So vertreibt man Maulwürfe
Maulwürfe darf man nur vertreiben, aber nicht fangen. Wir zeigen, wie das geht und wie man einem Besuch der Tiere vorbeugen kann.
So vertreibt man Maulwürfe
Maulwürfe darf man nur vertreiben, aber nicht fangen. Wir zeigen, wie das geht und wie man einem Besuch der Tiere vorbeugen kann.
Der Ärger ist bei vielen Zeitgenossen sehr groß, wenn im Rasen feinkrümelige Erdhäufchen auftauchen und den gepflegten Eindruck der grünen Fläche empfindlich stören.
So wie auf diesem Bild sollte man aber nicht mit dem Eindringling umgehen! Maulwürfe gehören zu den geschützten Nützlingen und dürfen daher nicht getötet werden. Bei Zuwiderhandlung drohen bis zu 50.000 Euro Strafe. Auch Lebendfallen sind aus Tierschutzgründen verboten, weil Maulwürfe diese meist nicht überleben. Doch wie rückt man ihm am besten zu Leibe?
Der Maulwurf sieht zwar schlecht, hat jedoch einen hoch entwickelten Geruchssinn und ein ausgezeichnetes und empfindliches Gehör. Deshalb zielen viele Vergrämungsmethoden darauf ab, ihm mit Gerüchen und Geräuschen das Leben im eigenen Garten so unangenehm wie möglich zu machen, sodass er sich eine neue Bleibe sucht.
Den Geruch von stark duftenden Kräutern und Knoblauch kann der Maulwurf mit seiner feinen Nase nicht ertragen. Einfach ganze Knoblauchzehen, Pfefferminze, Salbei, Holunderblüten und -blätter oder auch Fischabfälle in die Gänge legen.
Auch durch den Geruch von Kaiserkronen oder Lilien lassen sich Maulwürfe abschrecken. Besonders die Kaiserkronen verströmen einen unangenehmen strengen Geruch, den Maulwürfe gar nicht mögen.
Dazu vorsichtig den Gang unter dem Maulwurfshügel freilegen, das Vergrämungsmittel der Wahl hineinlegen und mit Erde abdecken.
Maulwürfe lassen sich auch durch Geräusche verschrecken und zum Umzug bewegen. Als Erfolg versprechend wird das Einstecken von leeren Flaschen in den Maulwurfsgang beschrieben. Die Flasche bis zum Hals schräg eingraben. Der Wind erzeugt in der Flasche Pfeiftöne, die die Maulwurfsruhe stören.
Auch wird kein Maulwurf bleiben, wenn ein Wiesenstück durch spielende und tobende Kinder viel genutzt wird.
Die Anwesenheit von Katzen ist Maulwürfen ebenfalls unangenehm. Am aufwendigsten ist es, ein horizontales engmaschiges Gitter unter dem Rasen zu verlegen. Kaninchendraht wäre dafür geeignet.
Zum Maulwurf vertreiben wird oftmals Buttersäure als Mittel der Wahl in diversen Gartenforen empfohlen. Dabei handelt es sich um Butansäure, eine farblose Flüssigkeit, die äußerst unangenehm riecht. Beim Umgang mit Buttersäure ist jedoch Vorsicht geboten. Die Dämpfe der Chemikalie reizen die Schleimhäute von Augen und Atemwegen.
Auf ein altes Tuch einige Tropfen Buttersäure tropfen und mit einem Stock direkt in den Gang unter einem Maulwurfshügel schieben. Den Lappen gut mit Erde abdecken, damit der wirklich unangenehme Geruch nicht in die Umgebung gelangt.
So muss jeder einzelne Maulwurfshügel im Garten behandelt werden, um den Maulwurf wirklich loszuwerden.
Maulwürfe fressen Engerlinge, kleine Mäuse, Würmer, Insekten und Schnecken. Pflanzen schädigen die kleinen Tiere nicht. Eigentlich sind die pelzigen Tiere also recht nützliche Wesen im Naturhaushalt.
Neben der Reduzierung der Schädlinge im Revier lockert der Maulwurf durch sein emsiges Graben die Gartenerde auf. Gerade die feinkrümelige Erde des Maulwurfhügels kann daher auch zum Befüllen von Blumentöpfen genutzt werden.
Es gilt also abzuwägen, ob das niedliche pelzige Säugetier nicht vielleicht doch ein Bleiberecht bekommt!