte der EM-Dritte Karl Bebendorf in 8:10,40 Minuten Rang sieben, der EM-Neunte Niklas Buchholz (8:20,30) folgte auf dem 13. Rang. Im Diskuswurf verpassten der EM-Dritte Henrik Janssen (68,19 m) und Steven Richter (67,81) auf den Rängen vier und fünf das Podest knapp. Sieger Mykolas Alekna aus Litauen verbesserte mit 72,58 m den 13 Jahre alten Meetingrekord von Robert Harting (68,60 m) deutlich.
Einen weiteren Meetingrekord gab es über 100 m in 9,83 Sekunden durch Weltmeister Oblique Seville aus Jamaika. Im Stabhochsprung war Überflieger Armand Duplantis mit 6,20 m einmal mehr eine Klasse für sich. Der Schwede versuchte sich einmal vergeblich an der Weltrekordhöhe von 6,32 m, ehe er den Wettkampf beendete.
Bereits am Samstag war Malaika Mihambo im in der Innenstadt von Kattowitz ausgetragenen Weitsprung-Wettbewerb nur Siebte geworden und hatte sich obendrein am Oberschenkel verletzt. Nur sechs Tage nach der EM-Enttäuschung von Birmingham (Platz fünf) ist die Saison der Tokio-Olympiasiegerin damit beendet.