Wagner "persönlich getroffen" vom Unmut der FC-Fans
"Ich bin jetzt lange genug im Verein. Das ist nicht einfach", sagt der 38-Jährige über die Pfiffe und "Wagner raus"-Rufe.
Trainer René Wagner hat enttäuscht auf die Pfiffe und "Wagner raus"-Rufe von Fans des 1. FC Köln reagiert. "Direkt nach dem Spiel, auch am Tag danach, hat es einen natürlich schon persönlich getroffen. Ich glaube, ich bin jetzt lange genug im Verein. Das ist nicht einfach", sagte der 38-Jährige am Montag auf einer Pressekonferenz.
Zahlreiche FC-Fans hatten am Samstag nach der Nullnummer gegen Schalke 04 angesichts der schwachen Offensivleistung lautstark ihren Unmut geäußert. "Das ist kein schönes Gefühl, dann zu Hause zu sein und am nächsten Morgen aufzuwachen. Man hat einfach auch Menschen enttäuscht, das will man nie", sagte Wagner. Die Mannschaft sei von den Reaktionen "teilweise ein bisschen überrascht" gewesen.
Die Möglichkeit zur Wiedergutmachung bietet sich dem FC am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) im DFB-Pokal-Heimspiel gegen den Ligakonkurrenten Union Berlin. "Morgen gibt es eine neue Chance, die Fans glücklich zu machen. Da tun wir alles für und das muss unser großes Ziel sein. Die Gier und der Wille, Tore zu erzielen, müssen spürbar sein", sagte Wagner.
Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler hatte dem Trainer zuletzt "die volle Rückendeckung" zugesichert. In der Bundesliga belegt Köln aktuell den zwölften Platz.