Windows starten und beenden – via cmd
Windows starten und beenden – via cmd
Mehr Optionen und Präzision beim Windows-Start und -Shutdown gibt Dir die gute, alte Kommandozeile. Wir zeigen Dir einige hilfreiche Befehle.
Einfache Befehle für präzisen Shutdown und Neustart
Fährst Du Windows mit einem Klick über das Startmenü herunter, wird das Betriebssystem sich einfach sofort verabschieden. Das ist meistens gewollt, manchmal kann aber ein wenig mehr Kontrolle nicht schaden. Um jene Kontrolle zu erhalten, öffnest Du zuerst die Eingabeaufforderung. Am einfachsten geht das, indem Du kurz die Windows-Taste drückst und dann „cmd“ eingibst.
Ins neue Fenster gibst Du nun „shutdown /r“ ein. Daraufhin sollte ein Fenster erscheinen, das Dich darüber informiert, dass Windows in 30 Sekunden neugestartet wird. Dieses Fenster kannst Du auch wieder schließen, doch der Neustart wird trotzdem fortgesetzt. Möchtest Du hingegen keinen Reboot, sondern das Gerät komplett herunterfahren, gibst Du „shutdown /s“ ein.
Nützlich kann ein verzögerter Shutdown oder Reboot etwa sein, wenn Du häufig Tools verwendest, die nach dem Klick auf „Herunterfahren“ noch ein wenig Zeit brauchen – vielleicht um Arbeit zu speichern oder sich einfach zu schließen. Gerade umfangreiche Anwendungen benötigen manchmal ein wenig Zeit, um sich ordnungsgemäß zu beenden. Ein zu schneller, harter Shutdown könnte diese Apps stören, im schlimmsten Fall könnte getane Arbeit verlorengehen.
Mehr Kontrolle via /t
Beide genannten Befehle genehmigen sich 30 Sekunden, bevor das Betriebssystem neu startet oder herunterfährt. Möchtest Du dieses Zeitfenster präzisieren, bietet sich der Parameter /t an. Damit kontrollierst Du die Zeitspanne, die bis zur Ausführung des Befehls vergehen soll. Somit wird „shutdown /r /t 0“ dazu führen, dass der Reboot mit 0 Sekunden Verzögerung ausgeführt wird. Analog dazu wird „shutdown /s /t 0“ Dein System sofort herunterfahren.
Immer cmd zu öffnen, kann natürlich etwas umständlich wirken. Besser sind Verknüpfungen auf dem Desktop. Dazu reicht ein Rechtsklick auf eine freie Stelle des Desktops, von dort aus geht es weiter auf „Neu“ und „Verknüpfungen“. Sobald Du nach dem Speicherort gefragt wirst, gibst Du einen der obengenannten Befehle ein – etwa „shutdown /r“, aber ohne die Anführungszeichen. Danach klickst Du auf „Weiter“ und gibst Deiner Verknüpfung einen Namen. Für unser Beispiel wäre vielleicht ein Name wie „Verzögerter Neustart“ passend.
Sobald Du jetzt die Verknüpfung doppelklickst, wird der Befehl ausgeführt und Windows wird in Kürze neu starten.
Netzwerksysteme herunterfahren
Theoretisch kannst Du die genannten Befehle auf alle Systeme in Deinem Netzwerk ausweiten. Dazu hilft ein Befehl wie „shutdown /r /t 90 /c „Hallo“ /m \\BeispielPC“.
Aufgeschlüsselt heißt dies:
- „/r /t 90“ heißt, dass in 90 Sekunden ein Reboot durchgeführt wird.
- „/c „Hallo““ heißt, dass beim Zielgerät im Netzwerk die Mitteilung „Hallo“ angezeigt wird.
- „/m \\BeispielPC“ identifiziert das Gerät anhand seines Namens im Netzwerk – in unserem Befehl also „BeispielPC“.
So fährst Du leicht jedes beliebige Gerät im Netzwerk herunter, ohne anwesend sein zu müssen.