Piräus gewinnt erstmals seit 2013 die EuroLeague
Die Griechen entscheiden ausgerechnet in der Arena von Rivale Panathinaikos das Duell mit Madrid rund um den Deutschen David Krämer.
Die Basketballer von Olympiakos Piräus haben den Bann gebrochen und im Duell mit Angstgegner Real Madrid die EuroLeague gewonnen. Nachdem Piräus in den vorherigen beiden Finalduellen mit den Madrilenen noch unterlegen war, siegte das Team von Headcoach Giorgos Bartzokas vor einem frenetischen Publikum in Athen mit 92:85 (44:44). Während der deutsche Basketball-Nationalspieler David Krämer seinen ersten großen Vereinstitel verpasste, setzten sich die Griechen erstmals seit 2013 wieder die europäische Krone auf - ausgerechnet in der Arena von Rivale Panathinaikos.
"Es bedeutet mir sehr viel! Man weiß nie, ob man so etwas wieder erlebt", hatte Weltmeister Krämer im Vorfeld der Endrunde gesagt. Der 29-Jährige wartete allerdings auch im Finale vergeblich auf Einsatzzeit. Beim ersten Final Four auf griechischem Boden seit 2007 wollte derweil auch Reals Präsident Florentino Pérez dabei sein.
Beim Stand von 80:80 setzte Piräus in einer bis dahin umkämpften wie engen Partie zu einem beherzten Schlussspurt an und gab die Führung nicht mehr her. Der Franzose Evan Fournier war bei Olympiakos mit 20 Punkten der überragende Mann, während auch 24 Punkte von Trey Lyles für Madrid zu wenig waren.
Olympiakos' Fournier wurde im Anschluss zum Final-Four-MVP gekürt. Nach dem US-Amerikaner Nigel Hayes-Davis im Vorjahr hat damit wieder ein Europäer den Award abgeräumt.
Madrid verpasste nach dem Erreichen seines fünften Final Four in Folge den insgesamt vierten Triumph. 2015 und 2023 hatte Real Piräus geschlagen. Rekordsieger ist Panathinaikos Athen mit fünf Titeln.