Hülkenbergs Top-10-Fluch: Fliegender Kies stoppt den Audi
Der Deutsche wartet weiter auf seine ersten Punkte mit dem neuen Werksteam. Hat der Renngott seine Finger im Spiel?
Der Audi lief gut, Nico Hülkenberg steuerte mal wieder seinen ersten Punkten für das deutsche Werksteam entgegen. Was dann geschah, war "ziemlich unglaublich", findet Hülkenberg - und vielleicht hält ihn ja wirklich ein mysteriöser Fluch auch nach sieben Saisonrennen weiterhin fern von den Top 10 in der Formel 1. "Der Renngott will nicht, dass wir Punkte holen", sagte Hülkenberg.
Über mehrere Runden hatte er den Racing Bull von Liam Lawson um den Kurs in Barcelona gejagt, irgendwann wirbelte das Auto des Neuseeländers dabei eine Menge Kies auf. Und ein verirrter Stein traf an Hülkenbergs Audi dann ausgerechnet eine kleine rote Lasche über dem Cockpit, die den sogenannten Killswitch auslöst - einen Not-Aus-Schalter, eigentlich gedacht für Streckenposten im Gefahrenfall. Das Auto schaltete sich ab, Hülkenberg rollte mit letztem Schwung in die Box, er war aus dem Rennen.
"Das ist mir in den 16 Jahren, in denen ich in der Formel 1 bin, noch nicht passiert", sagte Hülkenberg. Dieser völlig unwahrscheinliche Vorfall reihte sich ein in einer ersten Saison mit Audi, die bislang von Missgeschicken und Pech geprägt ist. Den elften Platz im Rennen und vor allem im Qualifying hat Hülkenberg bislang ohnehin gebucht. Zweimal kam er in Sprints und Rennen zudem nicht ins Ziel, zweimal startete er aus technischen Gründen gar nicht erst.
Dabei ist der Audi bislang auf fast jedem Kurs konkurrenzfähig gewesen, zuletzt in Monaco kam Hülkenberg gar als Neunter ins Ziel und hätte damit gepunktet. Eine nach dem Rennen wirksame Strafe kegelte ihn aber aus den Top 10. Dass das Auto in Barcelona nun erneut auf der Höhe war, half Hülkenberg dann auch wenig. "Wieder ist ein Wochenende vergangen, und wir haben nichts mitnehmen können", sagte er bei Sky.