"Ramses, stark in der Wahrheit, Liebling des Amun, schuf diesen himmlischen Wohnsitz für seine geliebte königliche Gemahlin Nefertari", steht auf den Säulen des Tempels der Hathor von Dendera geschrieben.
Sechs zehn Meter hohe Figuren flankieren den Eingang des Tempels. Das Besondere: Die Ehefrau Nefertari wird genauso groß dargestellt wie Ramses selbst - eine wahre Seltenheit, wurden die Ehefrauen bei den alten Ägyptern doch meist kleiner dargestellt.
Über 1.000 Tonnen Kalkstein können - in Form gebracht - durchaus etwas hermachen. So wie in Florida, wo Coral Castle thront. Der lettische Bildhauer Edward Leedskalnin tüftelte 28 Jahre lang an dem Steinmonument - allein, wie er immer behauptete.
Gewidmet ist es seiner verlorenen Liebe Agnes Scuffs. Die soll ihn angeblich kurz vor der Hochzeit abserviert haben. Wie er die teils 30 Tonnen schweren Blöcke übereinander stapelte, bleibt ein Rätsel.
Eine Nummer größer wird es im österreichischen Salzburg. Dort ließ Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau um 1600 Schloss Altenau für seine Geliebte oder heimliche Ehefrau Salome Alt errichten.
Lange währte das Glück nicht. Raitenau wurde seines Amtes enthoben, seine Frau samt Kinder von Schloss Altenau vertrieben. Der Nachfolger, Markus Sittikus von Hohenems, wollte alle Spuren seines Vorgängers tilgen und nannte das Anwesen fortan Schloss Mirabell.
Wer italienische Renaissance sucht, findet sie ausgerechnet im US-Bundesstaat Virginia. Dort ließ der Industrielle James Dooley 1912 den Swannanoa Palace bauen - zu Ehren seiner großen Liebe Sally May.
Acht Jahre und zwei Millionen Dollar später war der der Villa Medici in Rom (Bild) nachempfundene Palast fertig. Wer die 52 Räume in Virginia besichtigen möchte, kann das für acht US-Dollar tun.
Millionen Besucher streifen jährlich durch das Taj Mahal. Großmogul Shah Jahan ließ das Grabmal in den Jahren zwischen 1631 und 1648 in Gedenken an seine verstorbene Liebe Mumtaz Mahal errichten.
Anders als es den Anschein hat, ist das Gebäude am Stadtrand von Agra nicht ganz aus Marmor. Es besteht aus gebrannten Ziegeln, die mit weißem Marmor verkleidet sind. Weniger romantisch: Shah Jahan wurde von seinem Sohn gestürzt und verbrachte den Rest seines Lebens als Gefangener im Roten Fort.
Chenonceau gehört zu dem Schönsten, was die Reihe der Loire-Schlösser zu bieten hat. Einen Großteil seiner Geschichte war das Wasserschloss in Frauenhand.
Als Heinrich II. 1547 den französischen Thron bestieg, schenkte er das Schloss seiner Mätresse Diane de Poitiers, die er 1548 zur Herzogin von Valentinois erhob.