Schwenker zu Gislason-Zukunft: "Sehr zeitnahe Entscheidung"
Die Zukunft von Alfred Gislason soll vor der WM geklärt werden. Der Verband führt derzeit intensive Gespräche über seine Zukunft.
HBL-Präsident Uwe Schwenker erwartet, dass die Bundestrainer-Frage im deutschen Handball "sehr zeitnah" beantwortet wird. "Ich gehe davon aus, dass es hier bis zum Ende dieser laufenden Saison eine Entscheidung gibt", sagte Schwenker am Rande der SID Mixedzone zur Zukunft von Bundestrainer Alfred Gislason. "Im Hinblick auf die WM muss Klarheit herrschen, was Sache ist."
Der Vertrag des Isländers läuft nach der Heim-WM 2027 (13. bis 31. Januar) aus. Gislason hatte zuletzt seinen Wunsch bekräftigt, über das Turnier hinaus mit der Mannschaft weiterarbeiten zu wollen. Meckes hatte Mitte März betont, man wolle sich bei der Entscheidung nicht unter Druck setzen lassen, verwies aber darauf, dass spätestens vor WM-Beginn Klarheit herrschen müsse. "Wir wägen alle Möglichkeiten ab", hatte der Sportvorstand gesagt.
"Auch die Mannschaft soll und muss wissen, mit wem sie in die Vorbereitung auf die WM geht und wie es möglicherweise danach weitergeht", sagte Ligapräsident Schwenker, der als DHB-Präsidiumsmitglied mit über die Zukunft entscheidet, nun. Im Moment würden durch Meckes "intensive Gespräche" geführt. Die Bundesliga-Saison endet am 7. Juni.
Für Schwenker, der einst als Manager beim THW Kiel mit Gislason zusammengearbeitet hatte und dessen Trauzeuge der heute 67-Jährige war, hat die Nationalmannschaft Gislason viel zu verdanken. "Er ist sicherlich derjenige, der als Architekt hinter dieser Mannschaft steht, der den Umbruch eingeleitet hat und es geschafft, bei den großen Events die Ruhe zu behalten und positiv auf die Mannschaft einzuwirken", sagte Schwenker.
In Gislasons Amtszeit seit 2020 gewann das DHB-Team Olympia-Silber 2024 in Paris sowie EM-Silber im Januar 2025.