Bundesliga: HSV-Frauen verpassen Befreiungsschlag
Im Aufsteigerduell unterliegen die Hamburgerinnen zu Hause Union Berlin.
Die Fußballerinnen des Hamburger SV müssen im Abstiegskampf weiter zittern. Beim Heimdebüt von Trainer Rodolfo Cardoso unterlag der HSV im Aufsteigerduell Union Berlin 0:1 (0:0) und verpasste den erhofften Befreiungsschlag in der Bundesliga. Doch das Ergebnis rückte schnell in den Hintergrund.
Nach dem Spiel brach HSV-Verteidigerin Magou Doucoure auf dem Platz zusammen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die 25-jährige Französin sei beim Abtransport vom Gelände des Volksparkstadions "wieder ansprechbar und stabil" gewesen, hieß es in einer HSV-Mitteilung. "Wir sind alle immer noch geschockt angesichts dieses Vorfalls", sagte HSV-Vorstand Eric Huwer. Man sei "erleichtert, dass die ersten Rückmeldungen vorsichtig positiv sind".
Hamburg hat damit weiter nur drei Punkte Vorsprung auf die SGS Essen, die auf dem ersten Abstiegsplatz liegt. Am Sonntag (14.00 Uhr) kann der Tabellen-13. mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen gleichziehen. Der HSV tritt am kommenden Wochenende beim 1. FC Köln (9. Mai) an und empfängt zum Saisonabschluss Meister Bayern München (17. Mai).
Union kletterte dank Amber Tysiak (60.) vorerst auf den achten Rang. Die Hamburgerinnen dominierten, vor allem in der ersten Hälfte, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen - Union-Torhüterin Cara Bösl war mehrfach zur Stelle. Die eingewechselte Vildan Kardesler scheiterte in der Schlussphase am Pfosten (88.). In der Nachspielzeit folgten zwei weitere Aluminiumtreffer.
Cardoso hatte zuletzt Trainerin Liese Brancao beim HSV abgelöst und im ersten Spiel mit seinem Team einen Sieg beim 1. FC Nürnberg gefeiert (1:0).