WhatsApp: So schützt Du Dein Konto
Eine neue Funktion erhöht die Sicherheit deines WhatsApp-Kontos. Durch restriktive Voreinstellungen lassen sich Angriffsversuche, Betrug und unbefugte Zugriffe minimieren.
Messenger-Dienste werden häufig genutzt, um Nutzer in Phishing-Fallen zu locken oder Schadsoftware zu verbreiten. Erst im November warnten Behörden vor groß angelegten Attacken auf Dienste wie WhatsApp und Telegram. Meta reagiert darauf mit den sogenannten „strikten Kontoeinstellungen“. Dieses Feature bündelt wichtige Schutzmaßnahmen, um potenziellen Angreifern die Arbeit deutlich zu erschweren. Statt einzelne Optionen mühsam selbst zu konfigurieren, aktivierst Du ein komplettes Sicherheitspaket auf einmal.
Die Vorteile der strikten Kontoeinstellungen
Diese Funktion reduziert Dein Risiko für Cyberangriffe, indem sie mehrere Sicherheitsoptionen gleichzeitig aktiviert und diese für die Dauer der Nutzung gegen Änderungen sperrt. Dadurch werden typische Schwachstellen geschlossen, die Kriminelle häufig ausnutzen. Das umfasst folgende Maßnahmen:
-
1. Verifizierung in zwei Schritten:
Diese ist dauerhaft aktiv und bietet einen grundlegenden Schutz gegen Konto-Übernahmen, selbst wenn jemand versucht, Deine Nummer zu missbrauchen.
-
2. Sicherheitsbenachrichtigungen:
Du wirst sofort über sicherheitsrelevante Änderungen informiert. Diese Funktion bleibt eingeschaltet und kann nicht deaktiviert werden.
-
3. Schutz vor Unbekannten:
Anhänge und Medien von unbekannten Absendern werden blockiert. Zusätzlich werden Anrufe von unbekannten Nummern automatisch stummgeschaltet, sodass Du nicht belästigt wirst.
-
4. Eingeschränkte Datenspur:
Linkvorschauen sind deaktiviert und Deine IP-Adresse bleibt bei Anrufen verborgen. Dadurch wird es schwieriger, Rückschlüsse auf Dein Gerät oder Deinen Standort zu ziehen.
-
5. Privatsphäre der Profildaten:
Dein „Zuletzt online“-Status, Dein Profilbild und Deine Info-Daten sind nur für Deine gespeicherten Kontakte sichtbar.
-
6. Gruppen-Sicherheit:
Nur Personen aus Deinen Kontakten können Dich zu Gruppen hinzufügen. Unerwünschte Gruppeneinladungen werden damit deutlich reduziert.
Diese Maßnahmen schließen gezielt die Wege, die Betrüger häufig für Spionage, Manipulation oder erste Kontaktaufnahmen nutzen. Da dies jedoch auch den Nutzungskomfort einschränkt, empfiehlt Meta die Aktivierung vor allem dann, wenn Du Dich konkret bedroht fühlst oder vermehrt verdächtige Nachrichten erhältst.
So aktivierst Du die Funktion
Um die strikten Kontoeinstellungen zu nutzen, öffnest Du die Einstellungen in Deinem WhatsApp-Konto. Wähle dort den Bereich Datenschutz und anschließend den Punkt “Erweitert”.
Bitte beachte, dass die Option laut WABetaInfo aktuell nur für Nutzer der neuesten Beta-Version für iOS zur Verfügung steht. Eine Freigabe für Android wird in Kürze erwartet.
Wichtige Nutzungshinweise
Zentralisierte Steuerung: Du kannst den Sicherheitsmodus nur über Dein Hauptgerät ein- oder ausschalten. Auf verknüpften Geräten lässt sich diese Einstellung nicht verändern.
Transparenz: Unter dem Menüpunkt „Gesperrte Einstellungen“ kannst Du jederzeit einsehen, welche Optionen derzeit durch das System fixiert sind und nicht manuell geändert werden können.