Windows einfach und gratis ausmisten!
Festplatte voll oder PC langsam? Windows einfach und gratis ausmisten!
Wir zeigen Dir, wie Du Schritt für Schritt Deinen Windows-Computer aufräumen kannst – komplett mit Bordmitteln und ganz ohne kostenpflichtige Tools.
Je länger Du einen Computer verwendest, umso mehr alte, doppelte oder nicht mehr notwendige Dateien sammeln sich an. Diese müllen nicht nur Speicher und Desktop voll, sondern sorgen auch dafür, dass Dein PC immer langsamer wird. Kein Wunder, dass es ein großes Angebot an Bezahlsoftware gibt, die verspricht, hier Abhilfe zu schaffen.
Doch auch Windows selbst bietet Möglichkeiten, um Platz zu schaffen und Deinen Computer wieder zu beschleunigen. Diese sind nicht nur für private Anwender, sondern auch für die meisten kleinen Unternehmen vollkommen ausreichend. Allerdings hat Microsoft einige der virtuellen Kehrbesen gut versteckt. Deswegen wollen wir Dir kurz demonstrieren, wie Du wieder Platz und Ordnung auf Deinem Windows-PC schaffen kannst.
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Schritt 1: Belegten Speicherplatz überprüfen
Zunächst solltest Du Dir einen Überblick darüber verschaffen, wie viel Speicherplatz die Programme auf Deinem Computer überhaupt beanspruchen. Denn das kann darüber entscheiden, wie gründlich Du ausmisten musst. Die notwendigen Informationen liefert Dir der Windows-Explorer.
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Das Programm startest Du am einfachsten, indem Du gleichzeitig „WINDOWS-Taste“ und „e“ drückst. Klicke danach auf den Eintrag „Dieser PC“, den Du in der linken Navigationsleiste findest. Windows öffnet daraufhin den Ordner „Geräte und Laufwerke“. Hier erhältst Du nicht nur eine Übersicht über die angeschlossenen Speichermedien und einzelnen Partitionen. Du siehst auch, wo der Platz knapp wird, und kannst so gezielte Gegenmaßnahmen ergreifen.
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Schritt 2: Autostart aufräumen
Zahlreiche Programme, die Du auf Deinem Computer installierst, nisten sich im Autostart ein. So stehen die Werkzeuge nach dem Hochfahren des PCs zwar direkt zur Verfügung. Allerdings können dadurch nach dem Booten des Computers auch Wartezeiten entstehen. Das ist besonders ärgerlich, wenn Anwendungen knappen Arbeitsspeicher belegen, Du diese Programme aber nur selten benötigst. Aber was startet auf Deinem PC überhaupt automatisch?
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Um das herauszufinden, solltest Du zunächst den Task-Manager öffnen. Das funktioniert etwa, indem Du die Tasten „STRG“, „UMSCHALT“ und „ESC“ zusammen betätigst. Wähle hier auf der linken Seite das Icon „Autostart von Apps“ aus. Nun listet Windows alle Programme auf, die beim Hochfahren des Computers automatisch starten. Außerdem erhältst Du Informationen zu „Status“ und „Startauswirkungen“.
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Die meisten Nutzer benötigen hier nichts, was nicht mit Cloud-Synchronisation, Sicherheitssoftware oder Treibern – vor allem von Maus und Tastatur – zu tun hat. Sicherheitshalber kannst Du aber Programme einfach deaktivieren, statt diese komplett zu entfernen. Klicke dazu mit der rechten Maustaste auf den jeweiligen Eintrag. Diese Einstellung kannst Du später auf demselben Weg rückgängig machen und einzelne Apps wieder aktivieren.
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Schritt 3: Nicht benötigte Programme löschen
Wahrscheinlich befinden sich auch auf Deinem Computer diverse Anwendungen und Spiele, die Du schon lange nicht mehr verwendest. Einige wolltest Du vermutlich nur kurz antesten und bei manchen hast Du vielleicht sogar vergessen, diese überhaupt heruntergeladen zu haben. Hier hilft eine Liste der installierten Programme.
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Diese zeigt Dir Windows über den Pfad „Systemsteuerung“, „Programme“ sowie „Programme und Features“ an. Schneller gelangst Du hierhin, indem Du zunächst mit der Tastenkombination „WINDOWS-Taste“ und „r“ das Dialogfeld Ausführen öffnest und dort den Befehl „appwiz.cpl“ eintippst. Nachdem Du die zu löschende App markiert hast, kannst Du diese via Rechtsklick deinstallieren und so Speicherplatz freigeben.
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Dateien, die mehrfach auf Deinem Computer gespeichert sind, eröffnen ebenfalls Potenzial für mehr Platz. Allerdings bietet Windows für deren Auffinden keine mächtigen Bordmittel an. Dementsprechend bist Du hier auf spezielle Tools angewiesen. Am besten legst Du vor deren Einsatz ein Backup an.
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Schritt 4: Nicht benötigte Software aus dem Microsoft Store loswerden
Vielleicht hast Du bemerkt, dass sich auf obiger Liste nicht alle Programme finden, die auf Deinem PC installiert sind. Insbesondere fehlt Software, die aus dem Microsoft Store stammt. Der Weg zu einer umfassenderen Übersicht führt über die „Einstellungen“ auf Deinem Computer.
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Diese öffnest Du am schnellsten mit der Tastenkombinnation „WINDOWS-Taste“ und „i“. Unter dem Eintrag „Apps“ bzw. „Installierte Apps“ kannst Du Dir alle Programme auflisten lassen. Windows bietet hier auch praktische Filtermöglichkeiten – etwa bezüglich Dateigröße und Laufwerk. Durch einen Mausklick auf die drei Punkte neben dem Programmnamen kannst Du den Deinstallationsprozess initiieren.
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Schritt 5: Datenträgerbereinigung normal oder intensiv durchführen
Mit der Zeit sammeln sich auf einem PC zahlreiche Dateien an, die nicht mehr erforderlich sind. Um diese zu finden und zu löschen, gibt es den Windows-Dienst Datenträgerbereinigung. Dabei kannst Du die Bereinigung unterschiedlich intensiv durchführen. Am schnellsten geht es wieder über die Kombination von „WINDOWS-Taste“ und „r“.
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Für eine einfache Bereinigung genügt hier die Eingabe des Befehls „cleanmgr“. Nun fordert Dich Windows auf, ein Laufwerk auszuwählen. Setze danach einfach Häkchen neben den Kategorien, die Du bereinigen möchtest. Bestätige die Auswahl anschließend mit „OK“ und „Dateien löschen“.
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Möchtest Du noch mehr Speicherplatz freigeben, solltest Du nach der Eingabe von „cleanmgr“ die Tasten „STRG“, „UMSCHALT“ und „EINGABE“ gleichzeitig drücken. Dann lässt sich unter „Weitere Optionen“ noch intensiver ausmisten. So kannst Du guten Gewissens ältere Systemwiederherstellungspunkte löschen. In der Regel genügt es, den letzten Wiederherstellungspunkt aufzubewahren. Alte Update-Dateien lassen sich zudem mit einem Klick auf „Systemdateien bereinigen“ entsorgen.
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Schritt 6: Temporäre Dateien entfernen
Einige Dateien sollten eigentlich nur zeitweise auf Computern gespeichert werden, verbleiben dann aber doch unbemerkt in Unterordnern. Diese Dateien finden sich vor allem an drei Orten auf Deinem PC. Zu diesen gelangst Du wieder über das Ausführen-Fenster, das sich nach dem Drücken der Tastenkombination „WINDOWS-Taste“ und „r“ öffnet.
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Die drei primären Orte für die Speicherung temporärer Dateien kannst Du hier nacheinander durch die Befehle „%temp%“, „%tmp%“ sowie „systemtemp“ öffnen. Alle Dateien im jeweiligen Ordner lassen sich mit der Tastenkombination „STRG“ und „a“ markieren und dann mit „ENTF“ löschen. Keine Angst: Hier kannst Du keine wichtigen Daten versehentlich löschen, zumal Windows das Entfernen von Dateien nicht gestattet, die aktuell verwendet werden.
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Zwar gibt es theoretisch noch weitere Möglichkeiten, um durch das Entfernen von nicht mehr benötigten Dateien Platz zu schaffen. Hier bieten sich vor allem der Ordner „Windows\WinSxS“ und die Registry an. Anfänger sollten jedoch darauf verzichten. Denn falsche Entscheidungen können hier dafür sorgen, dass der PC nicht mehr (korrekt) startet.
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Schritt 7: Daten extern sichern
Oft belegen Dateien wertvollen Platz auf Deinem Computer, die Du nur selten benötigst. Hier kann eine externe Speicherung Abhilfe schaffen. Dabei bieten sich Dir grundsätzlich zwei Möglichkeiten – nämlich die Sicherung auf einem externen Datenträger oder in der Cloud.
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Auch wenn Deine HDDs oder SSDs ausreichend Platz bieten, kann die Einrichtung einer Partition für bestimmte Dateien – etwa für die digitale Film- oder Musikbibliothek – für mehr Ordnung sorgen. Ansonsten dient ein Zweitlaufwerk zur Auslagerung der entsprechenden Dateien. Damit auch künftig alles dort landet, wo es soll, kannst Du für neue Inhalte Speicherorte definieren. Öffne dazu mit der Tastenkombo „WINDOWS-Taste“ und „i“ die Einstellungen. Folge dort dem Pfad „System“, „Speicher“, „Erweiterte Speichereinstellungen“ sowie „Speicherort für neuen Inhalt“. Hier kannst Du genau festlegen, wo Windows künftig heruntergeladene Apps, Dokumente, Musik, Fotos und Videos, Filme und TV-Sendungen sowie Offline-Karten ablegen soll.
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Besonders komfortabel ist die Sicherung selten benötigter Daten in der Cloud-Lösung OneDrive. Dafür sorgt auch das Feature „Dateien bei Bedarf“. Denn mit diesem zeigt der Explorer die Daten, die Du in die Cloud hochgeladen hast, weiterhin an. Das Herunterladen erfolgt aber erst dann, wenn Du eine der Dateien öffnest. Diese praktische Funktion kannst Du aktivieren, indem Du OneDrive startest, hier die „Einstellungen“ öffnest und anschließend zu „Synchronisierung und Sicherung“ wechselst.
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Schritt 8: Massenspeicher optimieren durch Defragmentieren und Trimmen
Du hast zwar ausreichend Speicherplatz, möchtest aber Dein System anderweitig optimieren? Dann solltest Du HDDs regelmäßig defragmentieren und SSDs trimmen. Denn das sorgt nicht für kürzere Ladezeiten bzw. dauerhaft hohe Schreibgeschwindigkeiten. Auch eine Erhöhung der Lebensdauer ist so möglich.
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Um Datenträger so zu optimieren, startest Du am besten wieder den Ausführen-Dialog, indem Du die „WINDOWS-Taste“ und „r“ gleichzeitig drückst. Gib hier den Befehl „dfrgui“ ein. Nun listet Windows verbundene HDDs und SSDs auf. Durch einen Klick auf „Optimieren“ initiierst Du den jeweiligen Vorgang.
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Bei der Defragmentierung legt Windows zerstückelte Teile von Dateien wieder zusammen. Was für klassische HDDs empfehlenswert ist, verringert bei SSDs die Lebensdauer. Deswegen ist hier eine Defragmentierung nicht empfehlenswert. Die Optimierung erfolgt hier über den sogenannten TRIM-Befehl. Dadurch erhält das Laufwerk Informationen, welche Speicherblöcke nicht mehr genutzt und dementsprechend gelöscht werden können. Die entsprechenden Optimierungen solltest Du wöchentlich durchführen. Das kannst Du über einen Zeitplan auch bequem automatisieren.
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Schritt 9: Offene Fenster einfacher schließen
Zu viele geöffnete Fenster können nicht nur verhindern, dass Du Dich auf Deine Arbeit fokussierst. Sie können auch Deinen Computer verlangsamen. Du musst aber nicht mühselig jedes einzelne Fenster aktivieren und schließen. Wenn Du die Tasten „ALT“ und „TAB“ gedrückt hältst, zeigt Dir Windows nämlich alle geöffneten Fenster an. Um zwischen diesen schnell hin- und herzuwechseln, verwendest Du die Pfeiltasten. Mithilfe von „ENTF“ schließt Du das gewünschte Fenster.
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Eine weitere Möglichkeit bietet die Tastenkombo „WINDOWS-Taste“ und „TAB“. Hier kannst Du alle geöffneten Fenster blitzschnell mit einem Klick auf das Schließen-Icon (x) in der rechten oberen Fensterecke schließen. Um Datenverluste zu vermeiden, erscheint bei nicht gesicherten Daten vor dem Schließen ein entsprechender Hinweis.
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Schritt 10: Schluss mit dem Desktop-Chaos
Wenn Du schon dabei bist, Ordnung zu schaffen, solltest Du Deinen Desktop nicht vergessen. Denn hier sammeln sich oft zahlreiche heruntergeladene Dateien an. Darunter leidet jedoch die Übersicht. Deswegen solltest Du am besten feste Ordnerstrukturen anlegen. Achte darauf, dass die Verschachtelungen nicht zu fein werden, damit Du schnell und einfach die gesuchten Daten findest. Deswegen solltest Du Dich hier auf drei Ebenen beschränken.
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Damit der Desktop auch aufgeräumt bleibt, solltest Du ihn regelmäßig ausmisten. Wenn Du das einmal pro Woche machst, genügen dafür in der Regel zehn Minuten. Behandele den virtuellen Schreibtisch am besten nur als Durchgangsstation. Dann stapeln sich hier auch keine Dateienberge.
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Schritt 11: Neuinstallation: die Ultima Ratio
In den meisten Fällen sollten die skizzierten Schritte ausreichen, damit Dein Computer mehr Speicherplatz bietet und wieder schneller arbeitet. In seltenen Fällen haben sich aber zu viele Reste von alten Programmteilen, Treibern und Co. angesammelt. Dann hilft nur noch eine Neuinstallation. Bevor Du diese startest, solltest Du aber einige Vorbereitungen treffen.
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Zunächst empfiehlt es sich, ein Backup anzulegen. Notiere Dir von der installierten Software – etwa von Windows – die Lizenzschlüssel, damit Du diese nach einer Neuinstallation neu eingeben kannst. Erstelle anschließend eine Liste der Apps, die Du auf Deinem Rechner benötigst, und berücksichtige dabei den verfügbaren Speicherplatz.
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Die Neuinstallation von Windows funktioniert inzwischen sehr einfach und komfortabel. Öffne durch die Tastenkombination „WINDOWS-Taste“ und „i“ zunächst die Einstellungen. Wähle hier in der linken Seitenleiste „System“ und anschließend „Wiederherstellung“. Hier kannst Du Windows neu installieren, wobei es sogar möglich ist, persönliche Daten zu erhalten.