Update für Windows: Diese neuen Funktionen bietet Dein System
Mit dem Microsoft-Patchday im Juli 2026 hat Windows 11 zahlreiche neue Funktionen erhalten. Wir werfen einen Blick auf das Update und zeigen, was neu in Windows 11 ist.
Der monatliche Microsoft-Patchday im Juli 2026 hatte es in sich. Neben zahlreichen Sicherheitslücken, die der US-Konzern gestopft hat, bringt das Update auch eine Reihe von neuen, hilfreichen Funktionen mit. Der Patch KB5101650 bringt Windows 11 25H2 und Windows 11 24H3 auf den Build 26200.8875 und aktiviert gleichzeitig viele neue Funktionen. Diese waren teilweise vorher nur als manuelle Downloads verfügbar.
Die Zeitpunktwiederherstellung: Eine neue und hilfreiche Funktion
Mit Point-in-Time-Restore (PITR) bringt Microsoft eine Funktion in das Betriebssystem, die eine Wiederherstellung eines früheren Zeitpunkts im System erlaubt. Im Deutschen nennt heißt sie “Zeitpunktwiederherstellung” und ermöglicht es Dir, das System auf einen Stand aus den letzten 72 Stunden zurückzusetzen.
Eine solche Funktion gab es bislang schon, neu ist jedoch, dass PITR auch lokale Daten und alle installierten Anwendungen wiederherstellt. Bei der alten Systemwiederherstellung bezieht sich die Zurücksetzung hingegen rein auf das Betriebssystem.
Das ist hilfreich, wenn Dein System beispielsweise durch eine fehlgeschlagene Installation eines Treibers oder eines Updates instabil ist. Auch ungewollte Konfigurationsfehler kannst Du auf diesem Weg elegant ausmerzen. Abhängig von Deiner Version von Windows 11 hast Du dabei Möglichkeiten, PITR zu beeinflussen.
In Windows 11 Home und Pro übernimmt das Betriebssystem dabei die Einstellungen. So erstellt das System hier automatisch alle 24 Stunden einen Wiederherstellungspunkt und hebt diesen für 72 Stunden auf. Nutzt Du Windows 11 Enterprise, kannst Du über ein Drop-down-Menü Häufigkeit und die Dauer der Aufbewahrung individuell einstellen. Dabei stehen Dir für beide Optionen jeweils 4, 6, 12, 16 und 24 Stunden zur Auswahl.
Windows Home aktiviert PITR automatisch und erstellt somit laufend diese Wiederherstellungspunkte. Unter Windows 11 Pro gilt dies nur, wenn Dein Computer nicht Teil einer Domain ist und keine Unternehmenspunkte verwaltet. Wichtig ist zudem, dass die Systempartition eine Größe von mindestens 200 GB besitzt. Ansonsten deaktiviert Windows die Zeitpunktwiederherstellung, denn die einzelnen erstellten Punkte belegen viel Speicherplatz.
Windows löscht selbstständig die älteren Wiederherstellungspunkte, sodass diese nicht unnötig Speicherplatz belegen. Bei weniger als 20 Gigabyte freiem Speicherplatz löscht das Betriebssystem aber auch vorher schon Wiederherstellungsdaten. Du kannst über einen Regler einstellen, wie viel Prozent des Speicherplatzes Windows verwenden darf. Hierbei wählst Du, wie viel Prozent des Datenträgers für die PITR zur Verfügung stehen.
Zusätzliche neue Funktionen in Windows 11
Du kannst nun außerdem planen, zu welchem Zeitpunkt die monatlichen Patches installiert werden. Es ist möglich, dies über den Kalender um 35 Tage ab dem Tag der Veröffentlichung zu verschieben. Microsoft rät jedoch davon ab, die Installation der sicherheitsrelevanten Patches zu lange aufzuschieben.
Weiterhin hat Microsoft die Performance des Datei-Explorers verbessert. So integriert der Explorer Disk-Images jetzt deutlich schneller. Zudem hat Microsoft das Verhalten von Widgets angepasst. Diese öffnen sich jetzt nicht mehr, wenn Du mit der Maus über diese fährst. Auch Benachrichtigungen und Symbole sind künftig minimiert in der Taskleiste zu finden, was weniger störend sein soll. Ebenfalls gibt es Verbesserungen im Bereich Bluetooth, beim Drucken über das Internet und bei der Sprachausgabe. Verbessert hat Microsoft auch die Bildschirmtönung. Diese entlastet jetzt Deine Augen bei längeren Arbeiten am Computer besser.
Möchtest Du eine detaillierte Übersicht über alle Änderungen und Neuerungen, findest Du diese in der Support-Dokumentation zum Update KB5101650 auf der Webseite von Microsoft.
Wie installiere ich den neuen Patch?
Alle Systeme mit Windows 11 und aktiver Lizenz erhalten den Patch automatisch. Zuerst rollt Microsoft die sicherheitsrelevanten Patches und die Updates zum Secure Boot aus. Alle zusätzlichen Funktionen gibt es nach und nach über die Windows-Update-Funktion. In der Regel haben innerhalb der ersten zwei Wochen ein Großteil der Rechner das Update automatisch erhalten, innerhalb von vier Wochen sollten die Patches vollständig ausgerollt sein. Somit solltest Du das Juli-Update spätestens bis Mitte August erhalten haben. Wer es eilig hat, kann das Update KB5101650 aber auch manuell von Microsoft herunterladen und installieren.