Mit Elster alle Steuerangelegenheiten erledigen – so gelingt es!
Mit Elster alle Steuerangelegenheiten erledigen – so gelingt es!
Elster ist das Online-Finanzportal für alle Bürger. Hier kannst Du Deine Steuererklärungen in elektronischer Form abgeben und Deine Formulare verwalten.
Die Beliebtheit von Elster nimmt weiter zu. Laut einer Umfrage von Bitkom, dem IT-Branchenverband, haben erstmals mehr Steuerpflichtige ihre Erklärung auf diesem Weg abgegeben. Die bisher beliebteste Methode, eine Steuersoftware eines Drittanbieters zu nutzen, fiel mit 27 Prozent gegenüber Elster mit 31 Prozent auf den zweiten Platz zurück.
Dabei hat die direkte Abgabe über Elster einige Vorteile. Zum Beispiel ist diese Option für Dich kostenfrei, während eine Steuersoftware meistens zwischen 25 und 45 Euro pro Jahr kostet. Auch brauchst Du keine zusätzliche Anwendung auf Deinem PC zu installieren. Der Zugriff auf Elster gelingt einfach über den Browser. Zudem bietet Dir Elster Zugang zu den vorausgefüllten Steuererklärungen (VaSt). Das spart Dir Zeit bei den Steuererklärungen und erleichtert das Ausfüllen.
Auch die vorausgefüllten Steuererklärungen (VaSt) in Elster bieten Dir Vorteile. So sind viele Daten, die der Steuerverwaltung vorliegen, automatisch eingetragen. Dazu gehören die Lohnsteuerbescheinigung Deines Arbeitgebers, Rentenbezüge, geleistete Beiträge zu den Sozialversicherungen, Kranken- und Elterngeld oder Arbeitslosenbezüge. Auch Beiträge zu den Riester- und Rürup-Renten sowie vermögenswirksame Leistungen und Kapitalerträge mit den dazugehörigen Freistellungsaufträgen sind bereits eingetragen. Mit den VaSt sparst Du also eine Menge Zeit und brauchst die Daten nicht manuell herauszusuchen.
Ein Punkt, den Elster hingegen nicht leistet, ist, Dir individuelle Steuerspartipps bereitzustellen. Logisch, denn dies liegt nicht im Interesse der Steuerbehörde. Bei Steuersoftware wie WISO sind solche Tipps hingegen ein zentrales Argument, das für solche Anwendungen spricht. Im Durchschnitt erhält jeder Steuerpflichtige eine Erstattung von 1.200 Euro, sodass sich die Investition in eine solche Steuersoftware durchaus lohnen kann.
Termine für die Abgabe von Steuererklärungen
Wer seine Steuererklärungen über Elster abgibt, hat dieselben Fristen wie Steuerpflichtige, die andere Wege für die Abgabe nutzen. Für alle diejenigen, die zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, ist für das Steuerjahr 2025 der 31. Juli 2026 der letzte Termin für die Abgabe. Wer hingegen einen Steuerberater beauftragt oder seine Einkommensteuererklärung über einen Lohnsteuerhilfeverein einreicht, erhält automatisch eine Fristverlängerung bis Ende Februar 2027. Nochmals mehr Zeit hast Du, wenn Du nicht zur Abgabe verpflichtet bist und freiwillig eine Einkommensteuererklärung abgibst. Dann muss die Erklärung für das Veranlagungsjahr 2025 spätestens zum Ende des Jahres 2029 beim Finanzamt eintreffen.
Der Umgang mit Elster erfordert dabei etwas Erfahrung. Das liegt vor allem an den umfangreichen Funktionen, die Dir die Plattform bietet, und dem Steuerwissen, das Du mitbringen solltest. Du kannst vorausgefüllte Erklärungen laden, alte Daten aus der vorjährigen Steuererklärung importieren und Deine eigenen Daten in der Plattform verwalten. Außerdem existieren noch zwei weitere Apps für Smartphones und separate Portale für Rentner sowie einfache Steuerfälle. Ab dem ersten Juli 2026 gibt es zudem die Möglichkeit, die Einkommensteuererklärung mit einem Klick über das Smartphone einzureichen. Das ist für bestimmte Gruppen von Steuerpflichtigen möglich. Schlussendlich entscheidest Du, ob Du Deine Steuererklärung über Elster machen möchtest oder eine alternative Software einsetzt, die eventuell kostenpflichtig ist.
Die ersten Schritte mit Elster
Die Nutzung von Elster setzt ein Benutzerkonto voraus. Dieses erstellst Du bei der ersten Anmeldung an der Plattform. Dabei ist eine persönliche Authentifizierung erforderlich. Wähle im Portal „Benutzerkonto erstellen“ und dann „Für eine Privatperson“ aus. An diesem Punkt trägst Du die Steuer-Identifikationsnummer aus Deinem letzten Steuerbescheid ein. Wichtig: Gefragt ist die Identifikationsnummer, nicht die Steuernummer. Zusätzlich benötigst Du für die Authentifizierung Dein Geburtsdatum, eine Mail-Adresse und einen Benutzernamen, den Du zukünftig für die Anmeldung nutzen möchtest.

Bei dieser erstmaligen Anmeldung ist ein Identitätsnachweis erforderlich. Hier hast Du zwei Optionen. Du kannst zwischen der Online-Identitätsprüfung und einer Überprüfung per Brief wählen. Für die Online-Identitätsprüfung benötigst Du neben einem gültigen Personalausweis noch ein Smartphone mit der offiziellen AusweisApp oder ein Kartenlesegerät. Bei der Identitätsprüfung auf dem Postweg erhältst Du die Zugangs- und Aktivierungsdaten per Brief und E-Mail. Diese Option dauert bis zu zwei Wochen, während Du Deinen Elster-Zugang mit der Online-Identitätsprüfung in etwa 15 Minuten freigeschaltet hast.
Hast Du die App installiert, kannst Du mit der Online-Identitätsprüfung beginnen. Dafür gehst Du am PC auf die Elster-Webseite und wählst bei der Erstellung des Benutzerkontos die Option „Mit der Online-Ausweisfunktion“ aus. Dann authentifizierst Du Dich über die App mit Deinem Personalausweis und kannst dann auf dem Elster-Portal „Zurück zum Anbieter“ auswählen, um dann „Weiter zum sicheren Login“ und „Fortfahren mit Personalausweis“ klicken zu können. An diesem Punkt ist die erstmalige Aktivierung Deines Elster-Kontos abgeschlossen. Nun kannst Du „Privatperson“ auswählen und gelangst zu Deinen Steuerangelegenheiten.
Dieses Verfahren ist recht simpel und durch die Hinweise in der App sowie auf dem Elster-Portal Schritt für Schritt erklärt. Weitere Unterstützung zur Authentifizierung findest Du aber auch auf dem Portal der AusweisApp und auf der Webseite von Elster, wenn Du die Suche oder die FAQ nutzt.
Diese Informationen enthält die vorausgefüllte Steuererklärung
Eine Steuererklärung benötigt zahlreiche Eingaben und Informationen. Bei der vorausgefüllten Steuererklärung in Elster sind zwar eine Reihe von Daten bereits eingetragen, alle Informationen sind jedoch noch nicht vorhanden. Zudem solltest Du alle automatisch eingetragenen Daten nochmals prüfen und so verifizieren. Falls Du Fehler findest, kannst Du Korrekturen vornehmen.

Bevor Du die vorausgefüllte Steuererklärung nutzen kannst, musst Du das Abrufverfahren für die Daten aktivieren. Diese Funktion findest Du im Menü „Formulare & Leistungen“ und dann unter „Bescheinigungen verwalten“ und „Meine Bescheinigungen“. Hier wählst Du zunächst das Jahr aus, für das Du die Steuererklärung ausfüllen möchtest, und klickst auf „Weiter“. Sofern Du am selben Tag Deinen Elster-Zugang erstellt hast, kannst Du die Daten noch nicht sofort abrufen. Dies ist erst einen Tag nach der ersten Authentifizierung möglich.

Im Menü „Formulare & Leistungen“ kannst Du dann die einzelnen Belege, die zum Abruf bereitstehen, verwalten. Dies machst Du über „Bescheinigungen verwalten“ und „Meine Bescheinigungen“ über den Menüpunkt „Starten“. Zunächst wählst Du wieder das Jahr aus und bestätigst dies mit „Weiter“. Anschließend zeigt Dir Elster alle Bescheinigungen, die zum Abruf zur Verfügung stehen. Der Abruf ist die Voraussetzung, um diese Informationen in die vorausgefüllte Steuererklärung zu übernehmen.
Steuererklärung mit Elster ausfüllen und absenden
Eine Steuererklärung erstellst Du über „Mein Elster“ im Unterpunkt „Steuererklärung starten“. Wähle erneut das gewünschte Jahr aus, für das Du die Erklärung ausfüllen möchtest. Zunächst kannst Du auswählen, ob Du Daten aus dem Vorjahr übernehmen möchtest, sofern diese bereits vorhanden sind. Dies ist nur für Daten möglich, die in Elster gespeichert sind. Ein Import aus einer anderen Software ist über das Portal nicht möglich.
Falls Du zum ersten Mal eine Steuererklärung mit Elster erstellst, wählst Du also „Ohne Datenübernahme fortfahren“ aus. Dann trägst Du Deinen Namen und Deine Steuer-ID ein. Anschließend startet der Assistent für die Anlagen. Dieser hilft Dir, alle notwendigen Anlagen zur Steuererklärung auszuwählen. Du kannst aber auch zu einem späteren Zeitpunkt weitere Anlagen hinzufügen, falls Du etwas vergessen hast.
Nachdem Du mit einem Klick auf „Weiter“ die Eingaben bestätigst, fordert Dich Elster auf, die Daten nochmals zu überprüfen. Achte dabei auf die Korrektheit aller Informationen, denn diese Eingaben gelangen so in die finale Steuererklärung. Anschließend klickst Du auf „Alles prüfen“, wobei das Portal die Erklärung auf fehlende Einträge und offensichtliche Fehler kontrolliert.
Auf der linken Seite zeigt Elster nun eine Fehlerliste an, sofern noch Punkte zur Korrektur offen sind. Sind alle Fehler abgearbeitet, gibt Dir Elster eine vorläufige Berechnung der Steuer aus. Du bekommst also angezeigt, mit welcher Erstattung Du rechnen kannst. Möchtest Du genauer erfahren, wie sich diese Steuerberechnung zusammensetzt, kannst Du auf „Detaillierte Steuerberechnung“ klicken. Mit einem Klick auf „Absenden“ überträgst Du Deine Steuererklärung final an das Finanzamt. Den Steuerbescheid erhältst Du dann nach der Bearbeitung durch die Behörde.

Inzwischen bekommst Du den Steuerbescheid nur noch in digitaler Form, wenn Du Deine Erklärung per Elster oder in elektronischer Form über eine andere Software erstellst.
Apps für das Smartphone: Diese zwei Varianten gibt es von Elster
Die Steuerverwaltung stellt gleich zwei Apps für mobile Geräte zur Verfügung. Beide decken spezifische Aufgabenbereiche ab und sind sowohl für Geräte mit Android-Betriebssystem als auch für iOS-Mobilgeräte verfügbar. Elster Secure erleichtert dabei die Anmeldung bei Elster. Einmal am Smartphone eingerichtet, dient die App zur Authentifizierung und nutzt dafür die biometrischen Kontrollfunktionen des Mobilgeräts. So gelingt die Anmeldung bei Elster per Gesichtsscan oder Fingerabdruck.
Mein Elster+ als zweite App dient dem Sammeln von Belegen für die Steuererklärungen. Du kannst hier Rechnungen mit dem Smartphone abfotografieren und direkt hochladen. So bringst Du steuerrelevante Belege direkt nach Elster und verknüpfst diese mit Deiner Steuererklärung. Eine der neuen Funktionen, die ab Juli 2026 in Mein Elster+ freigeschaltet sein soll, ist die Steuererklärung mit einem Klick. Die ersten Gruppen von Steuerpflichtigen sollen dann vollständig ausgefüllte Erklärungen im eigenen Portal vorfinden und diese einfach nur noch per Klick bestätigen können. Änderungen sind natürlich weiterhin möglich.
Belege für die Steuererklärung in digitaler Form hochladen
Oftmals ist es notwendig, zusätzliche Belege zur Steuererklärung anzuhängen, vor allem, um Aufwendungen geltend zu machen. Nicht immer sind alle diese Belege sofort zur Hand, sodass das Ausfüllen der Steuererklärung nicht abgeschlossen werden kann. Für diesen Fall gibt es im Elster-Portal die Funktion „Speichern und Formular verlassen“. Wählst Du diese Option, speichert Elster alle Eingaben, ohne diese an das Finanzamt zu übermitteln. Du kannst Dich dann zu einem späteren Zeitpunkt erneut anmelden und an dieser Stelle mit dem Ausfüllen Deiner Steuererklärung weitermachen.
Für das Hochladen von Belegen gibt es den Menüpunkt „Belege/Bescheinigungen“. Auf diesem Weg hängst Du Belege in digitaler Form an Deine Steuererklärung an. Der Cloudspeicher von Elster stellt Dir hierfür einen Speicherplatz von 100 MB zur Verfügung. Lädst Du mehrere Belege hoch, kommst Du eventuell an die Kapazitätsgrenze. Es gibt jedoch einen Workaround, um dieses Problem zu lösen. Du kannst die Bildqualität der Belege vor dem Upload reduzieren und so viel Speicherplatz sparen. Das gelingt, indem Du abfotografierte Belege am PC mit der Windows-Fotoanzeige bearbeitest. Öffne hierfür ein Bild, klicke oben auf die drei Punkte und wähle „Bildgröße ändern“. Dann kannst Du über den Regler die Qualität reduzieren, wobei oftmals die Auswahl von zehn Prozent ausreicht. Die so bearbeiteten Belege speicherst Du und lädst sie in Elster hoch.
Du kannst auch Belege mit Deinem Smartphone abfotografieren, das Bild beschneiden und dann über Mein Elster+ hochladen. Mit PDF24 kannst Du zudem sehr große Dateien in diesem Format komprimieren lassen. Für mehr Sicherheit sorgst Du, wenn Du alles über die PC-Software abwickelst und nicht über einen Browser.
Elster – noch kein Ersatz für eine Steuersoftware
Das Elster-Portal funktioniert zuverlässig und bietet Dir einen direkten sowie bequemen Weg zum Finanzamt. Mit den vorausgefüllten Steuererklärungen spart Dir Elster sogar Zeit und es ist einfacher, als die Formulare vollständig selbst auszufüllen.
Es gibt aber auch Kritikpunkte. So führt Dich Elster nicht Schritt für Schritt durch jedes Feld der Steuererklärung und stellt Dir keine ausführliche Beratung zur Seite. In Zukunft soll „Einfach Elster Plus“ hier für eine Verbesserung sorgen. Bis dahin bieten Dir kostenpflichtige Steuersoftware von Drittanbietern klare Vorteile, die sich auch in einer höheren Steuerrückzahlung bezahlt machen können.
Auch ein Umstieg ist kompliziert. Wer seit vielen Jahren eine Anwendung wie WISO Steuer einsetzt, profitiert von gespeicherten Daten und Importen der Vorjahresdaten. Ein Datenimport ist mit Elster nicht möglich, sodass vor allem die erste Steuererklärung mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Darüber hinaus gibt es noch echte Tipps wie die kostenlose Steueranwendung von Check24. Diese Plattform ist nutzerfreundlich und gibt Dir viele Tipps zum Steuersparen. Bei solchen Tools, die direkt im Browser und auf den Servern eines Drittanbieters laufen, gilt es jedoch immer zu bedenken, dass Du Deine Daten überträgst und nicht sicher sein kannst, wie diese verwendet werden.
Weitere Elster-Plattformen für mehr Funktionalität
Die Steuerverwaltung baut das Online-Angebot zudem weiter aus. „Einfach Elster Plus“ ist bereits online unter www.einfachelsterplus.de erreichbar und soll in erster Linie die Steuererklärung vereinfachen. Wer selbst nicht tief in der Materie steckt und sich möglichst wenig mit dem Thema Steuererklärung beschäftigen möchte, soll hier über einfache Fragen und Schritt für Schritt seine Einkommensteuer selbst erledigen können.

Mit „Einfach Elster“ gibt es zudem ein zweites Portal, das sich an Rentner und Pensionäre richtet. Diese Gruppe hat in der Regel wenig Arbeit mit der Einkommensteuererklärung. So stehen relevante Daten wie zur Kranken- und Pflegeversicherung dem Finanzamt sowieso zur Verfügung und meistens sind die Einnahmen ebenfalls einfach zu kalkulieren. Es fehlen somit oftmals nur Arztrechnungen, Spenden, Handwerkerkosten oder Angaben zu Behinderungen. „Einfach Elster“ ist bereits live. Möchtest Du das Angebot nutzen, musst Du jedoch zunächst online eine Zugangsnummer beantragen.