Mit Nadal und Ronaldinho aus der Krise? Russell sucht den Weg
Der Mercedes-Pilot denkt in dieser schwierigen Saison an zwei Größen des internationalen Sports.
Mitten in der wohl schwersten Krise seiner bisherigen Formel-1-Karriere sucht George Russell (28) Halt bei zwei Größen des Weltsports. "Ich habe zuletzt die Dokus über Rafael Nadal und Ronaldinho gesehen", erzählte der Mercedes-Pilot vor dem Grand Prix in Barcelona: "Zwei ziemlich gegensätzliche Athleten, aber zwei ganz große."
Und auch für den einstigen Tennis-Star Nadal und den früheren Fußball-Weltmeister Ronaldinho lief es laut Russell "nicht in jedem Turnier, in jedem Spiel, in jeder Saison immer wie geschmiert". Gerade der Brasilianer Ronaldinho "war ein Held für mich. Mir war gar nicht klar, dass er so viele Jahre, Spiele und Wettbewerbe voller Kampf und Schwierigkeiten hatte. Wir erinnern uns bei all diesen Großen ja immer nur an die Highlights."
Im Sport gebe es Tiefen, "und ja, da stehe ich gerade. Aber ich werde da durchkommen." Russell gilt seit seiner Ankunft in der Formel 1 im Jahr 2019 als künftiger Weltmeister, in dieser Saison hat er erstmals ein titelfähiges Auto und startete als klarer Favorit. Nach sechs Rennen liegt er aber bereits 68 Punkte hinter seinem jungen Teamkollegen Kimi Antonelli (19).
Russell hat Probleme mit dem neuen Mercedes, hatte allerdings auch Pech mit technischen Defekten und Entscheidungen der Rennleitung. "Wenn ich diesen Rückstand nur wegen meiner Leistung hätte, dann ginge es mir jetzt deutlich schlechter", sagte er. Der aktuelle Stand könne ihm nun eventuell gar helfen.
"Es fühlt sich an, als wäre der Druck weg", sagte er: "Der Titel ist so weit entfernt, darüber muss ich gerade gar nicht nachdenken. Ich muss einfach das tun, was ich kann, wie ich es meine ganze Karriere gemacht habe." Er habe zudem zuletzt einmal nachgerechnet: "Wir haben gerade erst 27,3 Prozent der Saison absolviert. Es wird noch so viel passieren."