So nutzt Du Deine FRITZ!Box als komfortables und vielseitiges NAS
Moderne Router wie die FRITZ!Box können viel mehr, als nur Internetverbindungen herzustellen. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie eine Einrichtung als NAS funktioniert.
Darum sind moderne Router als NAS prädestiniert
Keine Frage: Ein Network Attached Storage (NAS) – also ein eigenständiger Dateiserver, der verschiedenen Nutzern in einem Netzwerk als zentraler Speicher dient – ist praktisch. Allerdings benötigen viele Privatanwender gar kein echtes NAS, zumal es sich dabei auch um ein relativ kostspieliges Gerät handelt. In zahlreichen Haushalten steht bereits ein geeigneter Router, der sich perfekt für diese Aufgabe eignet.
Aktuelle Router bieten bereits moderne Standards wie USB 3.1 und Wi-Fi 7. Damit sind schnelle Datentransfers problemlos möglich. Natürlich kannst Du auch eine LAN-Verbindung anstelle von WLAN nutzen. Auf diese Weise lassen sich auf einem USB-Stick oder einer via USB angebundenen Festplatte Dateien blitzschnell im Heimnetzwerk verteilen.
Die Möglichkeiten sind vielfältig:
- Bearbeiten und Senden beliebiger Dokumente auf Notebooks, PCs und Smartphones
- Streaming von Videos in hoher Qualität (z. B. 4K) direkt auf den Fernseher
- Übertragung und Betrachtung von hochauflösenden Fotos auf anderen Bildschirmen
- Verwendung als Datentresor für autorisierte Endgeräte
Zwar steigt der Strombedarf von Routern, die Du als NAS verwendest, etwas an. Schließlich müssen sie auch das angeschlossene Speichermedium über den USB-Port mit Energie versorgen. Allerdings ist der Verbrauch deutlich geringer als bei einem eigenständigen NAS. Mit der richtigen Konfiguration verwandeln sich Router jedoch in eine (fast) vollwertige Alternative zum kostspieligen NAS. Wir zeigen Dir, wie das funktioniert.
Bevor Du weiterliest, sollte Dir jedoch klar sein, dass ein FRITZ!Box-NAS ein eigenständiges NAS in Sachen Hardware-Redundanz und Datenspiegelung nicht ersetzen kann. Wichtige Dateien solltest Du dementsprechend regelmäßig auf weiteren Datenträgern – und nicht nur auf dem am Router angeschlossenen Speichermedium – sichern.
Diese Hardware benötigst Du für Deine NAS-Lösung daheim
Zunächst einmal ist ein Router erforderlich, der sich als NAS betreiben lässt. In vielen modernen Modellen ist dieses Feature schon integriert. Fast alle verfügen zudem über den notwendigen USB-Anschluss. Mindestens USB 3.0 – besser noch USB 3.1 – sollte dieser Anschluss bieten.
Außerdem ist ein USB-Speichermedium erforderlich. Ursprünglich dienten dafür vor allem USB-Sticks und externe HDDs. Doch inzwischen sind SSDs auf dem Vormarsch – vor allem wegen der deutlich höheren Geschwindigkeit. Der potenzielle Geschwindigkeitsvorteil zahlt sich jedoch nur aus, wenn Dein Router wirklich USB 3.1 oder zumindest USB 3.0 bietet. Damit Du das Speichermedium nutzen kannst, muss dieses entsprechend formatiert sein.
USB-Speichermedium formatieren
Dieser Abschnitt ist für Dich relevant, falls das USB-Speichermedium, das Du an Deinen Router anschließen möchtest, noch nicht formatiert ist oder Du mehr über das optimale Dateisystem für den Datenträger erfahren möchtest. Unformatierten USB-Speicher kann eine FRITZ!Box weder erkennen noch damit interagieren.
An einem Windows-PC lassen sich Datenträger über die „Datenträgerverwaltung“ formatieren. Dorthin gelangst Du, indem Du mit der rechten Maustaste das Start-Symbol anklickst. Unformatierte Speichermedien erscheinen in der sich daraufhin öffnenden Übersicht oft mit einem schwarzen Balken. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Speichermedium, wähle die Option „Neues einfaches Volume …“ und folge den Anweisungen. Du musst jedoch noch ein Dateisystem festlegen.
Wir empfehlen hier exFAT. Im Unterschied zu einigen anderen Formaten gibt es hier kein 4-Gigabyte-Limit für die Dateigröße, was bei langen Filmen in hoher Auflösung problematisch sein kann. Zudem unterstützen FRITZ!Boxen den Standard umfassend. Außerdem punktet exFAT durch seine große Kompatibilität. Du kannst den mit diesem Dateisystem formatierten Speicher sowohl an Windows-PCs als auch mit Linux-Systemen und Macs nutzen. Deswegen gilt exFAT als aktueller Standard für Speichermedien, die Du an den Router anschließen möchtest.
Deshalb fokussieren wir uns auf die FRITZ!Box
Bei unseren Ausführungen konzentrieren wir uns auf FRITZ!Boxen. Die sind in unserer Region nicht nur besonders weit verbreitet. Aktuelle Modelle können auch bezüglich Leistungsstärke und Sicherheit punkten. Die meisten Aussagen lassen sich aber mit geringfügigen Anpassungen auch auf aktuelle Routermodelle anderer Hersteller übertragen. Bitte beachte, dass sich die nachfolgend verwendeten Bezeichnungen im Router-Menü abhängig von der Version des genutzten Betriebssystems FRITZ!OS geringfügig unterscheiden können.
Du hast noch keinen modernen Router, den Du als NAS nutzen kannst? Dann können wir Dir die FRITZ!Box 5690 Pro empfehlen. Denn sie überzeugt unter anderem durch:
- USB 3.1 für rasante Datentransfers von USB-Sticks und Festplatten
- Wi-Fi 7 für schnelle und drahtlose Übertragung von Dateien
- Zukunftssicherheit dank Unterstützung von DSL und Glasfaser
Diese Server-Dienste bietet die FRITZ!Box
Eine moderne FRITZ!Box bietet so viele unterschiedliche Server-Dienste, dass das Neulinge verwirren kann. Dazu zählen:
- SMB-Server
- DLNA-Server
- UPnP-Server
- FTP-Server
Im Allgemeinen und für den Einsatz als NAS ist der SMB-Server am wichtigsten. Denn dieser bindet USB-Speichermedien als Netzlaufwerk in Dein System ein, sodass sich Medien darauf konsumieren, kopieren, speichern, streamen oder verschieben lassen. Der DLNA-Medienserver stellt hingegen DLNA-fähigen Geräten Medieninhalte zur Verfügung. Dabei kann es sich etwa um smarte TVs sowie Apps von Computern bzw. Smartphones handeln. Sowohl SMB als auch DLNA ermöglichen den Zugriff auf Inhalte während des Downloads und damit auch das flüssige Abspielen von Videos.
Weniger relevant sind hier UPnP und FTP. UPnP basiert auf DLNA, dient aber primär zur automatischen Portfreigabe. Hiermit können Geräte bzw. Anwendungen selbstständig benötigte Ports öffnen. Eher für die einfache Datenübertragung und Fernzugriffe ist der FTP-Server geeignet. Vor dem Zugriff musst Du die jeweilige Datei aber in der Regel komplett herunterladen. Deswegen eignet sich FTP weniger gut für das Streaming.
USB-Speichermedium an FRITZ!Box-NAS konfigurieren
Verbinde zunächst das gewünschte USB-Speichermedium mit dem USB-Port Deiner FRITZ!Box. Starte anschließend das Router-Menü, um den USB-Speicher zu konfigurieren. Rufe dafür die Webadresse „fritz.box“ in Deinem Browser auf. Wähle den Menüpunkt „Heimnetz“ und danach „USB / Speicher“. Hier siehst Du nun die drei Reiter „Geräteübersicht“, „USB-Einstellungen“ und „Heimnetzwerk“.
1. Geräteübersicht
Klicke zunächst auf „Geräteübersicht“. Vergewissere Dich, dass hier die Option „Speicher-(NAS)-Funktion aktiv“ eingeschaltet ist. Hole das nach, falls dies nicht der Fall sein sollte. In diesem Bereich erhältst Du Informationen zum angeschlossenen Speichermedium bezüglich:
- Dateisystem
- verfügbarer Speicherplatz
- gesamte Speicherkapazität
- Verbindungsstandard
2. USB-Einstellungen
Wechsle anschließend zum Reiter „USB-Einstellungen“. Hier lassen sich Anpassungen bezüglich „Energiesparfunktionen für USB-Speicher“ sowie „USB-Stromsparmodus“ vornehmen.
Im ersten Bereich kannst Du das angeschlossene Speichermedium bei Inaktivität nach einer bestimmten Zeit automatisch in einen Energiesparmodus („Sleep-Modus“) versetzen. Zur Wahl stehen dabei verschiedene Zeiten von einer Minute bis zu zwei Stunden. Du kannst die Option auch komplett deaktivieren (Einstellung: „nie“). Das Feature ist vor allem relevant, wenn Du als Speichermedium noch eine HDD benutzt. Denn hier kann der Schlafmodus die Lebensdauer erhöhen.
Unter „USB-Stromsparmodus“ kannst Du zwischen „Power Mode“ bzw. USB 3.0/3.1 und „Green Mode“ bzw. USB 2.0 wählen. Hier solltest Du Dich für den „Power Mode“ entscheiden. Zwar ist dann der Stromverbrauch etwas höher. In seltenen Fällen können USB-3.0-Ports zudem Strahlungen emittieren, die das Funknetz im beliebten Frequenzband 2,4 GHz beeinträchtigen. Allerdings sinkt beim „Green Mode“ die Geschwindigkeit deutlich. Das lässt sich kaum mit dem Streamen in hoher Qualität oder schnellen Datensicherungen vereinbaren.
3. Heimnetzfreigabe
Die Zugriffsrechte kannst Du schließlich im dritten Reiter „Heimnetzfreigabe“ festlegen. Erforderlich ist hier die Aktivierung der Option „Zugriff über ein Netzlaufwerk (SMB)“. Denn nur so taucht das mit der FRITZ!Box verbundene Speichermedium im Datei-Explorer unter Windows bzw. im Finder bei macOS auf. „Zugriff über FTP“ solltest Du hingegen nur einschalten, wenn es erforderlich ist. Für die Nutzung eines modernen Routers als NAS ist dies nicht notwendig.
Bei SMB kann das verwendete Protokoll entscheidend sein. Neuere Router verwenden die Protokolle SMBv2 und SMBv3, die als sicher und leistungsfähig gelten. Anders sieht es hingegen beim alten SMBv1-Protokoll aus, das Dich nicht ausreichend vor Computerviren schützt. Deswegen ist SMBv1 standardmäßig deaktiviert und das solltest Du auch nicht ändern.
Was aber tun, wenn Dein Router nur SMBv1 beherrscht? Dann empfehlen wir Dir, „Zugriff über ein Netzlaufwerk (SMB)“ sicherheitshalber zu deaktivieren. Du kannst jetzt etwa auf den DLNA-Medienserver oder zur Not auf FTP ausweichen. Doch das kann mit einigen Einschränkungen verbunden sein. Deswegen solltest Du die Anschaffung einer modernen FRITZ!Box in Erwägung ziehen.
Zugriff auf das NAS einrichten
Auf ein NAS können theoretisch zahlreiche Geräte – vom PC über das Notebook, Tablet oder Smartphone bis zum smarten TV – zugreifen. Damit Unbefugte keinen Zugriff erhalten, sind dafür ausreichende Rechte erforderlich. Diese kannst Du einzelnen Usern im Rahmen der Benutzerverwaltung zuweisen.
Öffne dazu das Router-Menü und klicke hier zunächst auf „System“ und anschließend auf „FRITZ!Box-Benutzer“. Dadurch erhältst Du eine Übersicht bezüglich aller registrierten User, inklusive Benutzername, Berechtigungen und Eigenschaften. Hast Du selbst noch keinen User angelegt, zeigt die FRITZ!Box im Regelfall einen Standardnutzer an, dessen Name mit „fritz“ beginnt.
Für die Verwendung des Routers als NAS solltest Du einen separaten Benutzer anlegen. Klicke danach im gewünschten Benutzerprofil auf das Stift-Symbol. Daraufhin öffnet sich ein Fenster mit „Details zum Benutzer“. Uns interessiert aber hier nur der Bereich „Berechtigungen“. Hier musst Du die Option „Zugang zu NAS-Inhalten“ einschalten. Andernfalls erhält der jeweilige Nutzer nämlich nicht den gewünschten Zugriff.
Hast Du dem Nutzer den „Zugang zu NAS-Inhalten“ gewährt, musst Du noch den Umfang der Zugriffsberechtigung festlegen. Hier gibt es drei Möglichkeiten:
1. Vollzugriff
Hiermit erteilst Du dem jeweiligen Benutzer einen umfassenden Zugriff auf alle an die FRITZ!Box angeschlossenen Speichermedien. Er kann nicht nur Inhalte lesen und darauf speichern, sondern diese auch löschen.
2. Lesezugriff
Der Nutzer erhält hier Zugang zu sämtlichen, mit dem Router verbundenen Speichermedien. Änderungen darf er jedoch nicht vornehmen – also weder Dateien löschen noch speichern.
3. Individuelle Einstellungen
Hier kannst Du den Nutzerzugang auf bestimmte Verzeichnisse beschränken. Dabei lässt sich für jedes Verzeichnis bei Bedarf auch definieren, ob nur ein Lese- oder ein Schreibzugriff bestehen soll. Die Einrichtung nimmst Du mit einem Klick auf „Verzeichnis hinzufügen“ vor. Diese Option erfordert etwas mehr Zeit bei der Einrichtung, ermöglicht dafür aber eine zielgenaue Zuweisung von Berechtigungen. Zudem sorgt sie für mehr Komfort und kann künftig Zeit sparen. Nutzer müssen sich nämlich nun nicht mehr durch zahlreiche Ordner wühlen, sondern erhalten nur die für sie relevanten Verzeichnisse angezeigt.
Sicheren Fernzugriff auf Dein FRITZ!Box-NAS konfigurieren
Du kannst Dein Router-NAS nicht nur in den eigenen vier Wänden nutzen. Praktisch ist die Möglichkeit, auch von unterwegs darauf zuzugreifen. Dafür genügen eine Internetverbindung und ein geeignetes Endgerät. So erhältst Du etwa an einem regnerischen Tag am Urlaubsort Zugriff auf Deine Filmsammlung oder kannst ein wichtiges Dokument für die Arbeit auch aus der Ferne bearbeiten.
Allerdings können mit dem Fernzugriff Sicherheitsrisiken verbunden sein. Das ist vor allem dann der Fall, wenn dafür veraltete Verfahren zum Einsatz kommen. Einige Nutzer realisieren den Fernzugriff auf den NAS etwa über eine einfache FTP-Portfreigabe. Besonders wenn das ohne adäquate Verschlüsselung passiert, haben Angreifer leichtes Spiel.
Zum Glück gibt es auch sichere Methoden, um aus der Ferne auf ein FRITZ!Box-NAS zuzugreifen. Eine gute Möglichkeit ist ein Virtual Private Netzwork (VPN). Damit baut Dein Endgerät aus der Ferne eine sichere Verbindung zu Deiner FRITZ!Box auf.
Moderne FRITZ!Boxen nutzen in diesem Zusammenhang WireGuard. Dabei handelt es sich um ein VPN-Protokoll, das seit Version 7.50 in das FRITZ!OS integriert ist. In zentralen Punkten wie Sicherheit, Geschwindigkeit, Stabilität und Verschlüsselung ist es Lösungen wie IPSec überlegen. Nach dem Aufbau der Verbindung lassen sich Apps und Dateimanager wie im heimischen Netzwerk verwenden.
Mit einem Smartphone kannst Du WireGuard nutzen, indem Du zunächst die entsprechende App herunterlädst und startest. Nun lässt Du Deine FRITZ!Box einen QR-Code erzeugen und scannst diesen mit Deinem Mobiltelefon. Für die Nutzung via PC oder Mac kannst Du eine Konfigurationsdatei herunterladen.
IP-Adresse der FRITZ!Box fixieren
Provider ändern IP-Adressen täglich. Das sorgt allerdings dafür, dass Du Deine FRITZ!Box aus der Ferne nicht mehr unter der gewohnten Adresse erreichen kannst. Abhilfe schaffen hier dynamische DNS-Dienste (DynDNS). Mit MyFRITZ! profitieren FRITZ!Box-Nutzer von einem kostenlosen Dienst, der bereits in den Router integriert ist.
Um diesen zu aktivieren, musst Du zunächst das Router-Menü öffnen. Wähle hier zunächst „Internet“ und dann „MyFRITZ!-Konto“. Hier kannst Du MyFRITZ! aktivieren und den Dienst künftig als Grundlage für WireGuard-Verbindungen verwenden.
Fernzugriff via myfritz.net nutzen
Du möchtest keine VPN-Verbindung einrichten, aber dennoch aus der Ferne auf Deine FRITZ!Box zugreifen? Dann solltest Du myfritz.net verwenden. Über das Webportal hast Du so via Browser von überall her Zugriff auf Dein FRITZ!Box-NAS. Allerdings solltest Du dabei einige Aspekte beachten.
1. 2FA einrichten
Dank SSL-Verschlüsselung ist die eigentliche Verbindung über Browser und myfritz.net grundsätzlich ziemlich sicher. Um den Schutz noch weiter zu erhöhen, verlangt FRITZ! zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). So können Cyberkriminelle, die nur Dein Passwort erbeutet haben, nicht automatisch an Deine Daten gelangen. Realisieren lässt sich die 2FA über eine App – etwa den Google Authenticator – bzw. einen an das Endgerät gesendeten Code. Bei Smartphones erfolgt das immer noch oft über eine SMS. Richte also vor der Fernnutzung Deines FRITZ!Box-NAS die Zwei‑Faktor‑Authentifizierung ein.
2. Berechtigungen erteilen
Den Service myfritz.net kannst Du für den Zugriff auf Dein FRITZ!Box-NAS nur dann nutzen, wenn der dafür verwendete Benutzeraccount auch über die erforderlichen Berechtigungen verfügt. Dazu musst Du die Optionen „Zugang aus dem Internet“ sowie „Zugang zu NAS-Inhalten“ aktivieren.
3. Sicherheitsniveau weiter erhöhen
Auch wenn SSL-Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung schon einen gewissen Schutz bieten, empfehlen wir Dir, das Sicherheitsniveau noch zu steigern. Das gilt besonders, wenn die Gefahr besteht, dass Unbefugte auf sensible Daten zugreifen könnten. Am besten legst Du für den Fernzugriff ein separates Benutzerkonto an, für das Du ein sehr starkes Passwort verwendest, das nur Personen erhalten, die dieses unbedingt benötigen. Zudem solltest Du Dich von Deiner FRITZ!Box benachrichtigen lassen, falls sich jemand via Internet an Deinem Router anmeldet. So kannst Du zeitnah auf unautorisierte Zugriffsversuche reagieren. Realisieren lässt sich das im Router-Menü, über den Pfad „System“, „Push Service“ und „Änderungsnotiz“. Hier musst Du nur noch festlegen, in welchen Fällen Du eine Benachrichtigung erhalten möchtest.
FRITZ!Box als DLNA-Media-Server nutzen
Deine FRITZ!Box durchsucht angeschlossene Speichermedien automatisch und erstellt bezüglich der Inhalte einen Index. So entsteht eine Liste mit Audio-, Bild- und Videodateien. Kompatible Endgeräte, die eine Verbindung zum Router aufgebaut haben, identifizieren diesen als Medienquelle und können auf die Dateien zugreifen. Als Standard dient dabei vor allem DLNA/UPnP. Dadurch können etwa smarte Fernseher, Soundsysteme oder Videokonsolen Inhalte von der FRITZ!Box abspielen. Auf Computern, Notebooks, Smartphones und Tablets kannst Du Allrounder-Apps wie VLC oder spezielle DLNA-Player nutzen.
Dabei bietet die Nutzung diverse Vorteile:
- Effizienz: Anders als bei FTP ist es bei DLNA nicht erforderlich, dass Endgeräte vorab die gesamte Mediendatei laden. Stattdessen ist nur das Streaming der Daten erforderlich, die eine reibungslose Wiedergabe gewährleisten. Mit modernen Routern wie der FRITZ!Box 5690 Pro oder 7590 AX lassen sich auch große Dateien in hoher Qualität – etwa in 4K – flüssig streamen.
- Komfort: Anders als beim Zugriff via SMB-Protokoll benötigen mit einem DLNA-Server verbundene Geräte im Regelfall keine Benutzerrechte. Das macht die Nutzung schneller und einfacher. Besonders an Geräten wie dem Smart-TV entfällt die nervige Eingabe von Benutzername und Kennwort über die Fernbedienung.
- Sicherheit: DLNA arbeitet unabhängig von SMB. Damit ist DLNA-Streaming eine sichere Alternative, falls Du den Netzwerkzugriff eingeschränkt hast oder einen Router verwendest, der noch kein neues SMB-Protokoll beherrscht.
Media-Server für mehr Privatsphäre einrichten
Eigentlich ist eine Einrichtung des Media-Servers nicht zwingend erforderlich. Allerdings solltest Du Dir dessen bewusst sein, dass die FRITZ!Box bei angeschlossenen USB-Speichern nicht nur alle Medieninhalte indexiert. Es können auch alle Geräte im Heimnetz ohne Passwort auf diese zugreifen. Das sorgt für einen komfortablen Zugriff, kann aber zu Lasten der Privatsphäre gehen. Schließlich könnten sich auf dem Speichermedium auch private Inhalte befinden.
Deswegen ist eine Einrichtung des Media-Servers empfehlenswert. Öffne dazu das Router-Menü und klicke hier zuerst auf „Heimnetz“ und anschließend auf „Media-Server“. Falls die Option „Media-Server“ hier noch nicht aktiviert ist, musst Du das zunächst erledigen. Mit „Keine Einschränkungen“ stellst Du Geräten alle verbundenen Laufwerke als Streaming-Quelle zur Verfügung. Sind mehrere Speichermedien angeschlossen, kannst Du auch einzelne auswählen. Medien oder Partitionen mit privaten Daten solltest Du hingegen besser nicht aktivieren, wenn Du auch Besuchern Zugang zu Deinem Netzwerk gewährst. Eine Zugriffsbeschränkung bezüglich einzelner Unterordner unterstützt DLNA nicht.