Smartwatch, Ring und Co.: Wearables im Vergleich
Smartwatch oder smarter Ring? Wearables im Vergleich.
Wir erläutern, wo welche Art von Wearable Vorteile bietet, und stellen einige empfehlenswerte Modelle für unterschiedliche Anforderungsprofile vor.
Der Markt der smarten Wearables ist in den letzten Jahren praktisch kontinuierlich gewachsen. Bisher dominieren hier vor allem Smartwatches. Hersteller wie Oura oder Samsung promoten aber inzwischen immer offensiver auch smarte Ringe. Doch welche Art von Wearable ist die bessere Wahl? Das soll unser Vergleich bezüglich verschiedener Aspekte zeigen.
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(Un-)Auffälligkeit
Eine schicke Smartwatch kann ein echter Hingucker sein. Dagegen punkten smarte Ringe wie der Samsung Galaxy Ring oder der Oura Ring 4 eher mit dezenten Designs. Was Dir lieber ist, musst Du entscheiden. Für alle, die nicht nur Unauffälligkeit, sondern auch Entschleunigung schätzen und sich nicht ablenken lassen möchten, kann der smarte Fingerschmuck die bessere Wahl sein. Denn hier musst Du Dich eben nicht mit Benachrichtigungen herumschlagen. Gleichzeitig bist Du allerdings auch weniger gut informiert.
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Tragekomfort
Der Tragekomfort ist bei Wearables ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn smarte Technik, die sich nicht angenehm nutzen lässt, bleibt erfahrungsgemäß häufiger in der Schublade liegen. Dann können auch präziseste Sensoren keine Ergebnisse liefern. Grundsätzlich tragen sich zwar viele Smartwatches recht bequem. Smarte Ringe sind im Vergleich aber noch deutlich leichter und für die meisten Menschen angenehmer zu tragen. Das gilt vor allem nachts, wenn die Wearables den Schlaf tracken sollen.
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Robustheit
Viele Smartwatch-Hersteller werben damit, dass die kompakten Computer am Handgelenk, besonders widerstandsfähig und sogar wasserdicht sind. Mit den meisten Exemplaren solltest Du aber nicht schwimmen gehen – besonders nicht im Meer, da eindringendes Salzwasser das Innenleben schädigen kann.
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Nur wenige – und oft hochpreisige – Smartwatches sind wirklich für den Wassersport geeignet. Smarte Ringe erweisen sich hier und bei anderen Aktivitäten oft als robuster. Schließlich haben sie kein Display, das kaputtgehen kann. Auch ist hier das Risiko, mit dem Wearable hängen zu bleiben, geringer.
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Messgenauigkeit
Technische Laien sind manchmal der Auffassung, das Duell zwischen Smartwatches und smarten Ringen in der Kategorie Messgenauigkeit müsse unentschieden ausgehen. Tatsächlich haben hier aber Smartwatches im direkten Vergleich die Nase vorn. Das hat vor allem zwei Gründe.
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Erstens müssen die Entwickler von smarten Ringen wegen deren geringer Größe eher Kompromisse eingehen. Bei den cleveren Fingerschmeichlern bleibt im Vergleich einfach weniger Platz für Sensoren. Die komplexere Sensorik von Smartwatches hilft (inzwischen) relativ zuverlässig dabei, Schritte genau zu erkennen und deren Anzahl zu messen. Smarte Ringe interpretieren hingegen teilweise Fingerbewegungen fälschlicherweise als Schritte. Dementsprechend erscheint dann der ausgedehnte Arbeitstag im Büro an der Tastatur möglicherweise als Langstreckenlauf.
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Zweitens spielt auch die Position bei der Messung am Körper eine wichtige Rolle. Dabei haben Ringe einen entscheidenden Nachteil. Denn diese trägst Du auf dem Finger. Als äußerste Punkte des menschlichen Blutkreislaufs sind hier die Blutgefäße enger und die Durchblutung ist schlechter. Das ist besonders bei niedrigen Temperaturen ein Problem, da sich dann die Blutgefäße noch zusätzlich verengen. Wer vor allem im Winter unter eiskalten Fingern leidet, kennt das Problem.
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Smarte Armbanduhren liegen mit ihren Sensoren hingegen direkt am Handgelenk an. Hier sind die Blutgefäße weiter und der Blutfluss gleichmäßiger. Dementsprechend genauer und aussagekräftiger fallen alle Messdaten aus, die mit dem Blutfluss zusammenhängen. Das gilt etwa für den Puls oder die Sauerstoffsättigung.
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Messfrequenz
Der geringere Platz, der bei smarten Ringen für Akkus, Prozessoren und Sensorik zur Verfügung steht, beeinflusst aber nicht nur die Messgenauigkeit. Auch die Häufigkeit an Messungen fällt oft geringer aus als bei Smartwatches, wo deutlich mehr Raum für leistungsstarke Akkus und Co. bleibt.
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Die Auswirkungen sind eindeutig: Viele smarte Ringe erfassen eher Stichproben und schränken Messzeitpunkte vor allem tagsüber ein, denn hier ist die Beanspruchung oft hoch. Moderne Smartwatches wie die Google Pixel Watch 4 oder die Apple Watch Series 11 können Gesundheitswerte hingegen kontinuierlich erfassen.
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Durch die höhere Frequenz an Messungen können die cleveren Uhren gesundheitsrelevante Entwicklungen und Veränderungen präziser erfassen. So erfährst Du etwa, wann das Stresslevel besonders hoch war, sich Dein Puls erhöht hat und das Belastungsniveau am höchsten war. Das ermöglicht Dir wiederum, gezielte Maßnahmen zu ergreifen.
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Funktionalität
Es ist schon überraschend, wie viel Sensortechnik in einen smarten Ring passt. So kannst Du nicht nur Deinen Schlaf tracken, sondern etwa auch Puls- bzw. Herzfrequenz oder die Blutsauerstoffsättigung ermitteln lassen. Gleichzeitig können Messungen der Hauttemperatur Indizien für gesundheitsrelevante Veränderungen bieten.
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Eine Smartwatch bietet jedoch alle diese und sogar noch weitere Features. Modelle wie die Samsung Galaxy Watch 7 erkennen etwa Stürze und können bei Bedarf automatisch Hilfe alarmieren. Aber auch abseits solcher Ernstfälle ist es praktisch, ohne Smartphone Musik oder Hörbücher auf den Bluetooth-Kopfhörer zu streamen und mit manchen Modellen sogar direkt telefonieren zu können. Wenn es Dir also um möglichst viele Funktionen geht, bist Du mit dem smarten Zeitmesser am Handgelenk besser bedient.
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Feedback
Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen smarten Ringen und smarten Armbanduhren ist das Feedback. Die Ringe sammeln nämlich zunächst nur Daten, ohne eine Rückmeldung zu geben. Smartwatches stellen Dir die Informationen hingegen direkt – oft sogar aufbereitet – über das integrierte Display zur Verfügung.
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So erfährst Du mit einer Smartwatch direkt – und ohne, dass Du dafür zum Smartphone greifen und eine App starten musst – was gerade wichtig ist: Das kann von der zu hohen Herzfrequenz beim Joggen bis zu Karteninformationen dank GPS-gestützter Routenfunktion sein.
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Fazit
Es gibt also Gründe, die einerseits für eine smarte Armbanduhr und andererseits für einen smarten Ring sprechen. Wie Du diese gewichtest und welche für Dich wichtiger sind, entscheiden darüber, was Deine optimale Alternative ist. Die Mehrheit dürfte allerdings die Smartwatch präferieren. Das liegt daran, dass viele Nutzer den Fokus auf Messgenauigkeit, Messfrequenz, Features und Feedback legen. Hier haben smarte Armbanduhren die Nase vorn. Smarte Ringe können allerdings in bestimmten Nischen – etwa beim Schlaftracking oder Wassersport – die ideale Wahl oder eine sinnvolle Ergänzung sein.
Doch es reicht nicht, sich nur für eine Produktkategorie zu entscheiden. Du musst auch das optimale Modell finden. Hier möchten wir Dir mit drei Vorschlägen weiterhelfen.
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Für (Hobby-)Sportler und Outdoor-Abenteurer: Garmin fēnix 8
Für viele Aktive ist die Garmin fēnix 8 das Nonplusultra unter den Smartwatches. Sie sammelt nicht nur Daten, sondern kreiert zudem maßgeschneiderte Trainingspläne und berechnet sogar optimale Erholungs- und Trainingszeiten. Mehr als 80 Sport-Apps sorgen dafür, dass die Smartwatch auch Deine Lieblingsaktivität optimal unterstützt.
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Gleichzeitig bietet die Garmin fēnix zahlreiche smarte Features. So unterstützt sie den digitalen Bezahldienst Garmin Pay, bietet einen integrierten Musikspeicher sowie Multi-Frequenz-GPS und ermöglicht sogar direkte Telefongespräche. Das 1,3 Zoll große AMOLED-Touchdisplay lässt sich sehr gut ablesen. Zudem ist die Uhr äußerst robust und soll sich für Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 40 Metern eignen. Mit einem Preis von 900 Euro ist die Multisport-Smartwatch allerdings kein Schnäppchen.
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Für Ästheten, die Gesundheitsfeatures priorisieren: Withings ScanWatch Nova
Die Withings ScanWatch Nova sieht nicht aus wie eine klassische Smartwatch, sondern eher wie eine edle Taucheruhr. Tatsächlich ist sie auch bis zu einem Druck von 10 ATM wasserdicht. Doch hinter der schicken Fassade versteckt sich noch mehr.
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So ist das analoge Ziffernblatt mit einem OLED-Display ausgestattet. Wichtiger dürften für viele aber die smarten Gesundheitsfeatures sein. Hier stechen das medizinische 1-Kanal-EKG sowie das umfassende Temperaturzonentracking (24/7) heraus. So kann die smarte Uhr sogar Indizien für gesundheitsgefährdende Vorfälle wie ein Vorhofflimmern aufzeigen.
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Anders als viele Konkurrenten punktet die Withings ScanWatch Nova durch eine sehr lange Akkulaufzeit. Diese soll 30 – im Energiesparmodus sogar 35 – Tage betragen. Zudem ist die Smartwatch sowohl zu Android als auch zu iOS vollständig kompatibel. Der Preis liegt bei rund 600 Euro.
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Für Fans von smartem Fingerschmuck: Oura Ring 4
Wer sich für einen smarten Ring interessiert, ist derzeit unserer Meinung nach mit dem Oura Ring 4 am besten bedient. Er besteht aus sehr leichtem sowie antiallergenem Titan. Zudem sind mehrere Sensoren integriert, die mehr als 20 biometrische Daten – von der Temperatur bis zur Herzfrequenz – liefern. Erhobene Daten kann der Fingerschmuck mit über 40 verschiedenen Apps synchronisieren.
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Die Stärken des Oura Ring 4 liegen im Tracking und der Analyse Deiner Nachtruhe. Dank der Kontrolle Deiner Körpertemperatur kann er zudem im Vorfeld auf drohende Infekte hinweisen. Für Sporttracking eignet sich der Ring bauartbedingt weniger gut als eine Smartwatch. Dafür ist er jedoch kompakter und dezenter. Für knapp 350 Euro kannst Du Dir den smarten Ring sichern.